Montag, 23. April 2018


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Lernstoff Ganztagesschule

Zwischenbilanz: Projekt Gemischtes Doppel - Jugendhilfe und Schule

Weil im Schönbuch, (lifePR) - Das Land will in den kommenden Jahren 16 Millionen Euro zum Ausbau der Ganztagsschulen investieren. Das ist ein wichtiger Schritt für mehr Bildungsgerechtigkeit und Teilhabechancen für junge Menschen in Baden-Württemberg. Die Entwicklung hin zur Ganztagsschule macht eine verbindliche Kooperation von Schule, Jugendhilfe und Kommune erforderlich. Denn im gelungenen Zusammenspiel können sie gemeinsam die Angebote der Ganztagsschule bedarfsgerecht und sozialraumorientiert gestalten und gleichzeitig flexibel auf die Bedürfnisse der Eltern und Kinder eingehen. Nur so können alle Schülerinnen und Schüler gleichermaßen profitieren. Die (Ganztags)Schule als Lernort mit optimalen Bildungsmöglichkeiten mitzugestalten, Das ist das Ziel des Projektes "Gemischtes Doppel - Jugendhilfe und Schule" des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Baden-Württemberg. Dabei soll das Potential der Jugendhilfeträger genutzt werden, um zusammen mit den Schulen vor Ort Standards für (Ganztags)Schulen zu entwickeln. Das Projekt wird mit lokalen Schul- und Jugendhilfeträgern in den drei Landkreisen Böblingen, Reutlingen und Tübingen durchgeführt. Die Laufzeit beträgt 3 Jahre.

In der Gemeinde Weil im Schönbuch entwickeln die Jugendhilfeeinrichtung Waldhaus gGmbH und die Grund und Werkrealschule Weil im Schönbuch gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern Angebote für eine Ganztagesbetreuung im Rahmen der künftigen Gemeinschaftsschule, damit aus dem "Lernraum Schule" ein Stück Lebenswelt wird. Die Gemeinde Weil im Schönbuch hat einen Antrag auf Gemeinschaftsschule für das kommende Schuljahr gestellt

"Zukünftig wird es nicht mehr nur um die Frage des Zusammenwirkens zweier Institutionen Jugendhilfe und Schule gehen. Es geht vielmehr um die Neujustierung des gesamten Bildungs-, Sozial- und Erziehungswesens zur Gestaltung kommunaler Bildungslandschaften. Nur so kann die Bildung und Entwicklung junger Menschen im Gemeinwesen gefördert werden", betonte Roland Berner, Leiter Kernteam "Jugend und Migration" beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg. "Unsere Vision von einer Schule der Zukunft ist eine ins Gemeinwesen integrierte Ganztagesschule, mit vielfältigen, für alle Kinder und Jugendlichen zugänglichen außerschulischen Bildungsangeboten. Das kann nur gelingen, wenn Erziehung und Bildung als gemeinsame Aufgabe von Schule und Jugendhilfe angesehen wird", so Berner.

Aus Sicht der Gemeinde Weil im Schönbuch ist es auch zwingend notwendig, mit Professionalität am Thema Jugend und Bildung weiterzuarbeiten. " Wir können doch nicht immer von einer Stärkung der Bildung reden und dann die Ganztagesschule ins Ehrenamt verlagern. Unser Konzept sieht vor mit dem Waldhaus ausgebildete Fachkräfte mit dem Management und Umsetzung der Ganztagesschule zu betrauen und ehrenamtlich Engagierte der Gemeinde aus den Vereinen und Kirchen mit ins Boot zu holen. Gemeinde - Schule - Waldhaus - quasi sogar ein gemischtes Trippel mit einer win-win-win-Situation für unsere Kinder und Jugendliche", sagte Bürgermeister Wolfgang Lahl von der Gemeinde Weil im Schönbuch. "Durch die hervorragende räumliche Situation, einer engagierten Lehrerschaft und nicht zuletzt der vorbildlichen und perfekten Umsetzung der Ganztagesschule mit dem Waldhaus sind optimale Voraussetzungen für das Lernumfeld einer Gemeinschaftsschule bereits heute geschaffen worden. Wir gehen fest von der Zusage des Kultusministeriums aus und hoffen auf eine baldige Nachricht."

"Die Grund und Werkrealschule Weil im Schönbuch ist die zentrale Anlaufstelle für einen Großteil der Jugendlichen der Gemeinde. Hier laufen auch verschiedene Angebote und Posten der Jugendhilfe zusammen. Deshalb haben wir das Angebot der Ganztagesbetreuung mitsamt der Leitung und Unterhaltung des Schülercafes zum Bestandteil des Projektes "Gemischten Doppel" in Weil im Schönbuch gemacht", erläuterte Hans Artschwager. Geschäftsführer der Waldhaus gGmbH. Dabei ist es unser übergeordnetes Ziel, aus dem "Lernraum Schule" einen "Lebensraum Schule" zu schaffen, der an den Bedürfnissen und Wünschen der Kinder orientiert ist."

"Wir sind auf dem Wege uns von einem Lernhaus zu einem stark vernetzten Lebenshaus zu entwickeln. Die Halbtags-schule, die sich im Wesentlichen eher auf Wissensvermittlung beschränkte, ist schon länger passe", ergänzt Stefan Walter, Konrektor der Grund und Werkrealschule in Weil im Schönbuch. Moderne Schulen gehen von einer ganzheitlichen, individuellen Förderung jedes einzelnen Schülers aus. Studien belegen, dass Schüler besonders an integrativen Ganztagesschulen ihre Potentiale am besten abrufen können. Dieses hohe Leistungsniveau ist unsere Messlatte. Entscheidend für das Gelingen ist auch die Professionalität des Angebots. Mit dem "Gemischten Doppel" ist eine ganztägige Förderung und Forderung durch erfahrene Profis sichergestellt, was uns besonders mit Stolz erfüllt. Damit haben wir in Weil ähnliche Verhältnisse, wie an finnischen Schulen, die bei der PISA-Studie hervorragend abschnitten. Eine bloße Nachmittagsbetreuung wie an manchen Schulen ist uns zu wenig. Ein Bildungsangebot hoher Qualität ist unser Anspruch. Die Investitionen des Schulträgers sind dabei gut angelegtes Geld für die Zukunft", so Walter.

Das Angebot bezieht sich auf vier Tage die Woche (Mo bis Do) und findet jeweils von 12.00 bis 14.00/15.30 Uhr statt. Die Bausteine Hausaufgaben- und Lernhilfe, Bewegungs- und Sportangebote sind dabei in einer parallelgeschalteten Weise angeordnet, um den Kindern einen rhythmisierten Nachmittag zu ermöglichen", sagte Marielle Bohm, Projektleiterin des "Gemischten Doppel - Jugendhilfe und Schule" in Weil im Schönbuch. "Wir erarbeiten die Freizeit- oder Lernmodule zusammen mit den Kindern. Dabei spielt die Flexibilität und große Vielfalt der Angebote eine wichtige Rolle, damit die vielseitigen Talente der Kinder auch zum Tragen kommen. Kochen, Backen, Basteln, Ballspiele, Klettern, Turnen, Spielen...all das steht auf dem Programm."

"Bei der Umsetzung unseres Ansatzes hat sich gezeigt, dass die Auswahl des Personals von immenser Bedeutung ist. Die Kinder brauchen feste Bezugspersonen, um eine persönliche Bindung aufbauen zu können. Deshalb ist es uns wichtig, dass an allen vier Tagen dieselben Personen mitarbeiten. Somit besteht ein fester Kreis aus Mitarbeitern, die vier Tage die Woche an der Schule sind und sich nachmittags intensiv mit den Kindern beschäftigen", erklärte Michael Groh, Bereichsleiter "Jugendsozialarbeit" bei der Waldhaus gGmbH..

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