Dienstag, 26. September 2017


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>Rilke und die Frauen<

Mit Elke Schmitter, Katrin Kohl, Olga Martynova und Thomas Schmidt Moderation: Silke Arning (SWR 2)

Marbach, (lifePR) - Über die großen Frauenfiguren in Rilkes Leben und deren Einfluss auf sein Wirken – angefangen bei seiner Mutter Sophia und Lou Andreas Salomé über die Bildhauerin Clara Westhoff bis zu der Mäzenin Fürstin von Thurn und Taxis und Marina Zwetajewa, der er nur in Briefen begegnet ist – sprechen Elke Schmitter (Der Spiegel), Katrin Kohl (University of Oxford), die Schriftstellerin Olga Martynova und der Kurator der Ausstellung, Thomas Schmidt. Die Veranstaltung gehört zum Begleitprogramm der in den Medien gefeierten Ausstellung ›Rilke und Russland‹ (noch bis zum 6. August im Literaturmuseum der Moderne), es moderiert Silke Arning (SWR 2). Der Sprecher Rudolf Guckelsberger liest aus der Korrespondenz und dem Werk Rilkes.

Rainer, nicht mehr René wollte Rilke heißen, weil Lou Andreas-Salomé seinen Taufnamen als zu unentschieden empfand. Lou war bewunderte Geliebte, unkonventionelle Freundin und inspirierende Weggefährtin. Als Kind liebte Rilke Mädchenkleider, seine Mutter Sophia freute sich daran, schmückte sein Haar und lies ihn Gedichte rezitieren. Sie reiste viel, verschwand früh aus Rilkes Leben, blieb aber doch immer mit ihm in brieflichem Kontakt. Seine Ehe mit der jungen Bildhauerin Clara Westhoff, die er in Worpswede kennen gelernt hatte, währte gerade mal 16 Monate. Mit seiner Gönnerin Marie von Thurn und Taxis hielt er im Schloss Duino spirituelle Sitzungen ab, hier begann Rilke die Arbeit an den Duineser Elegien. Sie gelten heute als sein lyrisches Hauptwerk und haben Literaturgeschichte geschrieben. Zeit seines Lebens übte Rilke eine große Anziehungskraft auf Frauen aus. Seine letzte Leidenschaft galt Marina Zwetajewa, der großen russischen Dichterin, der er auf Vermittlung Boris Pasternaks schrieb. Der ungewöhnliche Briefwechsel mit ihr (zu sehen in der Ausstellung ›Rilke und Russland‹ im Original) ist in seiner Art unvergleichlich: Die Abwesenheit des Adressaten scheint hier den Rausch der Poesie zu steigern und zu beflügeln. Über den Einfluss von Frauen auf den vagabundierenden Dichter Rilke und deren außergewöhnliche Rolle für sein Schaffen wird an diesem Abend gesprochen – der »weiblichen Seele« eines großen Dichters auf der Spur.

Die Veranstaltung beginnt am 20. Juli 2017 um 19.30 Uhr im Humboldt-Saal im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Eintritt: 7,- Euro / erm. 5,- / für Mitglieder der DSG 3.50 Euro. Die Ausstellung ist vor und nach der Veranstaltung geöffnet, der Veranstaltungseintritt (Kasse im Archivgebäude) gilt inkl. eines Ausstellungsbesuchs ab 18 Uhr. Information zur Ausstellung: www.rilke-russland.net In Kooperation mit SWR 2.

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