Montag, 25. September 2017


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Katar: Eine baldige Deeskalation ist unwahrscheinlich

Wiesbaden, (lifePR) -
Die Blockade der Golfstaaten hat eine Pattsituation geschaffen
Wirtschaftliche Auswirkungen werden durch das hohe Auslandsvermögen Katars abgemildert


Nachem Saudi-Arabien, Bahrain, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate die diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und eine Blockade verhängt haben, spitzt sich die Lage weiter zu. Die vier arabischen Staaten werfen Katar unter anderem vor, Terrorgruppen zu unterstützen und die Sicherheit der Region zu gefährden. Im Juni stellten sie deshalb einen Forderungskatalog an Katar. Doch Katar lehnte die Forderungen ab. Dies hat eine Pattsituation geschaffen. „Auf der einen Seite kann der Emir von Katar, Tamin bin Hamad al-Thani, die Forderungen nicht akzeptieren, ohne einen Gesichtsverlust zu riskieren. Auf der anderen Seite können Saudi-Arabien, Bahrain, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate ihre Sanktionen nicht ohne Grund wieder zurücknehmen“, sagt Christoph Witte, Deutschland-Chef des belgischen Kreditversicherers Credendo. „Somit ist eine baldige Deeskalation unwahrscheinlich, der Konflikt hält sicherlich noch länger an.“

Tourismus, Luftfahrt, Lebensmittelsektor und Baugewerbe am stärksten betroffen

Auch weitere Sanktionen sind nicht auszuschließen, obwohl die arabischen Blockade-Staaten bisher davon absehen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Isolierung Katars werden bisher jedoch von zwei Faktoren abgemildert: So verfügt Katar über einen großen Staatsfonds sowie über ein hohes Auslandsvermögen. „Die Devisenreserven decken die Importe von rund vier Monaten, wodurch der Staat eine starke außenwirtschaftliche Position inne hat“, so Witte. Darüber hinaus sind die Öl- und Gasexporte – welche rund 60 Prozent der Leistungsbilanzeinnahmen ausmachen – bisher noch nicht von der aktuellen Situation betroffen. Andere Sektoren leiden hingegen bereits unter den Auswirkungen der Blockade, am stärksten der Tourismus, die Luftfahrtindustrie, der Lebensmittelsektor und das Baugewerbe. Der Tourismus und die Luftfahrt werden dadurch beeinträchtigt, dass alle Flugverbindungen zwischen Katar und den Blockade-Ländern gesperrt sind. Die Lebensmittel- und Baubranche sind hingegen betroffen, weil Katar den Großteil seiner Lebensmittel und Baustoffe über die Grenze von Saudi-Arabien importiert.

Credendo

Credendo ist auf dem gesamten europäischen Kontinent in allen Bereichen der Kreditversicherung tätig und bietet mit ihren Produkten weltweiten Versicherungsschutz: belgische Exportkreditagentur-Leistungen, Warenkreditversicherung zur Deckung von europäischen und außereuropäischen Risiken, Einzelrisiken, Excess of loss, Top-Up, Bürgschaften sowie Rückversicherung. Im Jahr 2016 versicherte Credendo Handelstransaktionen im Wert von 80 Milliarden Euro und fakturierte Prämien in Höhe von 370 Millionen Euro. Credendo ist die viertgrößte Kreditversicherungsgruppe in Europa.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.credendo.com.

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