Vorhofflimmern bei Typ 1-Diabetes vermehrt, insbesondere bei Frauen und Nierenkomplikationen

(lifePR) ( Graz, )
In einer prospektiven Fall-Kontrollstudie wurden ~35.0000 Typ-1-Diabetespatienten des Schwedischen Nationalen Diabetes-Registers mit  ~180.000 gematchten Personen aus dem Schwedischen Bevölkerungsregister über etwa 10 Jahre (aus dem Zeitraum von 2001 – 2013) verglichen. Das Risiko für Vorhofflimmern bei Diabetes im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung  war für Männern mit einer Hazard Ratio (HR) von 1.13 (95% CI 1.01-1.25, p=0.029) nur leicht erhöht, bei Frauen hingegen um etwa 50% (HR 1.50,  1.30 – 1.72, p=0.0019).

Das Exzess-Risiko für Vorhofflimmern stieg bei Typ-1-Diabetes mit schlechterer Blutzuckereinstellung sowie Vorliegen von Nierenkomplikationen an. Bei Normoalbuminurie wurde für Männer bei einem HbA1c <9.7%  und für Frauen <8.3% kein erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern gefunden.

Kommentar       

Ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen wie Herzinfarkt und Gefäßkomplikationen einschließlich Schlaganfall ist bei Typ-1-Diabetes schon lange bekannt.  Hier wurde die unabhängige Assoziation von Typ-1-Diabetes mit Vorhofflimmern im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung an einer großen Personengruppe über einen langen Zeitraum untersucht. Von besonderem Interesse ist, dass das Risiko bei Frauen deutlich höher gefunden wurde als bei Männern, und dass die HbA1c-Grenzwerte relativ hoch waren und dass das Risiko für Vorhofflimmern bei Vorliegen einer Mikroalbuminurie bzw. renalen Komplikationen anstieg. Die Niere rückt beim Diabetes zunehmend in den Fokus des Interesses.
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