Mittwoch, 22. Februar 2017


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Zeitgenössische Kunst in Chemnitz

(lifePR) (Chemnitz, ) Vom 6. September bis 9. November 2008 wird mit der Ausstellung "Form - Farbe - Geste" in der Alten Aktienspinnerei in Chemnitz eine der größten kuratierten Malereiausstellungen mit Werken von vierzehn bedeutenden zeitgenössischen Künstlern aus ganz Deutschland gezeigt. 150 großformatige Werke auf rund 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind zentraler Bestandteil eines Musik-Theater-Malerei-Projekts, das die Beziehung zwischen Verantwortung, Freiheit und Wahrheit in der Kunst erlebbar machen soll.

Bereits im Vorfeld setzte das Ausstellungskonzept des Freiberger Vereins Form-Farbe-Geste Maßstäbe. Das mit 200 Quadratmetern größte Wandbild Sachsens entstand in einer Gemeinschaftsaktion von vier Künstlern als symbolischer Akt der Inbetriebnahme der Alten Aktienspinnerei, eines leer stehenden Fabrikgebäudes im Zentrum von Chemnitz.

Die Ausstellung zeigt Werke von Anja Billing, Steffen Fischer, Hans-Hendrik Grimmling, Angela Hampel, Heiko Herrmann, Detlef Kappeler, Florian Koehler, Gregor-Torsten Kozik, Werner Liebmann, Harry Meyer, Heino Naujoks, TM Rotschönberg, Helmut Sturm und Jürgen Wenzel.

Anlässlich der Eröffnungsfeier am 6. September 2008 werden ein eigens komponiertes Orchesterwerk, das Theaterstück "Die Fliegen" von Jean-Paul Sartre und ein Improvisationskonzert internationaler Musiker aufgeführt.

Traditionell ist Chemnitz mit der künstlerischen Avantgarde eng verbunden. So lebte und arbeitete im Jahr 1905 der damals noch wenig bekannte Norweger Edward Munch auf Einladung des Unternehmers Herbert Esche einige Wochen in Chemnitz. Daraus entstand eine jahrzehntelange enge Beziehung zwischen dem Künstler und der Stadt. Der in Chemnitz geborene "Brücke"-Mitbegründer Karl Schmidt-Rottluff zählt zu den Erneuerern in der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts. Entwürfe der Chemnitzer Bauhaus-Künstlerin Marianne Brandt sind in renommierten Museen auf der ganzen Welt ausgestellt. Auch während der DDR-Zeit erlahmte die vitale Kunstszene der Stadt nicht zuletzt dank der Künstlergruppe Clara Mosch niemals. Heute bilden die international beachteten Kunstsammlungen Chemnitz mit dem neuen Museum Gunzenhauser einen Schwerpunkt der Klassischen Moderne in Deutschland.

Weitere Informationen zum Projekt unter www.form-farbe-geste.de

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