Dienstag, 30. Mai 2017


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Schwimmteiche auf dem Vormarsch

Experten informieren auf der Messe Interbad über Vorteile und Fortschritte naturnaher Badegewässer

(lifePR) (Lüneburg, ) Der Trend zu einer umweltbewussten und ökologischen Lebensweise, das beobachten Experten, setzt sich auch in der deutschen Bäderlandschaft immer mehr durch. Das klassische Schwimmbad, dessen Wasser vor allem durch den großzügigen Einsatz von Chlor gereinigt wird, wandert auf der Beliebtheitsskala der Deutschen immer weiter nach unten. Kein Wunder, kennt doch jeder das charakteristische Augenjucken und die ausgetrocknete Haut nach dem Bad im chlorhaltigen Wasser. Die populären Alternativen heißen Schwimmteich, Naturbad oder Naturpool. Diese naturnahen Badegewässer haben einen klaren Vorteil: Ihr Wasser wird ausschließlich mit Hilfe biologischer und mechanischer Mittel aufbereitet, auf die Verwendung von Chlor und Chemikalien wird verzichtet. Das natürliche Wasser ist hygienisch einwandfrei und für den Menschen ebenso gesund wie für die Umwelt.

"Schwimmteiche und Naturpools sind sowohl für den privaten Hausbesitzer als auch für öffentliche Kommunen oder Betreiber von Hotel- und Wellnessanlagen interessant. Ihre Größe reicht von 50 Quadratmetern bis hin zu großen öffentlichen Naturbädern, in denen täglich mehreren tausend Badende beste Wasserqualität vorfinden", erläutert Guido Manzke, Präsident der Deutschen Gesellschaft für naturnahe Badegewässer (DGfnB). Der Zusammenschluss von über 200 Schwimmteichbauern, Planern, Systemanbietern und Badbetreibern aus ganz Deutschland setzt sich für die Förderung und Verbreitung naturnaher Badegewässer mit vollbiologischer Wasserreinigung ein.

Wer sich für ein ökologisches, naturnahes Bad entscheidet, kann zwischen einfachen Systemen ohne Technik, bei denen sich Schwimm- und Regenerationsbereich in einer Fläche befinden, und Systemen mit hohem Technikaufwand und ausgelagertem, gezielt durchströmtem Aufbereitungsbereich wählen. Als selbstständiges und daher pflegeleichtes Ökosystem ist der Schwimmteich ganzjährig nutzbar und bietet Lebensraum für feuchtigkeitsliebende Flora und Fauna. Der Bau bzw. der Umbau einer vorhandenen Wasserstelle in einen Schwimmteich ist erheblich kostengünstiger als der Bau eines konventionellen Schwimmbades. Hinzu kommen geringere Unterhaltungskosten in der Folgezeit. Schwimmteiche sind also gegenüber konventionellen Schwimmbädern ökonomisch und ökologisch klar im Vorteil. Je nach Bedarf und Wunsch können sie außerdem mit verschiedenen technischen Komponenten ausgestattet werden. Pumpen, Skimmer und Düsen sorgen für eine Wasserumwälzung, Heizungen, Gegenstromanlagen und Leuchtmittel für optisches und haptisches Wohlbefinden.

Was auf dem Gebiet der naturnahen Badegewässer inzwischen alles möglich ist, zeigt die DGfnB auf der Fachmesse Interbad vom 9. bis zum 12. Oktober auf dem Stuttgarter Messegelände. Unter dem Motto "Green Living" präsentiert sich die Gesellschaft auf einer 660 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche. Hier wird unter anderem ein öffentliches Naturbad in Kleinformat zu sehen sein, das realitätsnah zeigen soll, wie biologische Wasseraufbereitung auf dem neuesten technischen Stand funktioniert. Um diese Wasserfläche, die von Mitgliedern der DGnfB geplant und finanziert wird, gruppieren sich zahlreiche Stände von Spezialisten für Schwimmteiche. In einer dem Londoner Original angelehnten "Speaker's Corner" halten Experten aus unterschiedlichen Fachdisziplinen Impulsvorträge rund um das Thema biologische Wasseraufbereitung.

Am 11. Oktober zwischen 10:00 und 13:00 Uhr informiert die DGfnB im Rahmen des Fachkongresses der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen auf der Interbad außerdem in Vorträgen über aktuelle Entwicklungen in der Welt der Schwimmteiche und Naturbäder. Zu Beginn spricht Prof. Dr. med. Schoenen über die Hygieneanforderungen bei Freibädern mit biologischer Wasseraufbereitung. Alexander Hirt, Betreiber des Naturerlebnisbades Grone bei Göttingen, berichtet im Anschluss aus der Sicht eines Insiders über die Erfahrungen mit einem Naturbad. Der Geschäftsführer der Internationalen Organisation für naturnahe Badegewässer, Stefan Bruns, referiert anhand von Praxisbeispielen über das neue FLL-Regelwerk "Planung, Bau und Betrieb von Freibädern mit biologischer Wasseraufbereitung 2012". Einen Blick auf Schwimmteiche in ganz Europa bietet zu guter Letzt Udo Schwarzer, Präsident der Internationalen Organisation für naturnahe Badegewässer.

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