Erfolgsmodell Selbsthilfekontaktstelle

33. Jahresfachtagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. mit Schirmherrin Frau Ministerin Steffens (NRW)

(lifePR) ( Berlin, )
"Tradition bewahren - Zukunft gestalten: Erfolgsmodell Selbsthilfekontaktstelle" - Jahrestagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. (DAG SHG) vom 30. Mai bis 01. Juni in Düsseldorf. Schirmherrin der dreitägigen Konferenz für Fachkräfte aus Selbsthilfekontaktstellen und -unterstützungseinrichtungen ist die Gesundheitsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen Barbara Steffens (Bündnis 90/Die Grünen).

Mit einem Grußwort der Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, Barbara Steffens (Bündnis 90/Die Grünen), wird am 30. Mai in der Jugendherberge Düsseldorf die 33. Jahrestagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. (DAG SHG) eröffnet. Unter dem Motto "Tradition bewahren - Zukunft gestalten" diskutieren gut 140 Fachleute drei Tage lang über veränderte gesellschaftliche Anforderungen an die professionelle Selbsthilfeunterstützung in Selbsthilfekontaktstellen.

In einem Impulsreferat wird der Pädagoge Dr. Holger Preiß (Würzburg) zu Beginn der Veranstaltung seine Studie zur gesundheitsbezogenen virtuellen Selbsthilfe vorstellen. Unter dem Titel "Online-Selbsthilfe - Ausverkauf von Solidarität? Bedrohung für Selbsthilfegruppen?" wird es dabei um die Chancen virtueller Selbsthilfe für kranke Menschen und ihre Angehörigen gehen.

Bis zum 1. Juni beschäftigen sich die Tagungs-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer in insgesamt zehn Workshops mit der fachlichen Qualität und der Finanzierung der professionellen Selbsthilfeunterstützung, der Organisation von Patienten- und Gremienvertretungen und der Neutralität und Unabhängigkeit von Selbsthilfegruppen. Weitere Themen sind unter anderem spezifische Förderbedingungen durch die Krankenkassen, Selbsthilfeunterstützung in der Pflege, neue Formen der Selbsthilfeaktivierung durch Selbsthilfekontaktstellen und verschiedene soziale Milieus als Handlungsräume.

Zum Abschluss der Tagung wird der Sozialpsychologe Prof. Dr. Heiner Keupp (München) über die Bedeutung sozialer Beziehungen für die Selbstsorge des Individuums referieren. In der abschließenden Plenardiskussion werden Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Verwaltung, Versorgung, der Selbsthilfe und der Selbsthilfeunterstützung ihre Handlungsstrategien für die Unterstützung von Prozessen der Selbstorganisation in der nächsten Generation vorstellen. Das Plenum wird in einem Voting-Verfahren die Vorschläge abstimmen und diskutieren.

Die bundesweite Fachtagung der DAG SHG zur Fortbildung von Fachkräften der Selbsthilfeunterstützung findet in diesem Jahr in Kooperation mit dem Selbsthilfe-Service-Büro Düsseldorf und der KOSKON, Selbsthilfekoordination NRW, statt und wird gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit, vom Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen und vom AOK Bundesverband.

Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. (DAG SHG) mit Sitz in Gießen ist der Fachverband der Selbsthilfeunterstützung auf Bundesebene. Als einer der vier maßgeblichen Spitzenorganisationen der Selbsthilfe und anerkannter Vertreterverband der Patienteninteressen nach Paragraph 140 f Fünftes Sozialgesetzbuch (§ 140 f SGB V) erarbeitet sie Informationen und fachliche Empfehlungen zur Selbsthilfe und Selbsthilfeunterstützung sowie fachpolitische Stellungnahmen. Die DAG SHG hat zudem durch die Trägerschaft von Einrichtungen auf Bundes-, Landes- sowie regionaler Ebene einen breiten Einblick in die Selbsthilfe. Auf Bundesebene ist sie Trägerin der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS), auf Landesebene sind ihr die Koordination für Selbsthilfe NRW (KOSKON) und das Selbsthilfebüro Niedersachsen angeschlossen. Auf regionaler Ebene arbeitet die Selbsthilfe-Kontaktstelle Gießen in ihrer Trägerschaft.

In Deutschland engagieren sich rund 3,5 Millionen Menschen in 70.000 bis 100.000 Selbsthilfegruppen. An 320 Orten in Deutschland gibt es zudem Unterstützungsangebote von Kontakt-, Beratungs- und Vernetzungsstellen. Ausgangspunkt des Engagements ist die gemeinsame Betroffenheit von einem gesundheitlichen oder sozialen Problem. Rund zwei Drittel bis drei Viertel der Selbsthilfegruppen haben ihren Themenschwerpunkt in den Bereichen Erkrankung und Behinderung. Andere Gruppen engagieren sich in der sozialen Selbsthilfe, zum Beispiel in den Bereichen Familie, Erziehung, Alter, Migration oder im Kontext von Lebensproblemen und Lebenskrisen. Das Themenspektrum von Selbsthilfegruppen reicht von Allergie bis Zeckenbiss, Alleinerziehend bis Zwillingselternschaft, Arbeitslosigkeit bis Zölibat.
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