Freitag, 22. September 2017


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comdirect Brokerage Index: Misstrauen bei deutschen Privatanlegern lässt nach

Verkaufsstimmung hält an / Insgesamt aber weniger Gewinnmitnahmen bei Kurshochs / Indexstand Juni: 97,1 Punkte

Quickborn, (lifePR) - Die Verkaufsstimmung der deutschen Privatanleger hält weiter an – und zwar im elften Monat in Folge. Dennoch zeigte sich im Juni ein etwas anderes Bild. „Es gab im vergangenen Monat einige Kurshochs. Während diese in jüngster Zeit meist mit Gewinnmitnahmen einhergingen, kauften die Anleger diesmal leicht zu“, sagt Stefan Wolf, Produktmanager Trading bei comdirect. „Das zeigt uns, dass das Misstrauen der Anleger gegenüber neuen Höchststände langsam nachlässt, wenn auch nur zaghaft.“ So bleibt der comdirect Brokerage Index mit 97,1 Punkten weiterhin im Verkaufsbereich. Im Vergleich zum Vormonat ist er jedoch um 2,4 Punkte angestiegen.

Insbesondere in der Anlageklasse der Fonds ist die wachsende Zuversicht zu beobachten. Hier stieg der Index um 13,9 Punkte auf insgesamt 99,2 Punkte. Der Brokerage Index für Aktien ging hingegen zögerlicher hoch und liegt aktuell bei 91,0 Punkten (Vormonat: 88,8 Punkte). Unter den Top-Käufen befanden sich im Juni die Titel der Deutschen Bank, Apple, Amazon, Gazprom und E.ON. „Amazons Milliardenübernahme der Bio-Lebensmittelkette Whole Foods Market hat bei vielen Privatanlegern für Wachstumsfantasien gesorgt“, so Wolf. Bei E.ON stiegen hingegen viele Anleger ein, da das Bundesverfassungsgericht die Atomsteuer für verfassungswidrig erklärte – die deutschen Energieversorger erwarten nun Milliardenrückzahlungen vom Bund.

Diese Ankündigung führte gleichzeitig aber auch zu starken Gewinnmitnahmen, wodurch E.ON bei den meistverkauften Aktien im Juni den ersten Platz einnahm. „Die E.ON-Aktie stand schon lange extrem unter Druck, da kam vielen Anlegern das Kurshoch durch die gekippte Atomsteuer sehr gelegen“, erklärt Wolf. Aber auch die Titel der Commerzbank, Svenska Cellulosa, Lufthansa und der Deutschen Bank standen auf der Liste der Top-Verkäufe weit oben. „Bei Svenska Cellulosa führte die Abspaltung der Hygienesparte unter dem Namen Essity und dem damit verbundenen Listing an der Börse zu starken Abgängen“, so Wolf.

Hintergrund comdirect Brokerage Index

Der comdirect Brokerage Index erscheint monatlich. Die Daten zur Berechnung des Index sind repräsentativ für das Verhalten der Privatanleger in Deutschland. Der Index zeigt, ob die handelsaktiven Privatanleger tendenziell eher Wertpapiere kaufen oder ob sie eher verkaufen. Für die Berechnung des Indexwertes werden die Wertpapierkäufe den -verkäufen der rund 1 Million Depotkunden der comdirect bank AG gegenübergestellt und mit dem Durchschnitt des vorangegangenen Jahres verglichen. Beim Gesamtindex werden die Wertpapierklassen Aktien, Fonds, Zertifikate, Renten und Optionsscheine entsprechend ihres Anteils an den Gesamtorderzahlen berücksichtigt. Ein Indexwert für jede einzelne Anlageform wird jeweils gesondert berechnet. Orders institutioneller Kunden und Sparpläne fließen nicht in die Auswertung ein. Für die Berechnung des Index ist es unerheblich, ob die Gesamtzahl der Wertpapierorders im Berichtsmonat gestiegen oder gesunken ist. Ein Indexstand über 100 Punkten zeigt an, dass im betrachteten Monat im Vergleich zum Referenzzeitraum Wertpapiere eher gekauft wurden. Ein Stand unter 100 Punkten zeigt im Vergleich zum Referenzzeitraum an, dass Wertpapiere eher verkauft wurden. Weitere Informationen zum comdirect Brokerage Index und zur Methodik finden Sie in einem Factsheet, das wir Ihnen gerne zusenden.

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