Donnerstag, 23. Februar 2017


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Entwicklung besser als erwartet

(lifePR) (Münster, ) Die aktuelle Lage der gesetzlichen Rentenversicherung stellt sich 2009 besser dar, als dies angesichts der Schwere der Wirtschaftskrise zu erwarten war. Wie heute bei der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Westfalen in Münster mitgeteilt wurde, erwartet die Rentenversicherung bis zum Jahresende ein nahezu ausgeglichenes Finanzergebnis. Dann werden die Rücklagen voraus-sichtlich bei knapp einer Monatsausgabe oder rund 15,9 Milliarden Euro liegen. Überraschend positiv entwickelt haben sich die Antragszahlen im Bereich der Rehabilitation. So verzeichnete allein der münsterische Rentenversicherungsträger in den ersten zehn Monaten 5,1 Prozent mehr Anträge bei den medizinischen Reha-Leistungen als im Vergleich zum Vorjahr.

"Der ursprünglich durch die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise erwartete Rück-gang bei den Reha-Anträgen liegt weiterhin nicht vor", erläuterte der Vorstands-vorsitzende Heinz Cholewa unter Hinweis auf anders lautende Prognosen für das laufende Jahr. Wie Cholewa weiter ausführte, werde infolge der demografischen Entwicklung und der Anhebung des Renteneintrittsalters der Anteil der älteren und damit rehabilitationsbedürftigen Arbeitnehmer weiter zunehmen. Doch dieser Trend bei vielen Rentenversicherungsträgern ist nicht ganz unproblematisch. Denn die Ausgaben für Rehabilitation sind per Gesetz gedeckelt und eine politische Lösung des Problems, wie etwa durch Aufstockung der Budget-Beträge, ist derzeit nicht absehbar.

Auf die politischen Folgen des Regierungswechsels für die Alterssicherung ging der Vorstandsvorsitzende in seinem Bericht ebenfalls ein. Er skizzierte die im Koa-litionsvertrag enthaltenen Einzelmaßnahmen, die zum Teil jedoch nur vage An-deutungen sind. "Es bleibt daher ungewiss, ob der Bereich 'Rente' in der neuen Legislaturperiode in ruhigem Fahrwasser fahren wird. Aus Gründen der Transpa-renz, der Verlässlichkeit und der verwaltungsmäßigen Umsetzung wäre dies zu wünschen", unterstrich Cholewa stellvertretend für die Mitglieder der sozialen Selbstverwaltung.

Unter der Leitung von Dr. Heinz-S. Thieler, Vorsitzender der Vertreterversammlung aus Dortmund, verabschiedeten die ehrenamtlichen Delegierten anschließend den Haushalt für das kommende Jahr. Mit einem Volumen von 10,32 Milliarden Euro ist dieser nach dem Landeshaushalt der größte öffentliche Etat in Westfalen-Lippe. Erwartet werden Beitragseinnahmen in Höhe von 7,71 Milliarden Euro sowie ein Bundeszuschuss in Höhe von 2,34 Milliarden Euro. Größte Position bei den Ausgaben sind die Rentenzahlungen mit 8,64 Milliarden Euro. Für die Verwaltungs- und Verfahrenskosten werden knapp 176 Millionen Euro veranschlagt; ihr Anteil am Haushaltsvolumen sinkt damit von 1,82 auf 1,70 Prozent.

Deutsche Rentenversicherung Westfalen

Die Deutsche Rentenversicherung Westfalen mit Hauptsitz in Münster betreut 2,6 Millionen Versicherte und zahlt monatlich 1,3 Millionen Renten. Mit ihrem Bera-tungsnetz ist sie in allen Fragen der Altersvorsorge und Rehabilitation der regionale Ansprechpartner in den Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster, als Verbindungsstelle zu den Niederlanden und zu Island auch bundesweit.

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