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Pressemitteilung BoxID: 600013 (Bundesverband Pharmazeutisch-technischer Assistentinnen e.V. (BVpta))
  • Bundesverband Pharmazeutisch-technischer Assistentinnen e.V. (BVpta)
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Wer Arzneimitteltherapiesicherheit will, muss Grundlagen schaffen

"BVpta zu Bundesversicherungsamt"

(lifePR) (Saarbrücken, ) „Die jüngst bekannt gewordenen Bedenken des Bundesversicherungsamtes gegenüber Verträgen zwischen Krankenkassen und Apotheken zu pharmazeutischen Dienstleistungen erfordern akut die Schaffung neuer rechtlicher Grundlagen.“ Dies erklärte Sabine Pfeiffer, Bundesvorsitzende des BVpta, am Dienstag in Saarbrücken. Die Aufsichtsbehörde der bundesweit agierenden Krankenkassen hatte moniert, dass es für dauerhafte Einzelverträge zwischen Krankenkassen und den Apotheken, die eine gesonderte Beratungsleistung der Pharmazeuten bei chronisch kranken Menschen betreffen, keine gesetzliche Grundlage gebe. Zugelassen – und das auch erst seit kurzem – sind nur zeitlich begrenzte Verträge oder Konstrukte, in denen die Apotheken lediglich als dritter beteiligter Partner auftauchen.

„Hier besteht ein offenkundiger Widerspruch zwischen dem politischen Willen und der geltenden Gesetzeslage“, so Pfeiffer. Die Förderung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS), der die vereinbarten Programme dienen, ist erklärtes Ziel der Bunderegierung. Die Notwendigkeit der verstärkten Einbindung der Apotheken in die Maßnahmen für die Schaffung von mehr AMTS wird darüber hinaus von Gesundheitspolitikern aller Bundestagsfraktionen als unverzichtbar angesehen. Dass die Krankenkassen und die Apotheken dies ebenfalls wollen, zeigen die bereits bestehenden Verträge, die mehr pharmazeutische Dienstleistungen zum Wohle der Patienten ermöglichen.

Die PTA, die als pharmazeutisches Personal neben den Apothekern das Arzneimittel inklusive Beratung an Patienten abgeben darf, fordern zudem ein schnelles Handeln des Gesetzgebers.

„Müssten bereits bestehende Verträge aufgrund formaler Probleme aufgehoben werden, könnte sich das erheblich negativ auf die Aufbruchsstimmung auswirken, die derzeit auch bei den gesetzlichen Krankenkassen zu erkennen ist“, so Pfeiffer. Leidtragende wären dann die Patienten. Daher kann es keine Option sein, die Angelegenheit auf die lange Bank zu schieben. „Es ist Zeit zu handeln – jetzt!“