Dienstag, 19. Juni 2018


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Unterversorgung von Menschen mit Rheuma: Potenzial der ASV nicht ungenutzt lassen!

München, (lifePR) - Die neue Versorgungsform der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) stellt eine greifbare Chance dar, die Unterversorgung von Patienten mit Rheuma zu verbessern. Darauf wies der Bundesverband anlässlich des Welt-Rheuma-Tages heute in Grünwald vor München hin. „Dafür ist es aber zwingend erforderlich, die rechtlichen Vorgaben an der Versorgungsnotwendigkeit auszurichten“, forderte Verbandsvorstand Dr. Axel Munte. „Wenn nicht alle notwendigen Leistungen zur Versorgung von Rheumapatienten in der ASV erbracht werden können, so widerspricht das den Bedürfnissen der Patienten.“

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte die Vorgaben zur ASV für rheumatologische Erkrankungen bereits Ende 2016 beschlossen. Diese sind jedoch noch nicht in Kraft getreten, da der Katalog der abrechenbaren Leistungen noch festgelegt werden muss. „Die finale Verabschiedung wurde verschoben, da das für die Rheumatologen sehr wichtige Speziallabor noch nicht berücksichtigt worden war“, so Munte. „Das ist ein fundamentaler Webfehler. Ohne die Möglichkeit wie bisher Laborleistungen abzurechnen, werden niedergelassene Rheumatologen keinen Anreiz haben, an der ASV teilzunehmen.“

Die ASV bietet Vertragsärzten und Krankenhäusern die Möglichkeit, betreuungsintensive Patienten ambulant zu betreuen. Da die Vergütung in der ASV keinen Budgets unterliegt, ermöglicht sie es, mehr Patienten zu betreuen, da die Leistungen in voller Höhe vergütet und nicht wie im KV-System budgetiert werden. Durch die Einbeziehung der Krankenhäuser in die ambulante Versorgung kann die bestehende Unterversorgung reduziert werden. „Für Rheumapatienten ist die ASV eine große Chance. Dafür appellieren wir an den G-BA, eine an der Versorgungsrealität orientierte, sinnvolle Entscheidung zu treffen.“

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