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Pressemitteilung BoxID: 205625 (Bundesverband Europäischer Betreuungs- und Pflegekräfte e.V. (in Gründung))
  • Bundesverband Europäischer Betreuungs- und Pflegekräfte e.V. (in Gründung)
  • Friedrichstr. 81
  • 10117 Berlin
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  • Ansprechpartner
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Der BEBP begrüßt die Arbeit der Bundesregierung an einer zukunftsfähigen Pflege

(lifePR) (Berlin, ) Nach Ansicht des Bundesverbandes Europäischer Betreuungs- und Pflegekräfte (BEBP e.V.) ist mit dem von Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler gestarteten Pflegedialog endlich eine richtige und überfällige Diskussion zur Pflege in Deutschland gestartet worden. Zwei wesentliche Punkte, um die Pflege der Zukunft in Deutschland sicher zu stellen, sind zum einen die Finanzierung derselben und zum anderen die Lösung des Pflegekräftemangels.

Aus Sicht des BEBP ist es erfreulich, dass diese Probleme inzwischen von der Bundesregierung erkannt und konkret angegangen werden. "Wir freuen uns sehr, dass der Bundesgesundheitsminister endlich die richtigen Fragen stellt und die grundlegenden Probleme in der Pflege angeht. Allerdings kommt uns der Leitsatz "ambulant vor stationär" zu kurz. Hier muss noch eine entscheidende Frage beantwortet werden: In welchen Strukturen soll die Versorgung - gerade im häuslichen Bereich - stattfinden?", so Christian Bohl, 1. Vorsitzender des BEBP.

Einen wichtigen Grundstein für die häusliche Versorgung bildet die bereits gut ausgebaute Struktur der ambulanten Pflegedienste. Bei der stundenweisen und der sogenannten "Rund-um-die-Uhr"-Betreuung hingegen fehlen zielgerichtete wie auch finanzierbare Angebote. Der BEBP setzt sich im Rahmen der häuslichen Versorgung von pflegebedürftigen Menschen für eine optimale sowie sinnvolle Kombination von Betreuungsdienstleistungen durch selbständige Betreuungskräfte und Pflegedienstleistungen durch ambulante Pflegedienste ein. Der Pflegemarkt wird in Zukunft aufgrund der demographischen Entwicklung weiter enorm anwachsen. Die entstehende Dienstleistungsnische muss daher in Deutschland durch flexible und zeitgemäße Strukturen bedient werden. Dafür fehlt es jedoch an einer einfachen und klaren Gesetzeslage, welche sich an den Wünschen und Nöten der Betroffenen ausrichtet.

Die 2. Vorsitzende des BEBP und Rechtsanwältin Larisa Dauer betont hierbei: "Wir fordern die Bundesregierung dringend auf, die Existenzgründung für selbständig tätige Betreuungskräfte gerade in diesem Marktsegment zu vereinfachen. Der Gesetzgeber muss hier endlich juristisch klare und einheitliche Regelungen schaffen, um diesen Dienstleistern die gesetzlichen Rahmenbedingungen für ihre wertvolle Tätigkeit zu geben. Auch die pflegebedürftigen Menschen brauchen die Rechtssicherheit, die sie verdienen, um gelassen ihren Lebensabend genießen zu können."

Der BEBP ist der Ansicht, dass nur die selbständige Ausführung der Betreuungsdienstleistung zur Lösung künftiger Personalengpässe beitragen wird. Denn Pflegebedürftige können dann Dienstleistungen nach Bedarf abrufen und bleiben so flexibel. Die Betreuungsdienstleister hingegen nutzen die unternehmerischen Chancen des anwachsenden Pflegemarktes durch intelligente Dienstleistungen. Letztendlich sorgt Rechtssicherheit auch für mehr wirtschaftliche Gerechtigkeit, da die Nachfrage nicht nur das Angebot, sondern auch die Preise für diese Dienstleistungen festlegen wird.

Bundesverband Europäischer Betreuungs- und Pflegekräfte e.V. (in Gründung)

Der Bundesverband Europäischer Betreuungs- und Pflegekräfte (BEBP) e.V. setzt sich für die Rechte, die Interessen und das Ansehen der in Deutschland tätigen Betreuungs- und Pflegekräfte ein. Ziele sind die Verbesserung der Qualität, Transparenz und die Schaffung von notwendigen Rahmenbedingungen sowie die Integration in vorhandene Versorgungsstrukturen, um die verantwortungsvolle Versorgung von betreuungs- und pflegebedürftigen Menschen in Deutschland zu gewährleisten und zu verbessern.