Montag, 29. Mai 2017


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Minister Gröhe besucht Deutsche AIDS-Hilfe

Bundesgesundheitsminister würdigt 30 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit. Gröhe: Neuinfektionsrate gemeinsam senken, Ausgrenzung verhindern

(lifePR) (Berlin, ) Bei einem Besuch in der Geschäftsstelle der Deutschen AIDS-Hilfe in Berlin hat sich Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) heute über die Arbeit des Verbandes informiert - 30 Jahre nach Beginn der erfolgreichen Zusammenarbeit staatlicher Stellen mit der Selbsthilfe-Organisation in der HIV-Prävention.

Vorstand und Geschäftsführung der Deutschen AIDS-Hilfe erläuterten dem Minister in einem einstündigen Gespräch aktuelle Herausforderungen und Strategien. Dabei kamen auch Themen wie die Auswirkungen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) auf Prävention und Gesundheitsvorsorge sowie die Situation von HIV-positiven Flüchtlingen, Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern und Menschen in Haft zur Sprache.

"Wertvoller Beitrag"

Bundesgesundheitsminister Gröhe würdigte das langjährige Engagement der zivilgesellschaftlichen Organisation:

"Deutschland gehört heute zu den Ländern mit den niedrigsten HIV-Neuinfektionsraten in Europa. Das ist auch Ergebnis der guten Präventionsarbeit, zu der die Deutsche AIDS-Hilfe seit 30 Jahren einen wertvollen Beitrag leistet. Diesen Weg müssen wir fortsetzen. Es geht darum, durch Information und Aufklärung weiter daran zu arbeiten, die Neuinfektionsrate zu senken. Dazu gehört auch, dass wir die vorhandenen Ängste und Unsicherheiten in der Bevölkerung ernst nehmen und weiter über die Krankheit und den Umgang mit HIV informieren. Das Wissen um den Umgang mit HIV ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, eine Ausgrenzung von Menschen mit HIV zu verhindern."

Seit genau 30 Jahren wird die Präventionsarbeit der Deutschen AIDS-Hilfe vom Bundesministerium für Gesundheit beziehungsweise der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gefördert, zurzeit mit rund 5 Millionen Euro pro Jahr.

Erfolgreiche Arbeitsteilung

Während die staatlichen Stellen die Prävention für die Allgemeinbevölkerung leisten, stellt die Deutsche AIDS-Hilfe spezielle Angebote für die am stärksten von HIV betroffenen oder bedrohten Gruppen bereit (schwule Männer, Drogenkonsumenten, Menschen in Haft, Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter, Menschen aus Ländern, in denen HIV besonders häufig vorkommt).

Die systematische Kooperation mit einer Selbsthilfeorganisation in der Prävention von HIV/Aids, Hepatitis und anderen sexuell übertragbaren Infektionen gilt international als vorbildlich und ist sehr erfolgreich: Die Rate der HIV-Neuinfektionen in Deutschland ist so niedrig wie in kaum einem anderen europäischen Land.

"Teil der Lösung"

Manuel Izdebski vom Vorstand der Deutschen AIDS-Hilfe dankte dem Minister für die 30-jährige Zusammenarbeit mit dem Ministerium und erinnerte an die historische Weichenstellung der ehemaligen Bundesgesundheitsministerin Rita Süssmuth (CDU) in den frühen 80er Jahren:

"Menschen mit HIV und die besonders stark betroffenen Gruppen sind in der deutschen Prävention von Anfang an als Experten in eigener Sache und als Teil der Lösung betrachtet worden. Repression wurde als schädlich erkannt, stattdessen setzen wir gemeinsam darauf, Menschen stark zu machen, damit sie aufgeklärte und eigenverantwortliche Entscheidungen für ihre Gesundheit treffen können. Dieses Prinzip ist der Grundstein unseres gemeinsamen Erfolges und Leitstern für die Präventionsarbeit der Zukunft."

Die Deutsche AIDS-Hilfe wurde 1983 gegründet und wird seit 1985 mit öffentlichen Mitteln gefördert. Sie ist der Dachverband von 120 Mitgliedsorganisationen.

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