Dienstag, 21. Februar 2017


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Privatisierung von Orchestern ist keine Lösung

DOV fordert mehrjährige Finanzierungsverträge

(lifePR) (Berlin, ) Die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) steht der weiter fortschreitenden Privatisierung von öffentlich finanzierten Orchestern und Opernhäusern kritisch gegenüber. Anlass ist die aktuelle Umwandlung von Volkstheater und Norddeutscher Philharmonie in Rostock von einem städtischen Regiebetrieb in eine GmbH zum 1. April 2010.

"Mit der heutigen Umwandlung in Rostock sind seit 1990 bundesweit inzwischen 43 Konzertorchester bzw. Opernhäuser mit eigenem Orchester - also fast ein Drittel der gegenwärtig bestehenden 133 deutschen Kulturorchester - von der öffentlichen Hand in die Rechtsform einer GmbH überführt und privatisiert worden", sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der DOV. "Die Privatisierung allein löst jedoch keine Finanzprobleme", so Mertens weiter. Bei der Metropoltheater Berlin GmbH sei es 1997 erstmals zu einer echten Unternehmensinsolvenz eines ehemaligen Staatstheaters gekommen, in Potsdam befinde sich die Brandenburgische Philharmonie GmbH seit dem Jahr 2000 bis heute in Liquidation, ganz aktuell werde auch beim Sorbischen Nationalensemble in Bautzen die Insolvenz der Träger-GmbH ins Spiel gebracht.

"Entscheidend für den Erhalt und die Betriebsoptimierung von Opern und Orchestern ist nicht die Rechtsform, sondern der politische Wille zu ihrer auskömmlichen und vor allem langfristigen Finanzierung", so Mertens weiter. "Wir fordern daher generell bis zu fünfjährige, verbindliche Zuwendungsverträge durch die öffentliche Hand. Hierdurch könnte eine wirksame Stabilisierung der gesamten Theater- und Orchesterlandschaft erzielt werden", meint Mertens abschließend.

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