Diabetes Kongress 2019: "Diabetes - nicht nur eine Typ-Frage"

29. Mai bis 1. Juni 2019, CityCube Berlin

(lifePR) ( Berlin, )
Remission und Heilung des Typ-2 Diabetes - unerfüllbarer Traum oder bereits Wirklichkeit?! Lebensstilintervention und Bariatrische Chirurgie in der Diskussion

Berlin – Weltweit leiden rund 425 Millionen Erwachsene an Diabetes mellitus. 95 Prozent der rund sieben Millionen Menschen mit Diabetes in Deutschland sind an einem Typ-2-Diabetes erkrankt. Hochrechnungen aus den Daten der gesetzlichen Krankenversicherung lassen eine Zunahme um mehr als 50 Prozent innerhalb der nächsten 20 Jahre erwarten. Forschende des Deutschen Diabetes Zentrums (DDZ) in Düsseldorf und des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin prognostizieren, dass im Jahr 2040 bis zu zwölf Millionen Menschen in Deutschland von Typ-2-Diabetes betroffen sein könnten. Bereits jetzt werden hierzulande zwölf Prozent der Gesundheitsausgaben für die Behandlung der Stoffwechselerkrankung aufgewendet. Angesichts dieser steigenden Zahlen diskutieren Experten international neben Maßnahmen zur Diabetes-Prävention auch die Möglichkeiten zur Remission oder gar Heilung. In der Vorab-Pressekonferenz zum Diabetes Kongress am Donnerstag, den 23. Mai 2019, stellt Kongresspräsident Prof. Dr. Michael Roden aktuelle Aspekte dazu vor. Vom 29. Mai bis 1. Juni 2019 bilden sich rund 7000 Ärzte, Wissenschaftler und nichtärztliche Mitglieder des Diabetes-Behandlungsteams im Rahmen der 54. Jahrestagung der DDG in Berlin fort.

„Bis vor kurzem wurde der Typ-2-Diabetes als eine chronisch fortschreitende Erkrankung angesehen, die aufgrund einer zunehmend versagenden Insulinproduktion letztlich lebenslang mit Medikamenten bzw. Insulin behandelt werden muss“, erklärt Professor Dr. Michael Roden, Kongresspräsident des Diabetes Kongresses 2019. „Während die Insulintherapie für den Typ-1-Diabetes lebenslang erforderlich ist, gibt es aber nun zunehmend Hinweise, dass sowohl Lebensstilinterventionen als auch Bariatrische Chirurgie den Verzicht auf Medikamente bei Typ-2-Diabetes ermöglichen können.“
Ergebnisse der britischen DiRECT-Studie zeigten, dass eine mittels Formula-Nahrung stark kalorienreduzierte Kost und die damit vebundene deutliche Gewichtsabnahme eine Remission des Typ-2-Diabetes ermöglichen könnten: An der Studie nahmen 298 übergewichtige Patienten teil. Der Hälfte gelang es, ihren Blutglukosewerte wieder zu normalisieren und auf Medikamente zu verzichten. Je mehr sie abnahmen, desto größer war der Behandlungserfolg: Bei Patienten, die mehr als 15 Kilogramm verloren, kam es bei etwa 85 Prozent zu einer Diabetes-Remission. „Studienleiter Professor Roy Taylor von Universität Newcastle-Upon-Tyne wird auf dem Diabetes Kongress sein strukturiertes Gewichtsreduktionsprogramm darstellen“, berichtet Professor Roden. „Dabei werden wir auch diskutieren, warum sich nach zwei Jahren nur mehr etwa ein Drittel der Teilnehmer noch in Remission befanden und wie kosteneffizient das Programm ist“. Eine andere zunehmend häufige angewandte Strategie ist die Bariatrische Chirurgie, deren Erfolge bei Typ-2-Diabetes Professor Francesco Rubino vom Kings College London erörtern wird. Derzeit sind der Magen-Bypass und die Sleeve-Gastrektomie sehr erfolgreiche Operationsmethoden, mittels denen bei stark übergewichtigen Betroffenen eine Normalisierung der Blutglukosedwerte erreicht werden kann. Bei beiden Operationstechniken wird der Magen verkleinert, beim Magen-Bypass zudem noch ein Teil des Dünndarms „ausgeschaltet“.
Eine Remission ist allerdings nicht gleichbedeutend mit einer Heilung. „Remission ist definiert als nichtdiabetischer Zustand ohne glukosesenkende Medikamente – dieser kann eventuell nur vorübergehend sein“, betont Professor Roden, der auch Direktor der Klinik für Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikums Düssldorf ist. „Entscheidend für den Vergleich der verschiedenen Interventionen werden die langfristigen Erfolge und vor allem die Verhinderung beziehungsweise Verringerung von Diabetes-bedingten Folgeerkrankungen und Komplikationen sein.“ Das Symposium „Curing diabetes – dream or reality” findet im Rahmen des Diabetes Kongresses am Freitag, den 31. Mai 2019 statt. Alle Informationen zum Diabetes Kongress 2019 sind im Internet unter www.diabeteskongress.de zu finden.

Terminhinweis für Journalisten und alle Interessierten: Diabetes-Lauf (5,5 km Lauf oder Walk) Himmelfahrt, Donnerstag, den 30.5.2019 Eröffnung: 17.45 Uhr Warm-Up mit Europameister Daniel Schnelting Start: 18.00 Uhr, City Cube, Berlin
Terminhinweise für Journalisten:
Pressekonferenz im Vorfeld des Diabetes Kongresses 2019, 54. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) Diabetes – nicht nur eine Typ-Frage! Termin: Donnerstag, 23. Mai 2019, 11.00 bis 12.00 Uhr Ort: Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz, Raum 4 Anschrift: Schiffbauerdamm 40/Ecke Reinhardtstraße 55, 10117 BerlinVorläufige Themen und Referenten:Kommen wir der „Heilung“ bei Diabetes Typ 2 näher? Welche Bedeutung Remission und Vorbeugung von Komplikationen haben Professor Dr. med. Michael Roden Kongresspräsident Diabetes Kongress 2019, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ), Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung an der Heinrich-Heine-Universität DüsseldorfSchlechte Umwelt, viele Kranke: Warum Verhältnisprävention der Schlüssel den Diabetes-Tsunami stoppen kann Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), Medizinische Klinik I, Universitätsklinikum der RWTH AachenFrauen sind anders krank als Männer: Geschlechtsspezifische Behandlung des Diabetes Dr. med. Julia Szendrödi, Ph.D. Leiterin Klinisches Studienzentrum Deutsches Diabetes-Zentrum (DDZ), Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung an der Heinrich-Heine-Universität DüsseldorfWie viel Alkohol ist bei Diabetes gesund? Univ.-Professor Dr. med. Joachim Spranger Direktor der Klinik für Endokrinologie, Stoffwechsel- und Ernährungsmedizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin


Kongress-Pressekonferenz anlässlich des Diabetes Kongresses Neue wissenschaftliche Ansätze und Therapien für Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2
Termin: Donnerstag, 30. Mai 2019, 11.00 bis 12.00 Uhr Ort: Saal M4, Level 3, CityCube Berlin Anschrift: Haupteingang Messedamm, Messedamm 26, 14055 Berlin
Vorläufige Themen und Referenten: „Diabetes – nicht nur eine Typ-Frage!“ Neue Behandlungsmöglichkeiten von Lebererkrankungen als Komplikation bei Diabetes Typ 2 Professor Dr. med. Michael Roden Kongresspräsident Diabetes Kongress 2019, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ), Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung an der Heinrich-Heine-Universität DüsseldorfPoly-Agonisten: Synthetische Hormone zur individualisierten Behandlung bei Typ-2-Diabetes: Entdeckung, Mechanismen und klinische Wirksamkeit Univ.-Professor Dr. med. Matthias Tschöp Preisträger der Langerhans-Medaille 2019, Research Director, Helmholtz Diabetes Center; Direktor des Instituts für Diabetes und Adipositas, Helmholtz Zentrum München, Lehrstuhl für Stoffwechselerkrankungen, Technische Universität MünchenEs gibt mehr als 1 und 2: Neue Diabetes-Typen und Subklassen Univ.-Professor Dr. med. Andreas Fritsche Leiter der Abteilung „Prävention und Therapie des Typ 2 Diabetes“ am Institut für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen am Universitätsklinikum Tübingen Wenn zwei Stoffwechselkrankheiten zusammenkommen: Diabetes und Polyzystisches Ovarialsyndrom Ovarsyndrom (PCOS) Privatdozentin Dr. med. Susanne Reger-Tan Oberärztin der Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen am Universitätsklinikum Essen


 


Kongress-Pressekonferenz anlässlich des Diabetes Kongresses Versorgung und Digitalisierung
Termin: Freitag, 31. Mai 2019, 11.00 bis 12.00 Uhr Ort: Saal M4, Level 3, CityCube Berlin Anschrift: Haupteingang Messedamm, Messedamm 26, 14055 BerlinVorläufige Themen und Referenten: Versorgungsengpässen vorbeugen, Nachwuchs in der Diabetologie fördern Professor Dr. rer. nat. Annette Schürmann Vorstandsmitglied der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), Sprecherin des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung e.V. (DZD) und Leiterin der Abteilung Experimentelle Diabetologie am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) Vom „Datenfeldweg“ zur „Datenautobahn“: Digitalisierung muss Menschen mit Diabetes zugutekommen Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), Medizinische Klinik I, Universitätsklinikum der RWTH AachenWie Telemedizin die Beratung von Menschen mit Diabetes ergänzt Dr. med. Simone von Sengbusch Oberärztin in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des UKSH, Campus Lübeck, und Leiterin der „Mobilen Diabetes-Schulung Schleswig-Holstein“ (MDSH)
So profitiere ich von der telemedizinischen Betreuung Patient, N.N.
Wenn Zucker das Herz aus dem Takt bringt: Kardiovaskuläre Erkrankungen bei Diabetes Univ.-Professor Dr. med. Nikolaus Marx Direktor der Medizinischen Klinik I, Klinik für Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin am Universitätsklinikum RWTH Aachen


Jetzt bewerben für die DDG Medienpreise 2019! Die DDG vergibt im Jahr 2019 in vier Kategorien Medienpreise, die mit insgesamt 6.000 Euro dotiert sind. Es können Print-, Fernseh- und Hörfunk sowie Online-Beiträge (Websites, Blogs oder Online-Videos) eingereicht werden, die zwischen dem 1. August 2018 und dem 31. Juli 2019 publiziert wurden. Einsendeschluss ist der 31. Juli 2019. Weitere Informationen auf der DDG Webseite.

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