Samstag, 23. September 2017


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Tagung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft "Miteinander - Füreinander"

Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen in die Gemeinschaft einbeziehen

Berlin, (lifePR) - Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft lud am 4. Juni 2012 zur Tagung "Miteinander - Füreinander" nach Berlin ein, um die Ergebnisse des Projekts "Mehrgenerationenhäuser als Orte für Demenzkranke und ihre Angehörigen" vorzustellen. In Vorträgen und Workshops erhielten die rund 120 Tagungsteilnehmer vielfältige Anregungen, um Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen in Mehrgenerationenhäusern aber auch an anderen Orten in die Gemeinschaft einzubeziehen.

"Das Miteinander ist die Voraussetzung für ein Füreinander", erklärte Helga Rohra, Demenzbetroffene und Vorstandsmitglied der Alzheimer Gesellschaft München, in ihrem Vortrag. Wie Gelegenheiten für ein Miteinander in Mehrgenerationenhäusern oder auch an anderen Begegnungsorten geschaffen werden können, beispielsweise durch Tanz-Cafés, Ausflüge und Aktionen, bei denen Jung und Alt sich begegnen, stellten Referenten aus ganz Deutschland dar.

Swen Staack, Vorstandsmitglied der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, sagte bei seiner Begrüßung: "Es geht darum, der sozialen Isolation von Menschen mit Demenz vorzubeugen". Der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Thomas Klie, Evangelische Hochschule Freiburg, verwies auf den 6. Altenbericht der Bundesregierung, der davor warnt, Menschen mit Demenz lediglich als "Pflegefälle" wahrzunehmen. Auch Menschen, die an einer Demenz erkranken, hätten noch viele Möglichkeiten und ein Recht darauf, am Leben und der Gesellschaft teilzuhaben.

In drei Workshops konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren, worauf beim Aufbau von Unterstützungsangeboten für Angehörige und Menschen mit Demenz und bei der Initiierung von Demenz-Netzwerken zu achten ist. Die vorgestellten Projekte inspirierten zur Nachahmung. Eine Teilnehmerin brachte es auf den Punkt, als sie sagte: "Da möchte ich doch bei uns sofort ein Tanz-Café ins Leben rufen, weil so viel Lebenslust und Freude zu sehen ist". Anregungen und Informationen erhalten Mehrgenerationenhäuser und andere Einrichtungen ab sofort durch die Broschüre "Miteinander - Füreinander. Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen in der Gemeinschaft", die gerade erschienen ist und auf der Tagung vorgestellt wurde.

Das Projekt "Mehrgenerationenhäuser als Orte für Demenzkranke und ihre Angehörigen" und die daraus entstandene Broschüre wurden vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Die Broschüre: Deutsche Alzheimer Gesellschaft: Miteinander - Füreinander. Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen in der Gemeinschaft. 1. Auflage 2012, 100 Seiten + DVD, 10 Euro. Bestelladresse siehe unten.

www.deutsche-alzheimer.de

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.

Heute leben in Deutschland etwa 1,2 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Ungefähr 60% davon leiden an einer Demenz vom Typ Alzheimer. Ihre Zahl wird bis 2050 auf 2,6 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz ist der Bundesverband von derzeit 127 regionalen Alzheimer-Gesellschaften, Angehörigengruppen und Landesverbänden. Sie nimmt zentrale Aufgaben wahr, gibt zahlreiche Broschüren heraus, organisiert Tagungen und Kongresse und unterhält das bundesweite Alzheimer-Telefon mit der Service-Nummer 01803 - 171017 (9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz) oder 030 / 259 37 95-14 (Festnetztarif).

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