Strom und Wärme hausgemacht

Wie Mieter in Berlin-Köpenick vom Mini-Kraftwerk im eigenen Haus profitieren / Pilotprojekt von degewo und GETEC ENERGIE AG

(lifePR) ( Berlin, )
Strom und Wärme aus dem Mini-Kraftwerk im eigenen Haus? Ein haus-eigener, günstiger Stromtarif? Was sich für die meisten noch nach ferner Zukunft anhört, ist für Mieter der Neubauwohnungen in der Köpenicker Joachimstraße bereits Wirklichkeit. Um für eine kostengünstige, klima-schonende und intelligente Energieversorgung zu sorgen, hat der Eigentümer degewo erstmals ein Blockheizkraftwerk (BHKW) sowie fernauslesbare Stromzähler, sogenannte Smart Meter, in Eigenregie in ein Wohngebäude eingebaut. Projektpartner ist der Energiedienstleister GETEC ENERGIE AG, der Stromlieferung, Energiedatenmanagement und Abrechnung übernimmt. In dem gemeinsamen Pilotprojekt werden nun die Erfahrungen mit der neuen Technologie und ihrer Nutzung durch die Mieter ausgewertet.

Die neu erbauten Mehrfamilienhäuser in der Köpenicker Joachimstraße 8 werden mit einem Erdgas-BHKW versorgt, das neben Wärme auch Strom produziert und dabei hocheffizient ist. Der Einsatz dieser Technologie ist für Berlins führendes Wohnungsunternehmen zwar nicht neu. In den vergangenen Jahren wurden mehrere große Anlagen unter anderem in Mariengrün und Köpenick errichtet. Neu ist allerdings, dass degewo und GETEC ENERGIE AG den Mietern in der Joachimstraße einen hauseigenen Stromtarif bieten. Über ihren individuellen Verbrauch können sich die Kunden jederzeit in einem geschützten Bereich im Internet informieren.

Zudem hat die Unternehmenstochter degewo Wärme GmbH ein solches Mini-Kraftwerk erstmals direkt in ein Wohngebäude eingebaut und betreibt die Anlage mittels Fernüberwachung. "Unser Anspruch ist es, dass wir neue Möglichkeiten und Wege ausprobieren. Nur so können wir den Service für unsere Mieter verbessern", sagt Ulrich Jursch, Geschäftsführer der degewo Wärme GmbH. Das BHKW im eigenen Haus schafft eine preisgünstige und vor allem umweltfreundliche Alternative zu den großen Energienetzen. "Unsere Mieter können damit Geld sparen und nebenbei etwas für die Umwelt tun", sagt Jursch.

Zusätzlich zum Mietvertrag haben die Mieter die Möglichkeit, einen Stromliefervertrag mit der GETEC ENERGIE AG abzuschließen. Das Angebot lohnt sich für die Mieter, denn der Tarif für den "hausgemachten Strom" ist preiswerter als der Tarif des örtlichen Grundversorgers. So sind - abhängig von Haushaltsgröße und Verbrauch - Einsparungen von bis zu 100 Euro im Jahr möglich. Dabei steht den Mietern völlig frei, ob sie den Strom aus dem hauseigenen BHKW beziehen möchten. "Durch die dezentrale Bezugslösung aus dem hauseigenen BHKW leisten die Mieter einen aktiven Beitrag zur Energiewende und reduzieren gleichzeitig die Kosten für den Strom. Die Mieter wissen, woher ihr Strom und ihre Wärme kommen und dass die Energie effizient und umweltschonend erzeugt wird", sagt Moritz Matthies, Leiter Business Development bei der GETEC ENERGIE AG.

Besonders praktisch für die Mieter: Sie können ihren Verbrauch in einem Internetportal stets im Blick behalten. Möglich machen dies sogenannte "Smart Meter", welche die Stromzähler elektronisch aus der Ferne ablesen. "Das System liest die Stromzähler automatisch aus und übermittelt die Werte dann an das Portal", erklärt Jursch. Das konkrete Projekt sei auch insofern ein Pilot, da die Dienstleistungen von GETEC standardisiert werden und das Energiedatenmanagement vollautomatisiert erfolgt, ergänzt Matthies.

Anders als bei der Stromproduktion in Großkraftwerken müssen beim Einsatz eines BHKW keine langen Strecken über öffentliche Netze in Kauf genommen werden, denn es befindet sich vor Ort. Die erzeugte Wärme geht nicht verloren, sondern kann direkt im angeschlossenen Haus genutzt werden. Zusätzlich zu den genannten Vorzügen sieht das umweltfreundliche Energieversorgungsmodell in der Joachimstraße vor, den nicht verbrauchten Strom in das Berliner Netz einzuspeisen.
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