Samstag, 18. November 2017


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Commerzbank und Arbeitnehmergremien einigen sich auf Rahmen für Stellenabbau

Rahmeninteressenausgleich und Rahmensozialplan verbindlich abgeschlossen / Bettina Orlopp: "Unser gemeinsames Ziel bleibt es, den Umbau so sozialverträglich wie möglich zu gestalten. Dafür haben wir nun die Grundlage geschaffen."

Frankfurt/Main, (lifePR) - Die Commerzbank hat sich mit den Arbeitnehmergremien auf einen Rahmeninteressenausgleich und einen Rahmensozialplan geeinigt. Die verbindlichen Vereinbarungen bilden die Grundlage für den möglichst sozialverträglichen Stellenabbau der Bank, den sie im Herbst 2016 als Teil der Strategie „Commerzbank 4.0“ angekündigt hatte.

Die Commerzbank und die Arbeitnehmergremien haben sich darauf verständigt, dass betriebsbedingte Kündigungen nur als letztes Mittel der personalwirtschaftlichen Umsetzung möglich sind. Davor müssen zahlreiche andere Möglichkeiten des im Rahmeninteressenausgleich festgeschriebenen Maßnahmenpakets ausgeschöpft sein. Zum Ausgleich oder zur Milderung wirtschaftlicher Nachteile für die betroffenen Mitarbeiter haben beide Seiten den Rahmensozialplan vereinbart.

Bereits im Frühjahr 2017 hatten sich die Verhandlungspartner auf ein vorgelagertes Altersteilzeitprogramm verständigt. Nun sind die weiteren Maßnahmen festgelegt. Dazu zählen Altersregelungen wie Vorruhestand und das Abfindungsprogramm „56plus“, Aufhebungsverträge mit Abfindungen sowie freiwillige individuelle Arbeitszeitreduzierungen.

Im Zuge des Umbaus sind umfassende Versetzungsketten geplant. Um die Folgen für die betroffenen Mitarbeiter zu mildern, sind Gehaltssicherungen, Zuschüsse für Pendler, Qualifizierungsmöglichkeiten und Hilfen bei der Vermittlung neuer Stellen vorgesehen.

Die Details des Stellenabbaus in den einzelnen Konzernbereichen werden auf Basis der Vereinbarungen in den kommenden Monaten beraten und in Teilinteressenausgleichen geregelt. Ziel ist es, die Verhandlungen bis Ende dieses Jahres abzuschließen.

Bettina Orlopp, Generalbevollmächtigte für Compliance, Personal und Recht, sagte: „Der Stellenabbau ist für die Bank und die Betroffenen schmerzhaft. Er ist jedoch notwendig, um die Bank zukunftsfähig zu machen, und ein wichtiger Schritt für die Umsetzung unserer Strategie Commerzbank 4.0. Wir wollen den Umbau so sozialverträglich wie möglich gestalten. Dafür haben wir mit dem Rahmeninteressenausgleich und dem Rahmensozialplan die Grundlage geschaffen.“

Uwe Tschäge, der Vorsitzende des Gesamt- und Konzernbetriebsrats, erklärte: „Unser Ziel ist es, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, die Härten des Stellenabbaus abzufedern sowie den verbleibenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch in Zukunft zumutbare und gute Arbeitsplätze zu sichern. Mit den getroffenen Vereinbarungen sind wir auf einem guten Weg und werden dies in den weiteren Verhandlungen ausbauen.“

Die Commerzbank will ihre Profitabilität bis Ende 2020 nachhaltig erhöhen. Im Rahmen der Strategie „Commerzbank 4.0“ konzentriert sie sich konsequent auf ihre Kerngeschäfte und will 80 Prozent der relevanten Prozesse digitalisieren. Die Neuausrichtung macht einen signifikanten Stellenabbau unumgänglich. Die Bank plant für das Jahr 2020 mit einem Stammpersonal von rund 36.000 Vollzeitstellen, Ende 2015 hatte sie rund 43.000 Vollzeitstellen.

Dabei bleibt die Commerzbank in der Fläche präsent und wird weiter persönlich vor Ort beraten. Als Voraussetzung für ihre ehrgeizigen Wachstumsziele hält sie an ihrem bundesweit dichten Filialnetz im Privat- und Firmenkundengeschäft fest.

Wie bereits angekündigt wird die Commerzbank im zweiten Quartal 2017 rund 810 Millionen Euro an Restrukturierungsaufwendungen für den Stellenabbau buchen. Bislang hatte die Bank für die Jahre 2017 und 2018 Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von jeweils 550 Millionen Euro prognostiziert. Gründe für die niedrigere Belastung sind der bereits erreichte Stellenabbau, Mitarbeiterfluktuation und voraussichtlich effizientere Wechsel- und Versetzungsketten.

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Diese Mitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Dabei handelt es sich um Aussagen, die keine Tatsachen der Vergangenheit beschreiben. Solche Aussagen in dieser Mitteilung betreffen unter anderem die erwartete zukünftige Geschäftsentwicklung der Commerzbank, erwartete Effizienzgewinne und Synergien, erwartete Wachstumsperspektiven und sonstige Chancen für eine Wertsteigerung der Commerzbank sowie die erwarteten zukünftigen finanziellen Ergebnisse, Restrukturierungsaufwendungen und sonstige Finanzentwicklungen und -angaben. Diese in die Zukunft gerichteten Aussagen basieren auf aktuellen Planungen, Erwartungen, Schätzungen und Prognosen des Vorstands. Sie sind von einer Reihe von Annahmen abhängig und unterliegen bekannten und unbekannten Risiken, Unsicherheiten und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse oder Entwicklungen wesentlich von jenen abweichen, die durch diese in die Zukunft gerichteten Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und in anderen Regionen, in denen die Commerzbank einen erheblichen Teil ihrer Erträge erzielt und einen erheblichen Teil ihrer Vermögenswerte hält, die Preisentwicklung von Vermögenswerten und Entwicklung von Marktvolatilitäten, insbesondere aufgrund der andauernden europäischen Schuldenkrise, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, die Umsetzung ihrer strategischen Initiativen zur Verbesserung des Geschäftsmodells, die Verlässlichkeit ihrer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement, Risiken aufgrund regulatorischer Änderungen sowie andere Risiken. In die Zukunft gerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Die Commerzbank ist nicht verpflichtet, die in dieser Mitteilung enthaltenen, in die Zukunft gerichteten Aussagen auf den neuesten Stand zu bringen oder abzuändern, um Ereignisse oder Umstände zu reflektieren, die nach dem Datum dieser Mitteilung eintreten.

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