Sonntag, 24. Juni 2018


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Sonderabfall: Mengen gehen 2013 zurück

Beseitigungskapazitäten belasten Mittelstand

Bonn, (lifePR) - Im Jahr 2012 war die von mittelständischen Entsorgern erfasste Sonderabfallmenge konstant, wie die bvse-Mitgliederumfrage gezeigt hat. Für 2013 wird jedoch ein leichter Rückgang der Sonderabfallmengen um zwei Prozent erwartet. Nach der Konjunkturerholung der letzten Jahre ist die Tendenz damit erstmals seit 2010 wieder leicht rückläufig.

Bedrängt sehen sich die Unternehmen der Branche durch die hohen Kosten für das Sammeln, Lagern, Behandeln und Aufbereiten der gefährlichen Abfälle. "Die Kosten für Personal, Kraftstoffe und das Nachweiswesen steigen immer weiter. Zusätzlich verschärft der Gesetzgeber beständig seine Auflagen für das Aufbereiten und Verwerten von Sonderabfällen", kritisiert Werner Schmidt, Vorsitzender des Fachverbands Sonderabfallwirtschaft im bvse. Hohe Beseitigungskapazitäten für Sonderabfälle, die auch aus Genehmigungen für die Mitverbrennung in Müllverbrennungsanlagen resultieren, drücken darüber hinaus auch noch die Entsorgungspreise.

"Durch diese Entwicklung werden mittelständische Unternehmen über kurz oder lang aus dem Markt verdrängt werden", befürchtet Schmidt. Dabei werde oftmals verkannt, dass es gerade die mittelständischen Unternehmen sind, die im Gegensatz zur öffentlich-rechtlichen Sonderabfallentsorgung mit Hilfe moderner Aufbereitungstechniken die stoffliche Verwertung vorantreiben und nicht einseitig auf die Verbrennung setzen. "Immerhin sind 405 der gelisteten 839 Abfälle als gefährlich eingestuft. Diese gefährlichen Abfälle decken eine große Stoffbreite ab und bergen ein enormes Ressourcenpotenzial für die Wirtschaft", so Schmidt. Umso wichtiger sei es, das Recycling gefährlicher Abfälle weiter auszubauen.

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