Mittwoch, 24. Mai 2017


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Minister Bahr beim BVMed Früh-Herbst-Treff: "Wir brauchen den medizintechnischen Fortschritt"

(lifePR) (Berlin, ) "Wir wollen den offenen Zugang zu Innovationen im Gesundheitssystem weiter gewährleisten. Wir brauchen den medizintechnischen Fortschritt." Dieses klare Bekenntnis zur Innovationskraft der MedTech-Branche legte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr auf dem gesundheitspolitischen Früh-Herbt-Treff des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed) in Berlin ab. Die Stärke der deutschen Medizintechnikbranche sei es, nicht nur gute Produkte, sondern ganze Systemlösungen anzubieten. Zuvor hatte der BVMed-Vorstandsvorsitzende Dr. Meinrad Lugan betont, dass sich die Branche insgesamt auf dem Weg vom reinen Produktfokus hin zu einem sektorenübergreifenden Versorgungsmanagement befinde. "Alle Beteiligten müssen hier besser zusammenarbeiten: Leistungserbringer, Krankenkassen, Patienten und Hersteller. Gemeinsam wollen wir Gesundheit gestalten", so Lugan.

Minister Bahr betonte vor rund 200 Gästen des BVMed-Events, dass das deutsche Gesundheitssystem ein hohes Leistungsniveau und einen einzigartigen Zugang zu Innovationen biete. Darüber hinaus dürfe der wirtschaftliche Aspekt der Gesundheitswirtschaft in Deutschland nicht vernachlässigt werden. "Wir müssen die Rahmenbedingungen schaffen, damit Deutschland in der Medizintechnik ein Leitmarkt bleibt." Als Beispiele für unterstützende Aktivitäten der Bundesregierung nannte der Minister die Exportinitiative des Wirtschafts- und Gesundheitsministeriums, den Nationalen Strategieprozess für Innovationen der Medizintechnik oder die eHealth-Initiative der Regierung. Bahr: "Wir müssen Innovationen fördern und es dann auch schaffen, dass Innovationen einen fairen Preis im Markt bekommen."

Zur Frage der Sicherheit von Medizinprodukten betonte Bahr, dass sich die Marktzugangsregelungen für Medizinprodukte in den letzten Jahren bewährt hätten. "Wir brauchen keine staatliche Zulassung, sondern eine bessere Überwachung von Medizinprodukten und dadurch mehr Patientensicherheit."

Im Anschluss an die Rede des Ministers diskutierten die Gesundheitsexperten der Bundestagsfraktionen, Dr. Rolf Koschorrek (CDU/CSU), Prof. Dr. Karl Lauterbach, (SPD), Heinz Lanfermann (FDP) und Biggi Bender (Bündnis 90/Die Grünen) gemeinsam mit dem BVMed-Vorsitzenden Dr. Meinrad Lugan Fragen der Innovationsfinanzierung und Nutzenbewertung. Moderiert wurde die gesundheitspolitische Runde von Stefan Deges, Chefredakteur "Die GesundheitsWirtschaft".

BVMed - Bundesverband Medizintechnologie e.V.

Der BVMed vertritt als Wirtschaftsverband über 230 Industrie- und Handelsunternehmen der Medizintechnologiebranche. Im BVMed sind u. a. die 20 weltweit größten Medizinproduktehersteller im Verbrauchsgüterbereich organisiert. Die Medizinprodukteindustrie beschäftigt in Deutschland über 170.000 Menschen und investiert rund 9 Prozent ihres Umsatzes in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte und Verfahren.

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