Demonstration gegen Widerspruchsregelung vor dem Bundestag

Verabschiedete Entscheidungslösung bei Organspende bietet neue Chancen

(lifePR) ( Berlin, )
Heute morgen demonstrierten Vertreter des Bundesverband Lebensrecht (BVL) und der darin organisierten Vereine sowie weiterer Organisationen vor dem Bundestag. Anlass war die Debatte um die Organspende. Seit Monaten werben diese Organisationen dafür, die freiwillige und bewusste Zustimmung zur Organspende beizubehalten.

Daher begrüßt der BVL die heutige Entscheidung des Bundestages, eine Widerspruchsregelung bei der Organspende abzulehnen und die Zustimmungslösung prinzipiell aufrechtzuerhalten. Zu diesem Ausgang der Debatte über die Organspende sagte Alexandra Linder, Vorsitzende des BVL, heute in Berlin:

Dieses Ergebnis kann als Chance gesehen und genutzt werden, um Verbesserungen sowohl für (potentielle) Organspender als auch für Patienten mit schweren Organerkrankungen vorzunehmen:

Menschen, die zur Organspende bereit sind, müssen vollständig aufgeklärt werden, auch damit die Angehörigen wissen, was sie im Organabgabefall erwartet. Dazu gehören die Definition und Problematik in Bezug auf den Hirntod, die notwendigen Therapieumstellungen und Maßnahmen, wenn jemand als Organspender identifiziert wird oder ein „erwarteter Hirntod“ festgestellt wird.

Unter den knapp 10.000 Menschen, die in Deutschland auf ein Organ warten, sind über 7.500 Patienten, die eine Niere benötigen. Im Jahr 2018 waren 17,4 Prozent der gespendeten Nieren Lebendspenden. Bei allen medizinischen Risiken auch für die Spender könnten Lebendspenden noch mehr gefördert werden.

Grundsätzlich ist die Organspende für die Empfänger eine Hilfe und Lebensverlängerung, aber immer verbunden mit großen Einschränkungen, zum Beispiel der ständigen Einnahme von Immunsuppressiva, um das Abstoßen der fremden Organe zu verhindern, oder häufig der Notwendigkeit, sehr schnell oder nach einigen Jahren erneut ein fremdes Organ zu benötigen. Eine ethisch unbedenkliche Alternative wäre die Nutzung patienteneigener, entnommener und aufbereiteter Organzellen/-stücke.

Angesichts einiger Skandale der letzten Jahre und des Unwissens in Bezug auf die Umstände der Organentnahme ist eine Aufklärungskampagne notwendig, die zum Beispiel auf den unzutreffenden Begriff „postmortal“ im Zusammenhang mit der Organspende verzichtet und durch Transparenz neues Vertrauen aufbauen kann.

Wer vollständig aufgeklärt und, ebenso wie seine Angehörigen, umfassend über die Vorgänge, Tatsachen und Risiken informiert wird, kann sich bewusst für oder gegen eine Organspende entscheiden.
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