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Pressemitteilung BoxID: 416359 (Cammermusik Potsdam)
  • Cammermusik Potsdam
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  • 14471 Potsdam
  • http://www.cammermusik-potsdam.de/
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7. Venezianische Nacht "La Barbarina" am 10. August 2013, zum zehnjährigen Bestehen der Cammermusik Potsdam

(lifePR) (Potsdam, ) Bereits zum siebten Mal veranstalten die Cammermusik Potsdam und Die Kleine Cammermusik unter der Leitung von Wolfgang Hasleder eine Venezianische Nacht an der Potsdamer Friedenskirche. Das erfolgreiche Konzept der Reihe lässt den Besucher auf mehrfache Weise einen ganzen Abend lang in die Welt der Lagunenstadt eintauchen, wofür die venezianisch inspirierte Friedenskirche mit Kreuzgang und Atrium den idealen Rahmen bildet.

Im Zentrum dieser Venezianischen Nacht steht eine der schillerndsten Künstlerinnen und besten Tänzerinnen des 18. Jahrhunderts: Barbara Campanini. Mehrere aufeinander folgende Musikteile an unterschiedlichen Orten mit weltlicher und geistlicher Musik in unterschiedlichster Besetzung - vom virtuosen Instrumentalensemble bis hin zur Orchesterbesetzung mit Kammerchor und Solistenensemble - werden ergänzt durch Theater und Lesungen mit Alexandra Bronneske und Klaus Büstrin. Die Hauptrolle des Abends spielt jedoch La Barbarina, verkörpert durch Andrea Miltnerova, die mit ihrer Lebensgeschichte den Bogen von Venedig nach Potsdam spannt.

In den Zwischenzeiten wird ein mehrgängiges italienisches Menü gereicht, so dass die Besucher diese besondere "lange Nacht" mit allen Sinnen genießen können.

Barbarina, eine "Traumtänzerin"

Barbara Campanini, 1721 in Parma geboren, debütierte 1739 an der Pariser Oper, wo sie, neben Engagements in London und Venedig, bis 1743 blieb. Dort begeisterte sie Friedrich den Großen, woraufhin er sie nach Berlin engagierte. Sie aber setzte sich mit ihrem Geliebten nach Venedig ab. Es folgte eine Staatsaffäre mit der Gefangennahme des venezianischen Gesandten in Preußen und der bewachten Auslieferung der Barbarina nach Berlin, wo sie 1744 erstmals an der Königlichen Hofoper auftrat. In Berlin wurde sie gefeiert und geliebt, der König zahlte ihr ein astronomisches Jahresgehalt von 7.000 Talern. Nachdem sie jedoch auf offener Bühne einen Heiratsantrag akzeptierte, wurde sie entlassen und ihr Bräutigam eingekerkert. Sie wartete auf ihren Geliebten und folgte ihm nach Schlesien, wo beide eine glückliche Ehe führten.

Diese wichtigsten Stationen der Karriere der Barbarina werden von der Tänzerin und Choreographin Andrea Miltner, den Sängern von L'Harmonie Celeste, dem Kammerchor, der Kleinen Cammermusik und dem Barockorchester Cammermusik Potsdam unter der künstlerischen Gesamtleitung von Wolfgang Hasleder in der 7. Venezianischen Nacht musikalisch und tänzerisch zum Leben erweckt.

Ausgangspunkt ist ihr Bühnendebüt in Paris, ein Jahr nach dem Besuch Telemanns in der französischen Metropole. Seine Pariser Quartette - mit eigens für diesen Abend choreographierten Tanzsätzen - bilden im Wechsel mit Ausschnitten aus Rameaus "La Fetes d'Hebe" von 1739 den ersten Teil des Abends.

Der zweite Teil führt in das Jahr von Barbarinas Berlin-Debüt. Sie arbeitete dort mit dem Choreografen Noverre, Freund von Voltaire und Friedrich dem Großen. In diesem Jahr haben die Opern des königlichen Hofkapellmeisters C.H.Graun Catone in Uttica, Allessandro in Poro und Lucio Papirio ihre Premieren, aus denen Szenen und Tableaus de Ballett im Atrium der Friedenskirche präsentiert werden.

Das Jahr 1749, in dem Barbarina heimlich ihren Geliebten, den Geheimen Rat von Cocceji, heiratet, ist festlicher Höhepunkt der 7. Venezianische Nacht. C.P.E. Bachs Magnificat aus eben diesem Jahr bildet dafür den hochzeitlich, musikalischen Rahmen mit dem gleichzeitig das 10-jährige Bestehen von Cammermusik Potsdam auf eindrückliche Weise gefeiert wird.

Im vierten Teil, der Nachtmusik, folgen wir Barbarina ins schlesische Glogau, von wo kurz zuvor die bedeutende Dichterin Anna Luisa Karsch nach Berlin gekommen war. Ihre Liebesgedichte sowie italienisch inspirierte Kammermusik der Preußischen Hofkapelle lassen den Abend sanft ausklingen.

7. Venezianische Nacht am Samstag, 10. August 2013, 19 Uhr
Friedenskirche Potsdam Sanssouci
mit:
Andrea Miltnerova, Tanz
Martina Rüping, Sopran
Kristiina Mäkimattila, Mezzosopran
Die Kleine Cammermusik
Cammermusik Potsdam
L’Harmonie Celeste
Kammerchor Tonikum, Chorleitung Kerstin Behnke
Alexandra Broneske und
Klaus Büstrin, Rezitation
Leitung: Wolfgang Hasleder
Musik von G.Ph. Telemann, J.P. Rameau, J.G. Graun, C.Ph.E. Bach u.a.

Tickets: www.tixoo.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen
Preise: 35 Euro / 16 Euro ermäßigt / VIP-Ticket (all inclusive) 89 Euro