Wie intelligenter Ultraschall die Krebsfrüherkennung revolutioniert

Moderne Diagnostik

(lifePR) ( Leipzig, )
Krebserkrankungen wesentlich früher erkennen als bisher?! Dank maschinengestützter Analyse von Bilddaten – wie Ultraschallbildern – wird das möglich. Der lernende Computer wertet eine große Anzahl diagnostischer Daten und Laborwerte aus. Diese Form der Künstlichen Intelligenz (KI) sorgt derzeit reihenweise für Erfolgsmeldungen. Wie KI in Zukunft Leben retten kann und ob sie eines Tages den Arzt ersetzen wird, darüber diskutieren  Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e. V. (DEGUM) auf einer Pressekonferenz am Donnerstag, den 17. Oktober 2019 in Leipzig im Rahmen des Dreiländertreffens der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Ultraschall-Fachgesellschaften. Beim Kongress gehört der Einsatz von KI zu den Highlight-Themen. So lautet der Titel des Eröffnungsvortrags: „Chancen und Risiken von KI in der Bildgebung“.

Künstliche Intelligenz ist nichts anderes als ein lernender Computer, der selbstständig Entscheidungen treffen kann. Gerade auch in der Medizin kann dies zum enormen Vorteil für den Patienten werden. Wie wirkungsvoll zum Beispiel eine Kombination aus Künstlicher Intelligenz und ultraschall-basierter Biopsie bei Patienten mit Prostatatumor ist, zeigt eine Studie aus dem World Journal of Urology (Vol 16; 2018). Das Ergebnis: Bei 97 Prozent der Patienten konnte durch eine mittels KI gezielt entnommene Gewebeprobe eine so exakte Diagnose gestellt werden, dass die Betroffenen nach zwölf Jahren entweder keinen Prostatakrebs zeigten oder geheilt waren.

„Die pro Patient entstehenden medizinischen Datenmengen explodieren“, erklärt Bernhard Mumm, Abteilung Strategic Innovation der TOMTEC Imaging Systems GmbH. Der Gastredner, der bei der Kongresseröffnung den Vortrag „Chancen und Risiken von KI in der Bildgebung“ halten wird, betont, dass in Zukunft kein Arzt die Zeit haben werde, tausende von Computertomografie- oder Ultraschallbilder im Detail anzuschauen und diese mit den ergänzenden Laborwerten abzugleichen. KI kann aber alle diagnostischen Parameter wie Biomarker, Blutwerte, Risikofaktoren, Ultraschallaufnahmen und andere Bilddaten zusammenfassen und mit großen Datenbanken vergleichen. Zudem wird medizinisches Personal immer knapper. „Gemäß einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden in 15 Jahren weltweit rund 13 Millionen Ärzte und medizinisches Personal fehlen“, so Mumm. „Hier kann KI helfen, die medizinische Versorgung zu verbessern und auch die Kosten der Gesundheitsversorgung zu senken.“ Die große Hoffnung ist also, dass KI die Medizin nicht nur besser, sondern auch bezahlbarer macht.

Wie jede neue Technologie löst auch Künstliche Intelligenz Probleme und Ängste aus. „Viele Fragen sind noch nicht gelöst, wie etwa rechtliche und regulatorische Probleme, Datenschutz oder Haftungsfragen“, sagt Bernhard Mumm. Wer haftet zum Beispiel bei einer falschen Diagnose des KI-Algorithmus? Und müssen Mediziner Angst vor der Künstlichen Intelligenz haben? „Ich glaube“, so Mumm, „dass es die KI dem Arzt ermöglicht, wieder mehr Zeit für den Patienten und schwierige Fälle zu haben, weil sie die Routinediagnostik übernehmen kann.“
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.