Montag, 11. Dezember 2017


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Bank of Montreal, CaixaBank, Commerzbank, Erste Group, IBM und UBS kooperieren, um eine offene, Blockchain-basierte Handelsfinanzierungsplattform voranzutreiben

Neue Plattform für die Finanzierung des Warenverkehrs

Frankfurt/Main, (lifePR) - Bank of Montreal (BMO), CaixaBank, Commerzbank und Erste Group haben sich einer von UBS und IBM im Jahr 2016 gestarteten Initiative angeschlossen, deren Ziel die Errichtung einer neuen globalen Handelsplattform auf Basis der Blockchain-Technologie ist. Der Zugang zu dieser neuen Plattform mit dem Namen Batavia soll weltweit Unternehmen jeglicher Größe offen stehen. Die Plattform dient der Finanzierung von Handelsaktivitäten aller Art, beispielsweise bei der Beförderung von Waren auf dem Luft-, Land- oder Seeweg.

Aufbauend auf der von UBS und IBM gestarteten Initiative soll Batavia als Handelsfinanzierungsplattform auf Basis des Blockchain-Projekts Hyperledger Fabric weiterentwickelt werden. Daran beteiligen sich die fünf Banken und IBM unter Einbeziehung von Experten aus dem Transportwesen sowie Bankkunden um sicherzustellen, dass die Plattform flexibel, benutzerfreundlich und kommerziell verwertbar ist. Anfang 2018 sollen über Batavia erste Pilottransaktionen mit Kunden durchgeführt werden, die der Überprüfung bisheriger Entwicklungsschritte und dem weiteren Ausbau der Plattform dienen.

Die neue globale Handelsfinanzierungsplattform soll Transaktionen effizienter, transparenter und kostengünstiger gestalten und Unternehmen damit den weltweiten Aufbau von grenzüberschreitenden Handelsnetzen mit vielen Teilnehmern erleichtern. Darüber hinaus wird Batavia es den beteiligten Parteien ermöglichen, Warensendungen von der Auslieferung aus dem Lager über die Verladung in ein Flugzeug, einen LKW oder ein Schiff bis hin zur Ankunft am Zielort zu verfolgen und während dieser Prozesse Zahlungen Schritt für Schritt automatisch freizugeben.

Die Plattform fördert die Herstellung von Kontakten unter den Teilnehmern eines Handelsnetzes und könnte damit den globalen Handel wesentlich verändern. Die offene Gestaltung der Plattform macht sie für Banken, Lieferanten und Behörden attraktiv. Sie wird zur Entstehung neuer Handelswege beitragen, neue Unternehmen auf den Markt bringen und ehemals zeitaufwändige und kostspielige Abläufe beschleunigen.

Bisher mussten Handelspartner – Käufer, Verkäufer, deren Banken, Transportunternehmen, Inspektoren und Regulatoren – für eine sichere Abwicklung von Handelsgeschäften umfangreiche papierbasierte Dokumentationen erstellen. Diese Verfahren können Wochen dauern, verursachen Kosten, machen Daten anfällig für Fehler durch manuelle Bearbeitungsschritte und binden Kapital. Verzögerungen und eine mangelnde Transparenz des Handels erschweren Unternehmen den Zugang zu Finanzierungen. Dies beschränkt ihre Möglichkeiten im grenzüberschreitenden Handel und damit auch das Umsatzwachstum. Die Plattform Batavia wird den Nutzern die Bearbeitung und den Vergleich von Dokumenten abnehmen und es Käufern, Verkäufern und deren Banken damit erlauben, Geschäfte mit einem hohen Maß an Effizienz und Transparenz abzuwickeln.

Da in der Blockchain Verträge in einem permanenten, unveränderbaren Kontobuch („Ledger“) digital erfasst werden, sind Abläufe sehr transparent und können von allen an einer Transaktion teilnehmenden Parteien eingesehen werden. Bis zur Erfüllung eines Kontraktes wird dessen Status automatisch über von IoT-Sensoren (IoT steht für Internet of Things bzw. auf Deutsch Internet der Dinge) oder Nutzern gelieferten Daten automatisch aktualisiert. Durch die Sicherstellung einer korrekten Datenweitergabe wird Batavia den Nutzern Zeit und Geld ersparen, da Überprüfungen durch Dritte reduziert werden können, auch die Gefahr von Irrtümern, Manipulationen und Streitigkeiten wird stark verringert. Wenn alle an einer Transaktion Beteiligten Zugang zu einer einheitlichen Darstellung der Fakten haben, schafft das untereinander mehr Vertrauen, was wiederum die Errichtung größerer, dezentraler Netzwerke und in der Folge höhere Umsätze ermöglicht.

Bank of Montreal

„BMO kann mit großem Stolz auf seine führende Rolle bei der Entwicklung innovativer Lösungen für die Handels- und Lieferkettenfinanzierung verweisen. Wir sind bestrebt, unseren Kunden und der Bank einfache und effiziente Lösungen auf Basis von Technologien, die Kosten-, Effizienz- und Risikovorteile schaffen, zu bieten“, so Jeffrey Shell, Managing Director und Head of Global Trade & Banking von BMO. „Für uns ist die Teilnahme an dieser Initiative sehr spannend, und wir erwarten uns von ihr die Entwicklung realer, positiver Ergebnisse für unsere Kunden in Nordamerika und weltweit. Durch unsere Teilnahme an Batavia behaupten wir den hohen Stellenwert, den wir für unsere Kunden vor dem Hintergrund der Weiterentwicklung der Finanzdienstleistungsindustrie besitzen."

CaixaBank

„Die CaixaBank verfolgt ein absolut kundenzentriertes Innovationsmodell, wobei Technologien und  originäre Produkte Privatpersonen und Unternehmen gleichermaßen zugute kommen. Die Nutzung der Blockchain-Technologie bietet enorme Möglichkeiten für die Förderung der Digitalisierung, bereitet aber auch – was noch wichtiger ist – in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern den Weg für internationale Projekte, die zum Nutzen unserer Kunden konzipiert und gestaltet werden. Die Plattform Batavia ist ein ausgezeichnetes Beispiel für diesen Ansatz, da sie es uns ermöglicht, die Außenhandelsdienstleistungen, die CaixaBank ihren weltweit tätigen Kunden bietet, weiter auszubauen", sagte Jordi Fontanals, CaixaBank Chief Operating Officer.

Commerzbank

„Die Commerzbank wickelt rund 30% des deutschen und einen erheblichen Anteil des europäischen Außenhandels ab. Als starker Partner in der internationalen Handelsfinanzierung bieten wir unseren Kunden erstklassige Lösungen und helfen ihnen zugleich dabei, Risiken abzusichern. Mit dieser Zusammenarbeit und der geplanten Plattform möchten wir eine Vorreiterrolle bei der Erforschung moderner Technologien einnehmen und die digitale Transformation von Prozessen in der internationalen Handelsfinanzierung weiter vorantreiben“, sagte Bernd Laber, Group Executive Trade Finance & Cash Management, Commerzbank AG

Erste Group

„Der Erste Group ist es ein Anliegen, Innovationen umzusetzen, die unseren Kunden mehr Transparenz, Effizienz und Nutzen bei der Verfolgung ihrer geschäftlichen und finanziellen Interessen bieten. Durch die Umgestaltung der Abläufe in der internationalen Handelsfinanzierung verspricht die Plattform Batavia, den Außenhandel zu fördern und damit in den Volkswirtschaften unserer Region auch einen wesentlichen Pfeiler des Wohlstands zu stärken“, so Patrick Götz, Head of Corporate Flow Products der Erste Group Bank AG mit Sitz in Wien.

IBM

„Wir arbeiten mit hunderten Kunden an der Umsetzung von Blockchain-Lösungen. Dabei hat sich gezeigt, dass die Finanzierung des globalen Handels jener Bereich ist, wo Innovation am dringendsten erforderlich ist“, erklärte Fabio Keller, IBM Project Lead. „Über Batavia sollen große, globale, multi-modale Netzwerke geschaffen werden, die jeden Schritt des Handelsprozesses transparent und vertrauenswürdig darstellen. Damit hat diese Plattform hohes Potenzial, die Art und Weise, wie Unternehmen weltweit miteinander Geschäfte machen, tiefgreifend zu verändern.“

UBS

„Heute ist die Absicherung und Finanzierung von Handelsgeschäften für Unternehmen noch sehr mühsam“, meinte Beat Bannwart, Head Strategic Innovation & Market Development, Corporate & Institutional Clients bei UBS. „In enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden wollen wir diesen eine gänzlich neue Erfahrung bieten, indem wir auf Grundlage neuer Technologien und durch die Schaffung eines offenen Ökosystems ein einfaches, digitales, automatisiertes Verfahren für den Abschluss, die Absicherung und die Finanzierung ihrer internationalen Handelsgeschäfte zur Verfügung stellen."

BMO Financial Group

Die BMO Group, die 1817 gegründet wurde und damit seit bereits 200 Jahren besteht, ist ein stark diversifizierter Finanzdienstleister mit Sitz in Nordamerika. Mit einer Bilanzsumme von USD 709 Mrd zum 31. Juli 2017 und mehr als 45.000 Mitarbeitern erbringt BMO ein breites Spektrum von Bankdienstleistungen für Private und Unternehmen, Vermögensverwaltung und Investmentbanking. Die  über 12 Mio Kunden werden von drei operativen Gruppen betreut: Personal and Commercial Banking, Wealth Management und BMO Capital Markets.

CaixaBank

CaixaBank ist in Spanien das führende Institut im Privatkundengeschäft und verfügt bei Einzelkunden, die sie als ihre Hauptbankverbindung bezeichnen, über einen Marktanteil von 25,7%. Die von Chairman Jordi Gual und CEO Gonzalo Gortázar geleitete Bank betreut in Spanien und Portugal rund 16 Mio Kunden. Mit 5.468 Filialen verfügt sie über die stärkste Präsenz auf der iberischen Halbinsel. CaixaBank wurde vom britischen Finanzmagazin Euromoney 2017 bereits das vierte Jahr in Folge als beste Bank Spaniens ausgezeichnet. Dieses Jahr kürte Euromoney CaixaBank zum dritten Mal in Folge zur besten Privatbank Spaniens. Auch vom New Yorker Magazin Global Finance wurde das Unternehmen als Best Bank in Spain 2017 geehrt.

Erste Group

Die Erste Group ist der führende Finanzdienstleister im östlichen Teil der EU und ist bevorzugter Partner der Unternehmen der Region. Rund 47.000 Mitarbeiter betreuen in über 2.600 Filialen mehr als 16 Millionen Kunden in 7 Ländern (Österreich, Tschechien, Slowakei, Rumänien, Ungarn, Kroatien und Serbien). Zum ersten Halbjahr 2017 betrug die Bilanzsumme der Erste Group EUR 218,2 Milliarden, der Nettogewinn EUR 624,7 Millionen und die Kernkapitalquote (CET1, Basel III, phased-in) 13,2%.

IBM

IBM ist Marktführer bei Open Source Blockchain-Lösungen für Unternehmen. Als eines der ersten Mitglieder von Hyperledger, einer offenen Plattform, auf der Unternehmen zur Weiterentwicklung von Blockchain-Technologien branchenübergreifend zusammenarbeiten, ist IBM bestrebt, die Entwicklung von Blockchains mit offener Governance zu unterstützen. Im Zuge der Umsetzung von Blockchain-Anwendungen hat IBM bereits mit mehr als 400 Kunden aus den Bereichen Finanzdienstleistungen, Lieferketten, IoT, Risikomanagement, DRM (digitales Rechtemanagement) und dem Gesundheitswesen kooperiert. Weitere Informationen über IBM Blockchain finden unter: www.ibm.com/blockchain.

UBS

Wir stellen Finanzberatung und -lösungen für vermögende, Firmen- und institutionelle Kunden weltweit sowie für Privatkunden in der Schweiz bereit. Die operative Struktur des Konzerns besteht aus unserem Corporate Center und fünf Unternehmensbereichen: Wealth Management, Wealth Management Americas, Personal & Corporate Banking, Asset Management und der Investment Bank. Unsere Strategie baut auf den Stärken aller unserer Geschäftsbereiche auf und konzentriert sich auf die Sparten, in denen wir hervorragende Leistungen erbringen. Gleichzeitig möchten wir die attraktiven Wachstumsaussichten in den Geschäftsbereichen und Regionen nutzen, in denen wir tätig sind, um attraktive und nachhaltige Renditen für unsere Aktionäre zu erwirtschaften. All unsere Geschäftsbereiche sind kapitaleffizient und profitieren von einer starken Wettbewerbsposition in ihren Zielmärkten.

 

Commerzbank Aktiengesellschaft

Die Commerzbank ist eine führende, international agierende Geschäftsbank mit Standorten in knapp 50 Ländern. In zwei Geschäftsbereichen – Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden – bietet die Bank ein umfassendes Portfolio an Finanzdienstleistungen, das genau auf die Bedürfnisse ihrer Kunden zugeschnitten ist. Die Commerzbank wickelt rund 30 Prozent des deutschen Außenhandels ab und ist Marktführer im deutschen Firmenkundengeschäft. Zudem ist die Bank aufgrund ihrer hohen Branchenkompetenz in der deutschen Wirtschaft ein führender Anbieter von Kapitalmarktprodukten. Ihre Töchter Comdirect in Deutschland und mBank in Polen sind zwei der weltweit innovativsten Onlinebanken. Mit ungefähr 1.000 Filialen betreibt die Commerzbank eines der dichtesten Filialnetze der deutschen Privatbanken. Insgesamt betreut die Bank mehr als 17,5 Millionen Privat- und Unternehmerkunden sowie über 60.000 Firmenkunden, multinationale Konzerne, Finanzdienstleister und institutionelle Kunden. Das 1870 gegründete Institut ist an allen wichtigen Börsenplätzen der Welt vertreten. Im Jahr 2016 erwirtschaftete es mit rund 49.900 Mitarbeitern Bruttoerträge von 9,4 Milliarden Euro.



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