Hanns-Martin Lorenz ab 2017 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie

(lifePR) ( Berlin, )
Mit dem 1. Januar 2017 übernimmt Professor Dr. med. Hanns-Martin Lorenz aus Heidelberg für zwei Jahre die Präsidentschaft der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh). Der internistische Rheumatologe leitet die Sektion Rheumatologie am Universitätsklinikum Heidelberg und ist medizinisch-wissenschaftlicher Leiter des Acura-Rheumazentrums in Baden-Baden. Er folgt im Vorstand auf Professor Dr. med. Ulf Müller-Ladner aus Giessen/Bad Nauheim, der das Präsidentenamt in den Jahren 2015 und 2016 innehatte. Als amtierender Präsident der DGRh richtet Professor Lorenz zusammen mit Professor Dr. med. Christoph Fiehn im Jahr 2018 auch den Kongress der DGRh in Mannheim aus.

Geboren 1962 in Göttingen studierte Hanns-Martin Lorenz Humanmedizin an der Universität Regensburg und Heidelberg. Im Jahr 1988 absolvierte er Staatsexamen, Approbation und Promotion. Daran schlossen sich klinischer Dienst und Mitarbeit an den Universitätskliniken München und Erlangen/Nürnberg an sowie in einer kardiologisch-internistischen Praxis in Regensburg. Im Rahmen eines dreijährigen Forschungsaufenthalts an der Abteilung für Rheumatologie und klinische Immunologie der University of Alabama, Birmingham, legte er dort wesentliche Grundsteine seiner Forschungsexpertise. Im Jahr 1993 kehrte er an die Klinik für Hämatologie, Rheumatologie und klinische Immunologie an der Universität Erlangen-Nürnberg zurück. Dort habilitierte er sich 1998 mit einer Schrift über immuninhibierende Mechanismen bei Signaltransduktion und programmiertem Zelltod. Im Jahr 2004 ernannte ihn die Universität Heidelberg zum Leiter der Sektion Rheumatologie an der Medizinischen Klinik V, verbunden mit der medizinisch-wissenschaftlichen Leitung des Acura-Rheumazentrums Baden-Baden.

Fachliche Schwerpunkte setzt Professor Lorenz unter anderem in der klinischen Prüfung innovativer Immunsuppressiva in der Therapie der Rheumatoiden Arthritis, Spondylarthritis, des Systemischen Lupus Erythematodes und Vaskulitiden. „Als Rheumatologen arbeiten wir in einem hoch relevanten, innovationsfreudigen und sehr regen klinisch-wissenschaftlichen Umfeld“, so Lorenz, „dabei ist mir besonders wichtig, dass unser Tun von größtmöglicher Zuwendung zum Patienten geprägt ist“. Seit 2008 sitzt er im Beirat der DGRh, war bereits im Jahr 2013 Kongresspräsident der Jahrestagung und gehört seit 2015 dem Vorstand der Fachgesellschaft an. Er ist in verschiedenen wissenschaftlichen Organisationen und Gremien aktiv, unter anderem bis zu diesem Jahr im Fachkollegium der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seit 2005 ist er Vorstandsmitglied der Rheuma-Liga Baden-Württemberg e.V. Seine Veröffentlichungen zählen derzeit 128 Originalpublikationen, 68 Übersichtsarbeiten und 14 Buchkapitel.

Satzungsgemäß wechselt der Vorstand der DGRh zum 1. Januar 2017. Das Amt des 1.Vizepräsidenten übernimmt dann neu gewählt Professor Dr. med. Hendrik Schulze-Koops, Leiter der Rheumaeinheit am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Als 2.Vizepräsident rückt Professor Müller-Ladner nach, Ordinarius für Innere Medizin mit Schwerpunkt Rheumatologie der Universität Gießen und Ärztlicher Direktor der Abteilung für Rheumatologie und Klinische Immunologie der Kerckhoff-Klinik GmbH. Sein Vorgänger, Professor Dr. med. Matthias Schneider, Direktor der Poliklinik für Rheumatologie am Universitätsklinikum Düsseldorf, wurde in das Amt des Generalsekretärs gewählt. Er folgt auf Dr. Julia Rautenstrauch. Nach vier Jahren verdienstvoller Tätigkeit für die DGRh tritt sie die Position der Direktorin der European League Against Rheumatism in Zürich an. Kassenführer bleibt Professor Dr. med. Jürgen Braun, Ärztlicher Direktor des Rheumazentrum Ruhrgebiet. Sprecherin des Vorstands wird Anna Julia Voormann aus Berlin.

 

 

 
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