lifePR
Pressemitteilung BoxID: 688246 (Deutsche Bundesstiftung Umwelt)
  • Deutsche Bundesstiftung Umwelt
  • An der Bornau 2
  • 49090 Osnabrück
  • http://www.dbu.de
  • Ansprechpartner
  • Wolfgang Löwe
  • +49 (5163) 988680

Herzogsberge jetzt auch juristisch Eigentum der DBU

Niedersachsen: Erste Naturerbefläche des dritten Flächenpaketes notariell beurkundet

(lifePR) (Cremlingen, ) Herzogsberge gehört jetzt der DBU Naturerbe GmbH: Mit der notariellen Beurkundung des Schenkungsvertrages ist der letzte Schritt getan, um die gemeinnützige Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) als Eigentümer der ehemals militärisch genutzten Fläche ins Grundbuch einzutragen. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern vor Ort kümmert sie sich um den Naturschutz auf dem rund 130 Hektar (ha) großen Areal. Bisherige Eigentümerin war die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). „Mit der notariellen Unterzeichnung der einzelnen Schenkungsverträge übernehmen wir vollständig die Verantwortung“, betonte Josef Feldmann, Prokurist des DBU-Naturerbes. „Unser Ziel ist, die Fläche möglichst in einem naturschutzfachlich optimierten Zustand für nachfolgende Generationen zu erhalten.“ Für Niedersachsen ist Herzogsberge die erste Fläche des dritten Pakets zum Nationalen Naturerbe, die jetzt juristisch Eigentum der DBU ist. „Dass es gelungen ist, die Herzogsberge noch in diesem Jahr notariell zu übertragen, unterstreicht einmal mehr die hervorragende Zusammenarbeit zwischen DBU und Bundesanstalt“, so Christian Kühl, Mitarbeiter der BImA, Sparte Bundesforst.

Gemeinsam Sorge tragen: Naturerlebnisse ermöglichen und gleichzeitig Natur schützen

Das ehemals militärisch genutzte Gelände, das teilweise an den Ortsrand von Cremlingen grenzt, hat einen sehr hohen naturschutzfachlichen Wert. Besonders die großen und artenreichen, extensiv bewirtschafteten Grünlandflächen bieten vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten wie Orchideen Lebensraum. Kreuzkröte und Springfrosch sind gefährdete Amphibienarten, die hier in kleinen Feuchtbiotopen Nahrung und Schutz finden. „Diesen Naturschatz vor der Haustür Cremlingens wollen wir bewahren. Gleichzeitig wollen wir Naturerlebnisse für die Bürger möglich machen“, so Feldmann. Unter Einbeziehung der Gemeinde und der zuständigen Behörden wird derzeit ein Wegekonzept erarbeitet, das einerseits Wanderungen in der Natur zulässt, andererseits aber auch besonders sensible Zonen sichern wird. Feldmann: „Wir müssen gemeinsam Sorge tragen, dass sich das Schützenswerte auf der DBU-Naturerbefläche Herzogsberge ungestört entwickeln kann.“

Plan legt Maßnahmen der kommenden zehn Jahre fest - Ansprechpartner bleibt Bundesforst

2016 erfolgte in Anwesenheit von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks die Unterzeichnung eines Rahmenvertrages mit der BImA - Herzogsberge ist seitdem eine von fünf niedersächsischen Flächen der dritten Tranche des Nationalen Naturerbes, die in den Besitz des DBU Naturerbes übergehen. Seit Oktober 2017 verantwortet die Stiftungstochter alle Maßnahmen auf der Fläche. Die Maßnahmen für die kommenden zehn Jahre werden Mitarbeiter des DBU-Naturerbes in einem Managementplan, dem Naturerbe-Entwicklungsplan, erarbeiten und vor Ort abstimmen. Ansprechpartner dort bleiben die Mitarbeiter der jeweiligen Bundesforstbetriebe.

DBU-Tochter übernimmt 70 Flächen mit insgesamt 69.000 Hektar vom Bund

33 Flächen gehörten zum ersten Paket des Nationalen Naturerbes, die sogenannte erste Tranche, die nach dem Koalitionsvertrag von 2005 im Jahre 2008 von der BImA an das DBU Naturerbe übertragen worden waren. Mit der zweiten Tranche folgten 2013 weitere 14 Liegenschaften. Jüngst erfolg-te auch die Übertragung der dritten Tranche, so dass dem DBU Naturerbe nun insgesamt 70 bedeutsame Flächen in Deutschland anvertraut wurden. Das DBU Naturerbe versteht sich mit Blick auf das Nationalen Naturerbe als Treuhänder für nachfolgende Generationen. Auf den insgesamt rund 69.000 Hektar in zehn Bundesländern sollen offene Lebensräume mit ihren oft seltenen Arten durch zielgerichtete Pflege bewahrt, naturnahe Wälder möglichst ohne menschlichen Eingriff zu Wildnis entwickelt, artenarme Forste in naturnahe Wälder überführt und Feuchtgebiete sowie Fließ- und Stillgewässer ökologisch aufgewertet oder erhalten werden.