Donnerstag, 19. Oktober 2017


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Am meisten profitiert der Patient

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie: Klinikstrukturen müssen hohe Qualität ermöglichen!

Berlin, (lifePR) - Patienten, die Verletzungen erlitten haben oder an Funktionsstörungen und Erkrankungen von Knochen und Gelenken leiden, gehören in die Hand des Facharztes für Orthopädie und Unfallchirurgie. Nur so können sie optimal versorgt werden. Darauf haben heute in Berlin die Sprecher der neuen "Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie" (DGOU) hingewiesen.

Immer noch gibt es in Deutschland Krankenhäuser, in denen Unfallopfer nicht von dafür spezialisierten Ärztinnen und Ärzten behandelt werden. "Eine optimale Versorgung von solchen Patienten ist so nicht gewährleistet", betonte Prof. Dr. med. Dr. h. c. Axel Ekkernkamp, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und Vizepräsident der DGOU. Prof. Dr. med. Dr. h. c. Joachim Grifka, der Präsident der DGOU und der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC), ergänzte, mit dem seit kurzem auch in Deutschland eingeführten Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie gebe es nun den richtigen Spezialisten für alle Patienten, die Verletzungen erlitten haben oder an Funktionsstörungen und Erkrankungen von Knochen und Gelenken leiden. "Mit dem Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie gibt es für diese Patienten künftig einen Ansprechpartner", so Grifka.

Das neue Berufsbild, das international schon lange üblich sei, müsse nun auch Auswirkungen auf die Struktur der Krankenhäuser in ganz Deutschland haben. In einigen Regionen Deutschlands gebe es immer noch Krankenhäuser, in denen die Unfallchirurgie im Rahmen der allgemeinchirurgischen Abteilungen angesiedelt sei. Dies sei fachlich schon lange nicht mehr haltbar, betonten Ekkernkamp und Grifka übereinstimmend. Grifka wörtlich: "Zu einer modernen Krankenhausstruktur gehören heute bei differenzierteren und problematischeren Versorgungsaufgaben - wie bisher - getrennte Abteilungen für Orthopädie und für Unfallchirurgie und ansonsten eine gemeinsame Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie." Dies würde der Qualität der Patientenversorgung zugute kommen. Ekkernkamp betonte ergänzend: "Am meisten profitiert hiervon klar der Patient!"

DGOU - Heimat für den neuen Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Hintergrund ist die Einführung des neuen Facharztes für Orthopädie und Unfallchirurgie durch die neue ärztliche Weiterbildungsordnung. Damit ist eine fachliche Entwicklung nachvollzogen worden, die nahezu überall auf der Welt bereits zu beobachten ist. Als konsequenter nächste Schritt haben sich dann die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) sowie die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) gemeinsam zur Gründung der neuen "Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie" (DGOU) entschlossen. Grifka: "Wir haben die selben Instrumente, wir haben die gleichen Versorgungsweisen und einen Facharzt - da ist es nur konsequent, nun auch eine Fachgesellschaft für die Ärztinnen und Ärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie zu haben."

Als entscheidenden Schritt auf diesem Wege haben gestern und heute die Mitgliederversammlungen der DGU und der DGOOC im Rahmen des derzeit in Berlin stattfindenden Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) einmütig beschlossen, dass es ab sofort bei beiden traditionsreichen Fachgesellschaften eine Doppelmitgliedschaft mit der neu gegründeten DGOU gibt. Damit sind jetzt alle gut 6.200 Mitglieder der DGOOC und der DGU gleichzeitig auch Einzelmitglieder der neuen DGOU.

Zum weiteren Vorgehen führte DGOU-Präsident Grifka aus: "Wir werden in der DGOU jetzt die erforderlichen Strukturen für die inhaltliche Arbeit schaffen. Arbeitsgruppen und Ausschüsse, die inhaltsorientiert arbeiten, werden in der DGOU zusammengeführt. Das entspricht auch dem Wunsch dieser Gremien."

Hintergrund
Bei den beiden bisherigen Fachgesellschaften handelt es sich um traditionsreiche mitgliederstarke Organisationen, die den jeweiligen Fachbereich mit hoher internationaler Anerkennung vertreten haben. Die DGOOC besteht seit 1901, die DGU wurde 1922 gegründet und 1950 wieder begründet. Die DGU hat derzeit rund 3.500 Mitglieder, die DGOOC 2.700 Mitglieder. Im Jahre 2005 veranstalteten DGOOC und DGU erstmals gemeinsam den wissenschaftlichen Jahreskongress. Der Erfolg war überwältigend. Über die Jahre stieg die Teilnehmerzahl auf jetzt mehr als 8000 Besucher. Damit ist der Deutsche Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie der größte seiner Art in Europa.

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