Freitag, 24. November 2017


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Neues SCHLAMMPEITZIGER-Album im Januar auf Bureau B

Hamburg, (lifePR) - Luft schlucken und sie wieder auszupupsen – das ist die Hauptbeschäftigung des gemeinen Schlammpeitziger. Als der Elektro-Künstler Jo Zimmermann seine Solokarriere in den frühen 1990ern startete, entschied er sich für diesen Namen – Schlammpeitziger, eine Kreatur, die in den schlammigen Gewässern des europäischen und asiatischen Flachlands vorkommt. Im Gegensatz zu dem Fisch begründet sich sein Ruf allerdings auf der innovativen Nutzung billiger Casio- Computer und zusammengesetzter Nomen wie zum Beispiel diesen: Erdrauchharnschleck, Burgfensterrhythmuskuckloch, Freundlichbaracudamelodieliedgut, Spacerokkmountain- rutschquartier oder Augenwischwaldmoppgeflöte – um nur seine ersten fünf Alben zu nennen.   Diese Platte nun ist seine elfte, und während Schlammpeitzigers Kunst sich weiterentwickelt hat, ist er sich doch auch treu geblieben, zum Beispiel in ein paar lebhaften Referenzen zum Pupsen.

Einer seiner vielen prominenten Freunde, Jan St. Werner von Mouse on Mars, über die Besonderheiten von Schlammpeitzigers Werk:
Als ich Schlammpeitziger zum ersten Mal traf, schrie er durchs Zimmer: "Unglaublich, der junge Andreas Dorau!". Beherrschte der fremde Mann Zeitvisionsstrahlung, sah er Dinge und Wesen, die niemand anderer wahrnehmen konnte? Seine damals wie heute kongeniale Begleitung, Uli der Bär, kniff mir in die Wange, um sich vom Echtheitszustand meiner Person zu überzeugen. Es war wohl eine Art Initiationsritual. Ich wurde von zwei Kölner Multiassoziationsschamanen durchleuchtet. Ab da ging es los, leben, schreien, Wald, tanzen, Musik. Ohne Dogma, ohne Regieanweisungen. Mit Filtersweep und Clap wurde unaufhörlich aus einer für mich völlig neuen, schwingend melancholischen Mythologie geschöpft. Pommes kamen hier ebenso vor wie Synthesizer, Fürze, Regenwürmer, iPads, Schamhaare, Fische (Schlammpeitziger kennt übrigens alle Heimischen beim vollen Namen).
Seine schematischen, akribisch ausgearbeiteten Zeichnungen fungieren in diesem Mysterienwald als Erklärsysteme, die lustig sind, aber genauso komplex und okkult. Sie kartographieren eine Welt des Unphysikalischen, die durch die Ereignisse der allgemeinen Welt gertriggert wird, sich aber erstmal nur in seiner Wahrnehmung abbildet. Eindrücke zwischengespeichert im Schlamm-ram und sukzessive ausgewertet, mit enormer katalytischer Energiezu- und abfuhr. Die Umwelt erlebt diese Transformationsmomente bisweilen intensiv mit. Schlammpeitziger gibt laute Formeln von sich, abstrakt oder explizit, die in der Nebenwelt gezapft und in der hiesigen Welt ausgespuckt werden. Wie seine Bilder, gleichen diese Formeln seismographischen Studien: unsichtbare Vibrationen werden aufgenommen und in neue Alphabete übersetzt. Parallelwellenkonstellationen, die Namen wie Wuthaltebucht oder Hydraulikmeistershalbtagstanz tragen, die man aber einfach auch anschauen und sich an die Wand hängen kann. Schlammpeitzger produziert nämlich richtige Kunst, von der jeder unbedingt ein bis zwei Exponate im Haus haben sollte, denn sie schützt vor Realitätsverstopfung ...

SCHLAMMPEITZIGER
"Damenbart auf Pregnant Hill"
VÖ 19.01.2018
Bureau B 

Bureau B


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