Dienstag, 12. Dezember 2017


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Archiv von Jan Philipp Reemtsma geht nach Marbach

Marbach, (lifePR) - Der Literaturwissenschaftler, Schriftsteller und Mäzen Jan Philipp Reemtsma übergibt sein literarisches und wissenschaftliches Archiv dem Deutschen Literaturarchiv Marbach. Der Bestand enthält u.a. Vorarbeiten zu Publikationen Jan Philipp Reemtsmas sowie Dokumente zu den wichtigsten von ihm unterstützten wissenschaftlichen, künstlerischen und sozialen Projekten, Verlagen und Zeitschriften. Darüber hinaus versammelt das Archiv seine umfangreichen diesbezüglichen Korrespondenzen auch mit namhaften Persönlichkeiten wie Klaus von Dohnanyi, Hans Magnus Enzensberger, Jürgen Habermas, Imre Kertész, Ruth Klüger, Ivan Nagel, Marcel Reich-Ranicki, Hans Wollschläger u.v.a. Mit dem Archiv von Jan Philipp Reemtsma wird in Marbach der Werdegang und das Lebenswerk einer der einflussreichsten Persönlichkeiten im intellektuellen Leben der Bundesrepublik umfassend dokumentiert.

Geboren 1952 in Bonn, studierte Reemtsma Literaturwissenschaft und Philosophie an der Universität Hamburg. Er wurde dort im Jahr 1993 promoviert und ist seit 1996 Honorarprofessor für Neuere Deutsche Literatur. Reemtsma gründete u.a. die Arno Schmidt Stiftung, die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur und das Hamburger Institut für Sozialforschung. 2006 zeigte die Arno Schmidt Stiftung im Schiller-Nationalmuseum in Marbach die Ausstellung ›Arno Schmidt? – Allerdings!‹. Neben Arno Schmidt steht Christoph Martin Wieland im Zentrum von Reemtsmas Studien, zudem befasst er sich mit Zivilisationstheorie und Gewaltforschung. Als Autor fand Reemtsma u. a. mit seinen Büchern Mehr als ein Champion. Über den Stil des Boxers Muhammad Ali (Stuttgart 1995), Im Keller (Hamburg 1997). Vertrauen und Gewalt. Versuch über eine besondere Konstellation der Moderne (Hamburg 2008) und Was heißt: einen literarischen Text interpretieren? (München 2016) große Beachtung. Reemtsma ist dem Deutschen Literaturarchiv auf vielfältige Weise verbunden. Im Jahr 2016 hielt er die Marbacher Schillerrede mit dem Titel ›Die Wohltat keine Wahl zu haben‹ über Schillers Wallenstein. Sein Archiv wird in den kommenden Jahren sukzessive nach Marbach überführt und dort erschlossen.

 

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