Tod durch Lastwagen - Mahnwache für getöteten Radfahrer

20. Juli, 16 Uhr / Goltzstraße, Berlin-Spandau (OT Hakenfelde)

(lifePR) ( Berlin, )
Changing Cities e. V. ruft zur Mahnwache in Berlin-Spandau in Gedenken an einen getöteten Radfahrer auf. Der Radfahrer wurde nach Angaben der Polizei am am gestrigen Donnerstag von einem Lastwagenfahrer, der nach dem Zusammenstoß einfach weiter fuhr, überfahren und getötet. Changing Cities und der mit aufrufende ADFC Berlin sprechen den Angehörigen ihr tiefes Mitgefühl aus.

WANN: Samstag, 20. Juli, 16:00 Uhr WO: Goltzstraße / Ecke Pepitapromenade, 13587 Berlin-Spandau (Hakenfelde)

Nach Angaben der Polizei wurde der 82-jährige Radfahrer in der Hakenfelder Goltzstraße überrollt und verstarb noch am Ort des Geschehens. Der Lastwagenfahrer sei noch unbekannt und es sei unklar, ob er den Zusammenstoß überhaupt bemerkt habe.

“Wie kann man nicht merken, wenn man einen Menschen totfährt?” fragt Angelo Bienek vom Netzwerk Fahrradfreundliches Spandau wütend. “Und wie kann man sowas in eine Pressemitteilung schreiben? Damit liefert die Polizei schon Rechtfertigung und Ausrede mit und am Ende wird, so steht zu erwarten, eine lächerliche Strafe fürs Töten und Abhauen stehen. Die Straflosigkeit für Lastwagenfahrer*innen und Speditionen fürs ‘Übersehen’ und Töten ist ein fatales Zeichen dafür, dass das Leben ungeschützter Verkehrsteilnehmer*innen nichts zu gelten scheint.”

Changing Cities trat vor über drei Jahren mit dem Volksentscheid Fahrrad an, damit alle Menschen stadtweit einfach nur sicher und entspannt radfahren können. Viele Menschen in Berlin sind auf das Fahrrad angewiesen und es ermöglicht insbesondere älteren und jüngeren Menschen die Sicherstellung ihrer individuellen Mobilität. DIe Daten der letzten Mobilitätsuntersuchung für Berlin (SrV 2013) zeigen auf, dass auch in den Außenbezirken 75 Prozent aller Wegezwecke im Durchschnitt Distanzen von ungefähr sechs Kilometern nicht überschreiten und somit für die meisten Bevölkerungsgruppen mit dem Fahrrad zu bewältigen sind.

“Oft wird der Vorwurf erhoben, Radverkehrspolitik sei ein Innenstadtthema, das die Außenbezirke vernachlässigt. Der Vorfall zeigt, wie wichtig Radverkehrspolitik und gute, sichere Infrastruktur stadtweit sind. Gerade jene Politiker*innen aus den Außenbezirken, die hier stets lamentieren, müssen sich jetzt fragen lassen, ob die Zeit nicht besser genutzt wäre, um das Mobilitätsgesetz vor der eigenen Haustür umzusetzen und damit allen sichere, gute und individuelle Mobilität zur Verfügung zu stellen”, so Kerstin Leutloff von Changing Cities.

Der ADFC Berlin wird an der Unfallstelle ein weißes Geisterrad aufstellen. Im Anschluss an die Mahnwache findet eine Fahrraddemo zum Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (Invalidenstraße 44) statt.

Die Mahnwache ist als Demonstration bei der Versammlungsbehörde angemeldet. Politiker*innen aus Senat, Abgeordnetenhaus und Bezirk wurden zur Teilnahme eingeladen.

Weiterführende Links:

Pressemitteiliung der Polizei vom 18.07.19: https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.830327.php

Zahlen und Fakten der Mobilitätsunersuchung SrV 2013 für Berlin: https://www.berlin.de/senuvk/verkehr/politik_planung/zahlen_fakten/mobilitaet_2013/

Bilder zur kostenlosen Nutzung für die Presseberichterstattung: https://www.picdrop.de/volksentscheidfahrrad/presse

Diese Pressemitteilung im Online-Bereich: https://changing-cities.org/presse.html

Informationen zu Changing Cities e.V.: https://changing-cities.org

Informationen zum Volksentscheid Fahrrad: https://volksentscheid-fahrrad.de

Über die Initiative Volksentscheid Fahrrad: Hinter dem Volksentscheid stehen Engagierte, Mobilitätsexpert*innen, Demokratie-Retter*innen und Fahrrad-Enthusiast*innen. Ein 10-Punkte-Plan des geplanten Gesetzes benannte konkrete Maßnahmen, jährliche Zielsetzungen und eine Umsetzungsverpflichtung innerhalb von acht Jahren. Der Volksentscheid Fahrrad wurde Berlins schnellster Volksentscheid: Der Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens wurde innerhalb von nur dreieinhalb Wochen von 105.425 Berlinern unterschrieben – 7% der Wählerstimmen. Die neue Koalition sagte darauf zu, alle Ziele und Forderungen zu übernehmen. Am 28. Juni 2018 verabschiedete der Berliner Senat Deutschlands erste Mobilitätsgesetz. Jährlich werden nun mehr als 50 Mio. Euro in die Radwege investiert.
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