Zahl der Minijobber ist seit 2004 nahezu konstant

Im ersten Quartal wurden 1,58 Milliarden Euro Pauschalbeiträge eingezogen

(lifePR) ( Bochum, )
Die Zahl der Minijobber in Deutschland ist im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorquartal sowohl im gewerblichen als auch im Bereich der Privathaushalte nahezu gleich geblieben. Im gewerblichen Bereich zählte die Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) zum Stichtag 31. März 2011 rund 6,79 Millionen Minijobber, 0,6 Prozent weniger als im Vorquartal.

"Entgegen der landläufigen Meinung ist die Zahl der gewerblichen Minijobber seit mehr als sechs Jahren fast unverändert", stellte der Leiter der Minijob-Zentrale in Essen, Dr. Erik Thomsen, fest. "Bereits im Dezember 2004 waren bei uns rund 6,84 Millionen gewerbliche Minijobber angemeldet. Ein starkes Ansteigen der gewerblichen Minijobs ist somit keinesfalls erkennbar."

Anders sieht es im Bereich der Privathaushalte aus. Hier melden immer mehr private Arbeitgeber ihre Haushaltshilfen bei der Minijob-Zentrale an. Der aktuelle Quartalsbericht der Minijob-Zentrale weist zur Zeit rund 222.000 Minijobber aus; im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Zuwachs von 8,5 Prozent. Seit Gründung der Minijob-Zentrale im Jahr 2003 hat sich die Zahl der angemeldeten Minijobber in Privathaushalten mehr als verachtfacht.

Die meisten gewerblichen Minijobber im Verhältnis zur Einwohnerzahl gibt es in den Bundesländern Bremen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Die geringste Minijobber-Quote weisen Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern auf. Der Männeranteil unter den Minijobbern stieg im Vergleich zum Vorquartal leicht von 37,5 auf 37,7 Prozent an, während der Frauenanteil entsprechend gesunken ist. Bei den Minijobs in Privathaushalten überwiegt der Frauenanteil mit 92 Prozent deutlich.

Im ersten Quartal 2011 hat die Minijob-Zentrale 1,58 Milliarden Euro an Pauschalbeiträgen und Steuern eingezogen, die allein von den Arbeitgebern gezahlt werden. Davon entfielen 823 Millionen Euro auf die gesetzliche Rentenversicherung und 661 Millionen Euro auf die gesetzliche Krankenversicherung. 97 Millionen Euro hat die Minijob-Zentrale an einheitlicher Pauschsteuer an die Finanzbehörden und 2 Millionen Euro an Insolvenzgeldumlage an die Bundesagentur für Arbeit abgeführt. Insgesamt wurden seit 2003 allein für die Renten- und Krankenversicherung mehr als 40 Milliarden Euro von der Minijob-Zentrale eingenommen.

Rund fünf Prozent der Minijobber im gewerblichen Bereich und rund sieben Prozent der Minijobber in Privathaushalten nutzen die Möglichkeit der Beitragsaufstockung. Diese Minijobber stocken mit freiwilliger Eigenleistung den jeweiligen Pauschalbeitrag des Arbeitgebers auf den vollen Rentenversicherungsbeitrag für versicherungspflichtige Arbeitnehmer von derzeit 19,9 Prozent auf. Durch diese Eigenleistung können Minijobber Wartezeiten für die Rente erfüllen und ihre Rentenansprüche steigern. Außerdem haben sie die Möglichkeit, die staatliche Förderung der privaten Altersvorsorge, die sogenannte Riester-Rente, in Anspruch zu nehmen.

Der komplette Quartalsbericht ist unter http://www.minijob-zentrale.de/presse zu finden.
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