Dienstag, 26. September 2017


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Neuestes Wissen in die Praxis bringen

Berlin, (lifePR) - 101. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie vom 22. bis 24. Juni 2017 in Erlangen: Erfahrungsaustausch in über 90 Workshops / Verleihung der Rudolf-Virchow-Medaille an Prof. Dr. Ferdinand Hofstädter / Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Prof. Dr. Gisela Dallenbach-Hellweg, Prof. Dr. Werner Schlake, Dr. Adelbert Tennstedt

Mit 776 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, 49 Ausstellern und 75 eingeladenen Referentinnen und Referenten in über 90 wissenschaftlichen Sitzungen und Workshops ging am 24. Juni 2017 die dreitägige Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie zu Ende. Die Tagungsschwerpunkte umfassten Kopf-Hals-Pathologie, Pathologie und Genetik sowie Pathologie und Immuntherapie. Experten der Neuropathologie diskutierten zudem neueste Erfahrungen bei der Diagnose und Therapie von Hirntumoren sowie Themen wie Neurodegeneration, Neuroinflammation und Genetik der Epilepsie.
„Die Jahrestagung ist der zentrale Treffpunkt aller Pathologinnen und Pathologen, um neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu diskutieren und Erfahrungen zu neuen Technologien auszutauschen“, so das Resümee von Prof. Dr. med. Arndt Hartmann, Direktor des Pathologischen Institutes am Universitätsklinikum Erlangen und Präsident der Jahrestagung.

Verleihung der Rudolf-Virchow-Medaille an Prof. Ferdinand Hofstädter

Zum 19. Mal wurde im Rahmen der Fachveranstaltung die Rudolf-Virchow-Medaille verliehen. Diese Ehrung gilt Personen, die sich um die Entwicklung der Pathologie besonders verdient gemacht haben. Sie ging in diesem Jahr an Prof. Dr. med. Ferdinand Hofstädter. Mehr als vier Jahrzehnte war er in den Bereichen Forschung, Lehre und Krankenversorgung aktiv. Seine Arbeiten wurden mit zahlreichen Auszeichnungen – unter anderem dem Bundesverdienstkreuz – gewürdigt. Während seiner Professur baute er 1984 ein immunhistochemisches Labor in Aachen auf. Früh hat er als Direktor der Pathologie in Regensburg ein Zentrum für Molekulare Diagnostik gegründet und war wegweisend bei der Einführung interdisziplinärer Konferenzen. Mit seiner Erfahrung und seinem Weitblick war er wesentlicher Motor bei der Entwicklung von Tumorzentren. Bis heute gibt er als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren wichtige Impulse.

Ehrenmitgliedschaft für lebenslanges Engagement in der Pathologie

Auf dem Kongress wurden außerdem drei Personen aufgrund ihres lebenslangen Engagements für die Pathologie mit der Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Gesellschaft für Pathologie (DGP) ausgezeichnet. Sie ging an Prof. Dr. Gisela Dallenbach-Hellweg, Prof. Dr. Werner Schlake und Dr. Adelbert Tennstedt.

Prof. Dr. med. Gisela Dallenbach-Hellweg hat sich mit großem beruflichen Erfolg dem Bereich Mamma- und Gynäkopathologie gewidmet und war Gründerin der gleichnamigen DGP-Arbeitsgemeinschaft. Nach dem Studium an den Universitäten Danzig und Marburg sowie rund dreijährigen Studienaufenthalten in New Jersey und Boston, USA, war sie neun Jahre als wissenschaftliche Assistentin in Marburg und Bonn tätig. Nach ihrer Habilitation in Bonn 1957 und einer sechsjährigen Forschungsassistenz in Boston und New Hampshire, USA, übernahm sie die kommissarische Leitung des Pathologischen Instituts der Städtischen Kliniken Bielefeld und war von 1967 bis 1983 als wissenschaftliche Rätin der Morphologischen Abteilung der Frauenklinik Mannheim der Universität Heidelberg tätig. Die Ernennung zur außerplanmäßigen Professorin erfolgte 1973 in Heidelberg. Von 1983 bis 2000 war sie verantwortliche Leiterin des  Instituts für Pathologie in Mannheim und war beratend tätig im Referenzzentrum für Gynäkopathologie des Mannheimer Instituts.

Prof. Dr. med. Werner Schlake hat als langjähriger Präsident (1998 bis 2016) des Bundesverbandes Deutscher Pathologen (BDP) die berufspolitischen Weichen in der Pathologie gestellt. Nach seinem Studium in Münster sowie Wien und anschließender wissenschaftlicher Assistenz in Münster wurde ihm 1979 der Titel eines Privatdozenten für das Fach „Allgemeine Pathologie und pathologische Anatomie“ verliehen. 1982 übernahm er die Direktion des Pathologischen und Gewerbepathologischen Instituts Gelsenkirchen und wurde 1984 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Neben seiner Tätigkeit als Präsident des BDP übernahm er zahlreiche berufspolitische Aufgaben und war unter anderem Mitglied im Beratenden Fachausschuss für die fachärztliche Versorgung beim Vorstand der KBV und im Fachbeirat 3 „Gesundheit und Forensik“ des Akkreditierungsbeirates.

Dr. med. habil. Adelbert Tennstedt ist seit über 60 Jahren Mitglied der DGP. Nach seinem Studium der Humanmedizin und der Facharztausbildung an der Martin-Luther-Universität Halle gründete er 1960 das Pathologische Institut am Bezirkskrankenhaus Mühlhausen-Pfafferode. 1973 erfolgte seine Habilitation, seit 1992 arbeitete er als niedergelassener Arzt in seiner Praxis für Pathologie und schloss seine Facharztausbildung im Bereich Neuropathologie ab. Seit 2002 ist er in der Gemeinschaftspraxis für Pathologie in Mühlhausen tätig.  Berufspolitisch war er in der Ärztegesellschaft aktiv und engagiert sich seit 2003 als Förderer des Freundeskreises der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Weitere Informationen unter www.pathologie-dgp.de.

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