Getötet auf der Brücke / Mahnwache für 6. getötete Radfahrerin

(lifePR) ( Berlin, )
Changing Cities e.V. und der ADFC Berlin rufen auf zur Mahnwache in Berlin-Charlottenburg in Gedenken an eine getötete Radfahrerin. Das Netzwerk Fahrradfreundliches Charlottenburg-Wilmersdorf und die Organisatoren sprechen den Angehörigen der Getöteten ihr tiefstes Mitgefühl aus.

WANN: Freitag, 13. Dezember, 17:30 Uhr
WO: Schlossbrücke in 14059 Berlin Charlottenburg

Seit Ende Oktober ist nach Instandhaltungsarbeiten die Schlossbrücke in Charlottenburg für den Autoverkehr wieder eröffnet worden. Gestern, eineinhalb Monate später, wurde hier eine Radfahrerin von einem Autofahrer getötet, der über Rot gefahren ist. Über die Brücke rollt ein Großteil des Autoverkehrs Richtung Norden.
„Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen, Freundinnen und Freunden der Frau.  Wir müssen den übermächtigen Pkw-Verkehr in der Stadt eindämmen, damit solche Unfälle nicht passieren. Die Sicherheit ungeschützter Verkehrsteilnehmender muss oberste Priorität haben“, sagt Kerstin Leutloff von Changing Cities.

Nach der Sanierung wurden zum Schutz der Brücke Betonleitplanken aufgestellt. Für Radfahrende hingegen wurde nur ein Schutzstreifen aufgepinselt. „Sind Brückenpfeiler allen Ernstes schützenswerter als Verkehrsteilnehmer? Als Sofortmaßnahme fordern wir das Verschieben des Beton-Anprallschutzes um 2,5 m zur Fahrbahnmitte auf beiden Seiten, damit auch die große Zahl an Fußgängern sich nicht auf 1,2 m in beide Richtung durchquälen müssen“, so Sascha Broy vom Netzwerk Fahrradfreundliches Charlottenburg-Wilmersdorf.

Das Netzwerk Fahrradfreundliches Charlottenburg-Wilmersdorf bemängelt die fehlende Radinfrastruktur im ganzen Bezirk. Auch der letzte tödliche Unfall eines Radfahrenden geschah in Charlottenburg, in der Spielstraße Krummestraße Ecke Schillerstraße. „Dieser Bezirk muss endlich aufwachen und eine Infrastruktur bauen, die berücksichtigt, dass die Anzahl der Radfahrenden steigt: sichere, breite Radwege, getrennte Verkehrsströme, Vorrang für Fuß-, Radverkehr und ÖPNV – und letztendlich weniger Autospuren, auf denen die Autos dann auch deutlich langsamer unterwegs sind“, fordert Broy weiter.

Der ADFC Berlin wird an der Unfallstelle ein weißes Geisterrad aufstellen. Im Anschluss fahren die Teilnehmende im Fahrradkorso zum Roten Rathaus.

Die Mahnwache ist als Demonstration bei der Versammlungsbehörde angemeldet. Politiker*innen aus Senat, Abgeordnetenhaus und Bezirk wurden zur Teilnahme eingeladen.

Über die Initiative Volksentscheid Fahrrad: Hinter dem Volksentscheid stehen Engagierte, Mobilitätsexpert*innen, Demokratie-Retter*innen und Fahrrad-Enthusiast*innen. Ein 10-Punkte-Plan des geplanten Gesetzes benannte konkrete Maßnahmen, jährliche Zielsetzungen und eine Umsetzungsverpflichtung innerhalb von acht Jahren. Der Volksentscheid Fahrrad wurde Berlins schnellster Volksentscheid: Der Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens wurde innerhalb von nur dreieinhalb Wochen von 105.425 Berlinern unterschrieben – 7% der Wählerstimmen. Die neue Koalition sagte darauf zu, alle Ziele und Forderungen zu übernehmen. Am 28. Juni 2018 verabschiedete der Berliner Senat Deutschlands erste Mobilitätsgesetz. Jährlich werden nun mehr als 50 Mio. Euro in die Radwege investiert. 

 
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