Freitag, 22. Juni 2018


  • Pressemitteilung BoxID 685587

Demokratische Republik Kongo: Politische Krise belastet Wirtschaft

Wiesbaden, (lifePR) -
Für 2016 geplante Wahlen wurden auf Ende 2018 verschoben
Wahlverschiebung verschärft Gewalt und Konflikte in Teilen des Landes


Die erneute Verzögerung der Präsidentschafts-, Parlaments- und Kommunalwahlen hemmen die kongolesische Wirtschaft stark und destabilisieren das Land weiter. Bereits jetzt ist die Wirtschaft der Demokratischen Republik Kongo geschwächt: Die Devisenreserven des zentralafrikanischen Landes sind fast aufgebraucht, die Landeswährung, der Kongo-Franc, ist zusammengebrochen und Prognosen zufolge wird die Inflation Ende dieses Jahres 50 Prozent erreichen. „Die Ankündigung, dass die Wahlen nun erst Ende 2018 abgehalten werden sollen, hat weitere Unruhe in das Land gebracht“, sagt Christoph Witte, Deutschland-Chef des belgischen Kreditversicherers Credendo. „Bis zu den Wahlen wird sich die Lage in der Republik auch aller Wahrscheinlichkeit nach nicht verbessern. Der Ausblick bleibt somit düster und eine friedliche Lösung scheint weit entfernt.“ Der Beschluss, die eigentlich bereits für 2016 geplanten Wahlen auf den 23. Dezember zu verschieben, wurde Anfang November von der Wahlkommission der Demokratischen Republik Kongo (CENI) bekannt gegeben und machte die vage Vereinbarung zwischen der regierenden Partei rund um Präsident Joseph Kabila und der Opposition, die Wahlen noch in diesem Jahr zu halten, zunichte. „Insbesondere die Oppositionsführer kritisieren die Verschiebung scharf, da der amtierende Präsident Kabila dadurch mehr Zeit hat, um die Beschränkung der Amtszeit für Präsidenten in der Demokratischen Republik Kongo abzuschaffen“, so Witte. „Kabila verfolgt eine Verzögerungsstrategie, um an der Macht zu bleiben.“

Rechtmäßige Wahlen werden unwahrscheinlicher

Infolge der Verschiebung der Wahlen stieg auch der internationale Druck auf den amtierenden Präsidenten und es wurden gezielt Sanktionen erlassen. „Ein großes Problem ist zudem, dass sich die Aussichten auf einen reibungslosen Wahlablauf mit einem vertrauenswürdigen Ergebnis immer weiter verschlechtern“, so Witte. „Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich die Beziehung des Landes zu seinen Geldgebern abkühlt, was einen Finanzierungsengpass zur Folge hat. Aufgrund dessen kann der technische Support für flächendeckend stattfindende Wahlen in dem großen Land nicht finanziert werden.“ Zusätzlich zu den internationalen Sanktionen werde sich wahrscheinlich auch Widerstand im Land selbst bilden und es könne zu Demonstrationen kommen. Die Demonstrationen dürften dabei hauptsächlich von den Bürgern selbst ausgehen, da es der Opposition nicht gelungen ist, sich die breite Unterstützung der Bevölkerung zu sichern. Dementsprechend könnten die Demonstrationen spontaner ausfallen und schwer zu kontrollieren sein. Außerdem könnte die politische Krise die Lage im Osten und im Zentrum des Landes weiter anheizen und neue gewaltsame Konflikte hervorrufen. In der Provinz Kasai war es bereits Mitte 2016 zu Zusammenstößen zwischen der Miliz und den Sicherheitskräften gekommen, bei denen mehr als 3.000 Menschen getötet wurden. Zudem löste die gewaltsame Auseinandersetzung eine Hungersnot aus, unter der etwa drei Millionen Menschen leiden.

Credendo

Credendo ist auf dem gesamten europäischen Kontinent in allen Bereichen der Kreditversicherung tätig und bietet mit ihren Produkten weltweiten Versicherungsschutz: belgische Exportkreditagentur-Leistungen, Warenkreditversicherung zur Deckung von europäischen und außereuropäischen Risiken, Einzelrisiken, Excess of loss, Top-Up, Bürgschaften sowie Rückversicherung. Im Jahr 2016 versicherte Credendo Handelstransaktionen im Wert von 80 Milliarden Euro und fakturierte Prämien in Höhe von 370 Millionen Euro. Credendo ist die viertgrößte Kreditversicherungsgruppe in Europa.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.credendo.com.

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