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Pressemitteilung BoxID: 292606 (Creditreform Karlsruhe Bliss & Hagemann GmbH & Co. KG)
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Creditreform Wirtschaftsindikator

Analyse des 4. Quartals 2011 und Konjunkturausblick / Deutschland koppelt sich von Europa ab - Wirtschaftsindikator stabilisiert sich

(lifePR) (Karlsruhe, ) Die aus der Staatsschuldenkrise resultierende Unsicherheit sowie die nachlassende Nachfrage aus anderen Regionen der Welt bremsten die konjunkturelle Dynamik in Europa. Deutsche Unternehmen konnten sich von dieser negativen Entwicklung etwas loslösen. Dies zeigt der Creditreform Wirtschaftsindikator, der sich lediglich auf +11,8 Punkte ermäßigt (Vorquartal: +12,0 Punkte). Die deutsche Wirtschaft zeigt sich etwas geschwächt, konnte sich jedoch auf hohem Niveau stabilisieren.

Verhaltenes Wachstum, aber kein drastischer Einbruch in Sicht

Die Wirtschaft im Euro-Raum wird zunehmend unter den von der Staatsschuldenkrise ausgehenden Irritationen leiden und dürfte in den kommenden Monaten in eine Rezession abgleiten. Auch wenn die deutsche Exportwirtschaft im Zuge dessen negativ beeinflusst wird, besteht in Deutschland weitaus weniger Grund zur Sorge als in den europäischen Nachbarstaaten. Das nationale Wachstumstempo wird voraussichtlich zurückgehen, mit einer anhaltenden Schwächephase ist jedoch nicht zu rechnen. Der Creditreform Geschäftsklimaindex hat sich im vierten Quartal 2011 um 0,8 Zähler auf +33,9 Punkte verbessert. Zudem gibt es positive Signale wie die weiterhin aufwärtsgerichteten Beschäftigungs- und Investitionsplanungen der Unternehmen.

Der Anteil der Unternehmen, die ein Investitionsvorhaben planen, liegt mit 51,6 Prozent über dem langjährigen Mittelwert.

Der Indikator der Geschäftserwartungen notiert mit

+24,4 Punkten nicht sehr viel schlechter als im Vorjahr und zeigt weiter mehrheitlich optimistische Unternehmen.

Die positive konjunkturelle Dynamik der letzten beiden Jahre hat die Unternehmen gestärkt. Weiter verringert hat sich dementsprechend das Insolvenzrisiko, das mittels des Creditreform Risikoindikators (CRI) gemessen wird. Derzeit kommen auf 10.000 wirtschaftsaktive Unternehmen 215 Firmen, die zumindest ein Negativmerkmal aufweisen, etwa erhebliche Zahlungsverzögerungen oder einen Insolvenzantrag (Vorquartal: 217). Der mittlere Bonitätsindex verharrte bei 263 Punkten. Das Zahlungsverhalten der Unternehmen hat sich in den letzten Monaten verschlechtert. Der durchschnittliche Zahlungsverzug erhöhte sich auf 13,24 Tage (Vorquartal: 13,04 Tage). Die gewichtete Überfälligkeit hat sich damit schon zwei Quartale in Folge erhöht, so dass verstärkte Wachsamkeit geboten ist.

Industriesektoren Chemie und Metall/Elektro treiben die deutsche Wirtschaft

Die nach wie vor robuste Lage der deutschen Wirtschaft spiegelt sich mitunter in der kräftigen Entwicklung konjunkturabhängiger Branchen wie der chemischen Industrie wider. Aber auch die Metall- und Elektroindustrie konnte noch einmal leicht zulegen. Das Transport- und Logistikgewerbe konnte sich leicht verbessern, behält jedoch die rote Laterne unter den Branchen. Nach unten zeigt der Branchenindex vor allem im Baugewerbe.

Zur Methodik:

Zur Einschätzung der konjunkturellen Gesamtsituation berücksichtigt der Creditreform Wirtschaftsindikator Finanzinformationen sowie Daten zur Unternehmensstabilität aus der Wirtschaftsdatenbank von Creditreform und verknüpft diese mit empirischen Befunden aus regelmäßigen Unternehmensbefragungen. Indikatorwerte über Null zeigen ein wirtschaftliches Wachstum, negative Werte entsprechen einer Stagnations- bzw. Rezessionsphase. Die vier Einzelkomponenten Geschäftsklima, Zahlungsverhalten, Bonität und Insolvenzanfälligkeit werden zu einem Index verdichtet. Der vollständige Quartalsbericht kann im Internet unter www.creditreform.de kostenlos als PDF heruntergeladen werden. Die nächste Ausgabe erscheint im Mai 2012.