Donnerstag, 21. Juni 2018


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Präventionsgesetz: Die Sportmediziner begrüßen die Entscheidung, fordern aber Ergänzungen

Frankfurt/ Main, (lifePR) - Mit großer Mehrheit hat der Bundestag ein Präventionsgesetz verabschiedet. Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) begrüßt dies ausdrücklich. Damit wird die Früherkennung, aber auch die Prävention verschiedener Volkskrankheiten erheblich verbessert. Viele dieser Volkskrankheiten sind Folge von Bewegungsmangel oder körperlicher Inaktivität. Dieses wird in dem Gesetz angesprochen und vom Bundesministerium für Gesundheit hervorgehoben.

Bewegung und Bewegungsmangel sind auch wichtige Themen der DGSP, die Sportärzte sind die Fachleute für Bewegung. Leider kommt dieser Aspekt im Gesetz zu kurz. Wenn wir allen, Jugendlichen und Älteren, Neu- und Wiedereinsteigern in die körperliche Aktivität, dazu raten, müssen wir Vorsorge treffen, dass keine Zwischenfälle eintreten. Wer im Verein oder Studio Sport treibt, sollte kein erhöhtes Risiko haben. Deshalb sollte vorher eine sportärztliche Untersuchung erfolgen.

Bei bestehenden Erkrankungen (Herzkrankheiten, Stoffwechselerkrankungen, Diabetes mellitus sowie Tumorerkrankungen) sollte eine sportmedizinische Vorsorge­untersuchung auch deshalb durchgeführt werden, weil aus den Ergebnissen Empfehlungen für die praktische Umsetzung eines Bewegungsprogramms abgeleitet werden können. Unterlagen zur sportmedizinischen Untersuchung sind seit langem entwickelt, bekannt und bewährt.

Weiterhin sollten die Sportmedizin als Zusammenschluss der Fachleute für Bewegung Mitglied der Präventionskonferenz werden. Für die Beratung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stehen die Sportmediziner und die DGSP sofort zur Verfügung. Im Bundesrat besteht die Möglichkeit, diese Änderungen noch einzubringen. Die DGSP mit ihren 9000 Mitglieder ist zur Mitarbeit bereit.

Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention e.V.

Die 1912 gegründete Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) ist die zentrale ärztliche Institution auf den Gebieten der Sportmedizin sowie der Gesundheitsförderung und Prävention durch körperliche Aktivität. Neben der Förderung von sport- und präventiv­medizinischer Forschung, Lehre sowie Fort- und Weiterbildung setzt die DGSP viele Projekte zur Erhöhung der Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung um. Sie ist die Vereinigung der 18 Landesverbände für Sportmedizin und mit ihren 9000 Mitgliedern eine der größten wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaften in Deutschland. 2012 feiert die deutsche Sportmedizin ihr einhundertjähriges Bestehen. Dem Präsidium gehören an: als Präsident Professor Dr. Klaus-Michael Braumann (Hamburg), als Vizepräsidenten Dr. Ingo Tusk (Frankfurt am Main), Hubert Bakker (Bremen), Professor Dr. Klaus Völker (Münster), Professor Dr. Wilhelm Bloch (Köln) und Professor Dr. Christine Graf (Köln). Generalsekretär ist Professor Dr. Rüdiger Reer (Hamburg). Ehrenpräsidenten sind Professor Dr. Dr. Wildor Hollmann (Köln), Professor Dr. Hans-Hermann Dickhuth (Freiburg) und Professor Dr. Herbert Löllgen (Remscheid).

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