Dienstag, 21. November 2017


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"Krebsdiagnose mit Anfang zwanzig - total skurril?"

Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs erweitert Projekt "Jung & Krebs - Erste Hilfe - Tipps von Betroffenen": 17 neue Video-Clips mit jungen Krebspatienten zum 3. Stiftungsjubiläum

Berlin, (lifePR) - Mit „Hole Dir Hilfe“, „Informiere Dich“, „Organisiere Dich“ oder „Denke an morgen“ sind die Schwerpunktbereiche des Stiftungsprojektes, in dem junge Krebspatienten anderen Betroffenen wichtige Tipps und Erfahrungen auf sehr persönliche Art und Weise weitergeben, überschrieben. Es sind starke und berührende Aussagen von jungen krebskranken Frauen und Männern, die die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs in Form von Video-Clips festgehalten hat und damit jungen Patienten, die gerade die Diagnose erhalten haben, Unterstützung bietet. In den vergangenen Wochen wurden 17 neue Videos produziert. Die Clips werden am heutigen Donnerstag – am Vortag des dritten Geburtstages der Stiftung – im Internet unter www.erstehilfe-krebs.de veröffentlicht. Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs ist am 14. Juli 2014 von der DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. gegründet worden.

Auf der Projekt-Website befinden sich Statements von:
Carsten, 30 Jahre, Student, Knochenkrebs
Elisa, 23 Jahre, Auszubildende, Akute Lymphatische Leukämie
Johanna, 26 Jahre, Philosophin, Glioblastom
Katrin, 38 Jahre, Referentin, Brustkrebs
Kaylie, 22 Jahre, Studentin, Hodgkin-Lymphom
Lisa, 22 Jahre, Studentin, Hodgkin-Lymphom
Maresa, 26 Jahre, Studentin, Hodgkin-Lymphom
Melle, 32 Jahre, Grundschullehrerin, Hodgkin-Lymphom
Nadine, 36 Jahre, Rentnerin, Nebennierenkarzinom

Hilfe zulassen und Partner gegen den Krebs finden

„Ich bin Anfang zwanzig und bekomme eine Krebsdiagnose. Das war natürlich total skurril“, blickt Lisa zurück und bestätigt gleichzeitig Carstens deutlichen Optimismus: „Krebs ist heilbar. Das steht für mich definitiv fest.“ Er rät zum offenen Umgang mit der Krankheit und beschreibt, dass er sich direkt nach der Diagnose mit allen ihm Nahestehenden an einen Tisch gesetzt und ein „Team gegen die Krebserkrankung“ gebildet hat. Elisa erwähnt die wichtige Unterstützung durch Psychoonkologen, die neutraler seien als persönlich betroffene Familienmitglieder, und ermutigt andere: „Man muss Hilfe zulassen.“ Auf die Notwendigkeit eines kritischen Umgangs mit Informationen zur eigenen Krebserkrankung aus dem Internet weist Kaylie hin.

Darüber hinaus empfiehlt sie, bei sogenannten guten Ratschlägen aus dem Familienund Freundeskreis auch „mal deutlich Nein zu sagen oder klar zu machen, dass man davon genervt ist.“ Den Arzt sieht sie als Partner im Kampf gegen den Krebs: „Man gibt sich und den Ärzten damit die Chance, mit einem zu reden und nicht über einen.“

Initiative von jungen Betroffenen

Das Projekt „Jung & Krebs – Erste Hilfe – Tipps von Betroffenen“ ist auf Initiative und in enger Zusammenarbeit mit jungen Krebspatienten, Fachmedizinern und Medienpartnern entwickelt und im Oktober 2016 gestartet worden. „Es kommt bei den jungen Patienten, deren Angehörigen und auch bei den behandelnden Fachärzten sehr gut an. Bereits mit dem Projektstart war eine ständige Erweiterung geplant“, erklärt Prof. Dr. med. Mathias Freund, Kuratoriumsvorsitzender der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs. „Was für den einen jungen Menschen gilt, muss nicht für den anderen passen. Wir wollen auch mit den Video-Clips zeigen, dass unterschiedliche Lösungen möglich und richtig sind“, so Freund weiter.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 15.000 junge Menschen im Alter von 18 bis 39 Jahren an Krebs. Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs ist Ansprechpartnerin für Patienten, Angehörige, Mediziner, Wissenschaftler, Unterstützer und die Öffentlichkeit. Ihre Arbeit ist als gemeinnützig anerkannt. „Die meisten unserer Stiftungsprojekte entstehen in direkter Zusammenarbeit mit den jungen Betroffenen, aber deren Verwirklichung i st am Ende nur durch die Unterstützung von Spenden möglich“, betont Freund.

Kontoverbindung der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs:
Postbank, IBAN: DE57 1001 0010 0834 2261 04, BIC: PBNKDEFF

(Die angegebene Genderform vertritt im Text beide Geschlechter. Die ausschließliche Nennung der Vornamen bei den Patienten hat datenschutzrechtliche Hintergründe.)

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