Debeka-Gruppe mit starkem Wachstum - Private Krankenversicherung weiter im Aufwind

Bilanz 2018: 12,6 Mrd. Euro an Versicherungsleistungen / Mehr als 100 Mrd. Euro an Kapitalanlagen

(lifePR) ( Koblenz, )
Auch im Jahr 2018 war die Private Krankenversicherung der Debeka weiter im Aufwind. Insgesamt konnte der Marktführer 81.000 neue Mitglieder in der pri­vaten Vollversicherung gewinnen und erreichte damit den höchsten Zuwachs seit 2011. Die Beitragseinnahmen der Krankenversicherung überstiegen erst­mals die Marke von sechs Milliarden Euro. Innerhalb der genossenschaftlich geprägten Unternehmensgruppe trug die Krankenversicherung damit erneut zu einem deutlichen Beitragswachstum bei. Die Einnahmen der Debeka-Versi­cherungsgruppe erreichten im vergangenen Jahr 10,7 Milliarden Euro. Das ist eine Steigerung um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. An direkten und indi­rekten Versicherungsleistungen erbrachte die Versicherungsgruppe 12,6 Milli­arden Euro. Das sind zwei Milliarden mehr, als sie an Beiträgen eingenommen hat. Möglich ist dies durch drei Milliarden Euro an Erträgen aus Kapitalanlagen, die mittlerweile auf über 100 Milliarden Euro angewachsen sind. Für 400.000 Krankenversicherte, die keine Leistungen zur Abrechnung eingereicht hatten, zahlte die Debeka 2018 rund 290 Millionen Euro als Beitragsrückerstattung. Die Gruppe konnte 2018 insgesamt rund 720.000 neue Verträge abschließen und ihr Neugeschäft um 3,1 Prozent steigern. Sie betreut mittlerweile 20,8 Mil­lionen Verträge von nunmehr 7,2 Millionen Menschen.

Der Vorstandsvorsitzende der Debeka, Thomas Brahm, zeigte sich auf der Jahrespressekonferenz der Unternehmensgruppe mit den Ergebnissen 2018 zufrieden. „Die Private Krankenversicherung beweist nach wie vor, dass sie ein unverzichtbarer Teil des deutschen Gesundheitswesens ist“, erklärte Brahm in diesem Zusammenhang. Auch für das kommende Jahr sieht er nicht nur für die Krankenversicherung, sondern auch für alle Sparten weiterhin gute Wachs­tumschancen. Ein Grund dafür sei die Tatsache, dass mehr als die Hälfte der Mitglieder erst einen Vertrag bei der Debeka abgeschlossen habe.

Neben der Privaten Krankenversicherung wuchs 2018 auch die gesetzliche Krankenkasse der Debeka, die Debeka BKK, mit 12,4 Prozent besonders stark. Insgesamt kommt die Kasse mittlerweile auf 128.000 Versicherte. Sie zählt damit zu den 50 größten gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland.

Aber auch die anderen Unternehmen der Marke Debeka waren im vergange­nen Jahr von einem überdurchschnittlichen Wachstum geprägt. So konnte die Debeka Allgemeine Versicherung eine Steigerung der Einnahmen um fast sie­ben Prozent – auf 961 Millionen Euro – erreichen. Der Schaden- und Unfall­versicherer der Gruppe betreute am Jahresende rund 6,4 Millionen Verträge, davon rund zwei Millionen Unfallversicherungen. Das macht die Debeka zum zweitgrößten Unfallversicherer in Deutschland. Die Debeka Lebensversiche­rung wuchs um 3,7 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro Beitragseinnahmen und festigte damit ihre Marktposition.

Kundenurteile zur Debeka eindeutig
Zahlreiche Testergebnisse bescheinigten der Unternehmensgruppe auch 2018 eine hohe Produktqualität. So wurde beispielsweise die Debeka Lebensversi­cherung von den Wirtschaftsmagazinen Capital und WirtschaftsWoche für „überdurchschnittliche Leistungen“ mit fünf Sternen ausgezeichnet. Ähnliche Preise konnte auch die Debeka Krankenversicherung als „beste Private Kran­kenversicherung“ gewinnen, zum Beispiel in der Zeitschrift Euro. Aber auch in der Bewertung der Kunden konnte die Debeka im vergangenen Jahr erneut punkten. So kommt die Debeka Kranken beim Kundenmonitor Deutschland auf 98 Prozent zufriedene Kunden – die Bestplatzierung. Diese Bewertung spiegelt sich auch in Sachen „Vertrauen“ wider. Laut WirtschaftsWoche zählt die Debeka in diesem Bereich zu den Top 3 Unternehmen der Branche. Und in einer Erhebung des Handelsblatts wurde sie zu den Top 5 „Lieblingsmarken“ der Deutschen gewählt. Damit erhielt sie die Auszeichnung „Marke des Jahres 2018“.

Die Rating-Agentur Assekurata bestätigte in diesen Tagen die Rating-Urteile der drei Versicherungsunternehmen: Die Bestnote „exzellent“ für die Krankenversicherung und die Allgemeine Versicherung sowie „sehr gut“ für die Lebensversicherung – das ist die zweitbeste von insgesamt elf möglichen Bewertungen.

Debeka Lebensversicherung
Die Beitragseinnahmen der Debeka Lebensversicherung, viertgrößter Lebens­versicherer im Land, lagen mit 3,6 Milliarden Euro über dem Niveau des Vor­jahres. „Die neue Tarifwelt, die mit einer stärkeren Orientierung am Aktien­markt den Kunden trotz der Niedrigzinsphase zusätzliche Chancen auf eine stärkere Rendite für die Altersvorsorge bietet, wird von den Interessenten un­verändert gut angenommen“, erklärt Brahm. Dies gelte insbesondere für die Versicherungen mit einer Einmalzahlung, die 2018 ein Anlagevolumen von 287 Millionen Euro erreichten. Das entspricht einer Steigerung um 45 Prozent ge­genüber 2017. Auch die neue kapitalmarktnahe Riester-Rente konnte bei der Debeka im vergangenen Jahr um 31 Prozent zulegen, bestätigt der Vorstands­vorsitzende. Nach der Anzahl der Rentenversicherungspolicen – also ohne die klassischen Lebensversicherungen – ist die Debeka sogar der zweitgrößte Altersvorsorgeanbieter in Deutschland. Laut Brahm ist dies aber zunehmend ein schwieriges Gebiet, denn durch die Niedrigzinsphase seien viele Menschen beim Thema Altersvorsorge verunsichert. „Es ist wichtig, dass die Deutschen, die Jahrzehnte auf umfassende Garantien gesetzt haben, umdenken und die Chancen des Kapitalmarktes erkennen. Das bedeutet nicht, dass sie auf Sicherheiten verzichten müssen. Es gibt viele Sicherungsoptionen in der neuen Welt der Altersvorsorge. Durch die Niedrigzinsphase und die immer stärker werdenden Einflüsse der älter werdenden Bevölkerung besteht beim Thema Rente ein hoher Vorsorgebedarf. Die Deutschen müssen aufpassen, dass sie nicht in die Altersarmut geraten“, beschreibt Brahm die aktuelle Situation.

Betriebsrentenstärkungsgesetz: Das Rentenwerk
Um einer drohenden Altersarmut vorzubeugen, wurde mit dem Betriebsrenten­stärkungsgesetz ein neuer Weg für die betriebliche Altersvorsorge eröffnet. Mit dem sogenannten Sozialpartnermodell sollen künftig insbesondere auch klein- und mittelständische Unternehmen die Möglichkeit haben, ihren Mitarbeitern eine zusätzliche betriebliche Altersvorsorge anzubieten. „2019 muss die Reform in der Praxis ankommen“, sagt Vorstandsmitglied Dr. Normann Pankratz, der mit der Debeka einer der fünf Partner im genossenschaftlich geprägten Renten­werk ist, das von der Debeka geführt wird. „Künftig entscheiden die Sozialpart­ner über konkrete Altersvorsorge-Modelle in der reformierten Betriebsrente. Bisher haben sie sich aber noch nicht auf ein Angebot verständigt. Das ist schlecht für die zukünftigen Rentner-Generationen.“ Insgesamt, so Pankratz, sei das Gesetz ein wichtiger und richtiger Schritt. „Jetzt hoffen wir, dass das auch bei den Arbeitnehmern ankommt. Wir sind startklar und unsere Angebote für die Sozialpartner stehen.“

Fachkräfte gesucht
Nachdem die Debeka-Gruppe aufgrund der demographischen Entwicklung in den vergangenen Jahren Personalrückgänge verzeichnen musste, konnte die Zahl der Mitarbeiter Ende 2018 mit insgesamt 16.194 auf dem Niveau des Vorjahres stabilisiert werden. Jedoch verzeichnet das Unternehmen gerade an seinem Hauptsitz in Koblenz noch einen sehr hohen Fachkräftemangel, be­sonders im IT-Bereich. Dort sind aktuell rund 100 Stellen unbesetzt. In der Ausbildung und im dualen Studium befanden sich am Jahresende bei der Debeka 1.617 junge Menschen. Damit ist die Gruppe unverändert der größte Ausbilder der Versicherungsbranche.

Neue Kapitalanlage-Gesellschaft
Im Dezember startete die Debeka Asset Management GmbH (DebekAM) ihren Geschäftsbetrieb. Das Tochterunternehmen der Debeka Krankenversicherung soll künftig die Aktienanlagen der Debeka-Unternehmensgruppe eigenständig managen. Mit Aufnahme des Geschäftsbetriebes ist die DebekAM damit für Anlagen in Höhe von rund 400 Millionen Euro verantwortlich. Die neue Gesellschaft wird gleichzeitig auch ihre Aktienexpertise bei den chancenorientierten Rentenversicherungsprodukten der Debeka Lebensversicherung einbringen, die heute stärker am Kapitalmarkt partizipieren, um so trotz der Niedrigzinsphase eine rentable Altersvorsorge zu ermöglichen. „Wir werden uns bei der Ausgestaltung der Fonds sehr stark auf das Thema Nachhaltigkeit konzentrieren, denn gerade junge Menschen legen großen Wert auf die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten bei der Anlage“, erklärt Ralf Degenhart, Finanzvorstand der Debeka-Versicherungsgruppe. Die neuen Fonds, die für die Aktienanlage der Debeka aufgesetzt wurden, managt die DebekAM mit einem aktiven Investmentansatz. Den Vorteil für die Mitglieder bei diesem „hauseigenen“ Management sieht die Debeka insbesondere in einer großen Kostenersparnis, die – anders als bei extern gemanagten Fonds – zu mehr Erträgen für die Versi­cherten führen soll.

Digitalisierung
„Digitalisierung ist für uns kein Selbstzweck, sondern immer Mittel zum Zweck. Sie muss für unsere Versicherten einen Mehrwert bieten und/oder für die Debeka langfristig zu Kosteneinsparungen führen“, sagt Roland Weber, IT-Vorstand der Debeka. Nach seiner Aussage nutzt die Debeka den digitalen Wandel und den damit einhergehenden Fortschritt in der Medizin und Technik, um den Service und die Versorgung ihrer Mitglieder stetig weiter zu verbessern. So hat sie sich gemeinsam mit der TeleClinic GmbH am Modellprojekt der Landesärztekammer Baden-Württemberg zur Telekonsultation beteiligt. Damit ist es Debeka-Mitgliedern dort rund um die Uhr möglich, per App oder Telefon einen Arzt bzw. Facharzt zu konsultieren, um eine umfassende medizinische Beratung zu erhalten. Hier sieht die Debeka erste Erfolge, besonders für Versicherte in ländlichen Gebieten.

Auch im Bereich einer elektronischen Patientenakte ist die Debeka aktiv. Durch ihre Beteiligung an der „MGS Meine Gesundheit-Services GmbH“ will sie ihren Mitgliedern nicht nur eine elektronische Gesundheitsakte zur Verfügung stellen, sondern über ein Internetportal auch das Rechnungsmanagement voll digitalisieren. Das Portal „Meine Gesundheit“ ermögliche im Zielbild einen vollständigen digitalen Austausch von den Leistungserbringern über den Patienten bis zum Versicherer, so Weber. Dies gelte sowohl für Rechnungen, die der Versicherer erstatten soll, als auch für sonstige medizinische Unterlagen (z. B. Befundberichte, Heil- und Kostenpläne). Das Portal decke die besonderen Bedürfnisse von PKV-Versicherten und insbesondere von PKV-versicherten Beamten ab. Hier gehe es zum Beispiel darum, die erforderliche zweifache Einreichung von Rechnungen – beim Versicherer und bei der Beihilfestelle – zu vereinfachen.

Kapital- und Eigenmittelausstattung (Solvency II)
Die aufsichtsrechtlich relevanten Quoten der Eigenmittelausstattung im Ver­hältnis zu den eingegangenen Verpflichtungen lagen zum Jahresende nach vorläufigen Berechnungen bei allen Debeka-Unternehmen deutlich über 100 Prozent. Damit erfüllt die Debeka alle gesetzlichen Vorgaben. Auch durch die Änderungen der Vorschriften über zusätzliche Rückstellungen, die infolge der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zu bilden sind, die sogenannte Zinszusatzreserve, erreicht die Debeka Lebensversicherung für das Jahr 2018 eine Quote von über 100 Prozent. Nach Aussage des Vorstands der Debeka Leben, Dr. Normann Pankratz, ist dieser Wert jedoch sehr starken Schwankungen unterlegen. Das habe aber nichts mit der grund­sätzlichen Erfüllbarkeit der zugesagten Leistungen zu tun. „Wir sind auch trotz der Nied­rigzinsphase gut aufgestellt. Unsere Mitglieder müssen sich auch in diesen Zeiten keine Sorgen machen.“ Dennoch fordert Pankratz, dass die EZB drin­gend einen Wandel einleitet. Die unverändert niedrigen Zinsen führten zu einem Milliarden-Loch auf den Altersvorsorgekonten zukünftiger Rentner, das bereits heute schon nur noch mit erheblichem Mehraufwand beglichen werden könne.

Debeka Bausparkasse
Die Debeka Bausparkasse konnte im vergangenen Jahr 50.000 neue Verträge verzeichnen und erreichte damit ein Volumen von 1,7 Milliarden Euro an Bau­sparsumme. Das sind 4,7 Prozent mehr als 2017. Insgesamt betreut die Gesellschaft nun 909.000 Verträge und eine Bausparsumme – wie im Vorjahr – von 20,9 Milli­arden Euro.
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