Freitag, 20. Oktober 2017


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Mittelaufkommen am deutschen Rentenmarkt im August 2008 gesunken

Rentenmarkt

Frankfurt, (lifePR) - Das Emissionsvolumen am deutschen Rentenmarkt blieb im August 2008 mit einem Brutto-Absatz von 135,9 Mrd ¤ hinter dem Vormonatswert (147,2 Mrd ¤) zurück. Bei ebenfalls gesunkenen Tilgungen und unter Berücksichtigung der Eigenbestandsveränderungen der Emittenten belief sich der Netto-Absatz auf 45,5 Mrd ¤, verglichen mit 11,3 Mrd ¤ im Monat davor. Der Umlauf ausländischer Schuldverschreibungen am deutschen Markt verringerte sich im Berichtsmonat um 2,3 Mrd ¤, wobei der Rückgang per saldo ausschließlich auf Euro lautende Papiere betraf.

Unter den Schuldnern nahm die öffentliche Hand im August den Kapitalmarkt mit 13,0 Mrd ¤ in Anspruch. Der Bund emittierte Schuldverschreibungen für 11,0 Mrd ¤, und zwar insbesondere zehnjährige Bundesanleihen (9,0 Mrd ¤), Bubills (1,8 Mrd ¤) und zweijährige Schatzanweisungen (0,6 Mrd ¤). Zugleich tilgte er 30-jährige Anleihen, Bundesschatzbriefe, Finanzierungsschätze und Bundesobligationen für insgesamt 0,6 Mrd ¤. Der Umlauf von Schuld­verschreibungen der Länder erhöhte sich im Ergebnis um 2,0 Mrd ¤.

Heimische Kreditinstitute nahmen im Berichtsmonat netto 4,3 Mrd ¤ auf.

Dabei setzten sie Sonstige Bankschuldverschreibungen (3,2 Mrd ¤), Hypothekenpfandbriefe (2,5 Mrd ¤) und Schuldverschreibungen von Spezialkreditinstituten (1,3 Mrd ¤) ab. Dagegen ging der Umlauf Öffentlicher Pfandbriefe um 2,6 Mrd ¤ zurück.

Inländische Unternehmen beanspruchten den Rentenmarkt im Berichts­monat per saldo mit 28,1 Mrd ¤. Hintergrund ist unter anderem eine umfangreiche Verbriefungstransaktion.

Heimische Kreditinstitute waren die bedeutendste Erwerbergruppe am deutschen Rentenmarkt (27,2 Mrd ¤). Sie konzentrierten sich ausschließlich auf Titel inländischer Provenienz. Auch ausländische Investoren stockten ihre deutschen Rentenportefeuilles kräftig auf (21,6 Mrd ¤). Inländische Nichtbanken gaben dagegen insgesamt gesehen Schuldverschreibungen für 5,6 Mrd ¤ ab.

Aktienmarkt

Am deutschen Aktienmarkt haben inländische Gesellschaften im Berichtsmonat junge Aktien für 0,4 Mrd ¤ begeben; dabei handelte es sich fast ausschließlich um börsennotierte Unternehmen. Etwas höher fiel der Absatz ausländischer Dividendentitel am deutschen Markt aus (1,3 Mrd ¤). Beim Erwerb traten primär inländische Nichtbanken in Erscheinung (8,2 Mrd ¤).

Heimische Kreditinstitute standen hingegen überwiegend auf der Verkäufer­seite (0,8 Mrd ¤). Ausländische Anleger veräußerten ebenfalls inländische Dividendenwerte, und zwar für per saldo 5,6 Mrd ¤.

Investmentfonds

Inländische Investmentfonds verzeichneten im August Mittelzuflüsse in Höhe von netto 1,9 Mrd ¤. Wie schon im Vormonat konnten lediglich die institutionellen Anlegern vorbehaltenen Spezialfonds Anteilscheine absetzen (2,5 Mrd ¤), während inländische Publikumsfonds verwaltete Mittel in Höhe von 0,6 Mrd ¤ an Anleger zurückzahlten. Betroffen von diesen Mittel­abzügen waren vor allem Rentenfonds (0,9 Mrd ¤) sowie in geringerem Umfang Geldmarkt- und Aktienfonds (jeweils 0,3 Mrd ¤). Dagegen kamen bei Offenen Immobilienfonds (0,5 Mrd ¤), Gemischten Wertpapierfonds und Gemischten Fonds (jeweils 0,2 Mrd ¤) Mittel auf. Auch ausländische Investmentfonds verzeichneten Mittelzuflüsse durch deutsche Investoren (1,1 Mrd ¤).

Erworben wurden Investmentanteile im August vorwiegend von gebietsansässigen Nichtbanken (2,6 Mrd ¤) sowie von heimischen Kredit­instituten (0,7 Mrd ¤). Ausländer gaben hingegen per saldo Anteilscheine für 0,3 Mrd ¤ ab.

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