Mittwoch, 25. April 2018


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Kleinere Krankenhäuser geraten besonders im Pflegebereich zunehmend in die Demografiefalle

Einem drohenden Rückgang der Produktivität muss aktiv entgegengesteuert werden

Berlin/Bonn, (lifePR) - Nicht nur durch die zunehmende Zahl älterer Patienten, sondern auch in Folge der Überalterung der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geraten deutsche Krankenhäuser zunehmend in die Demografiefalle. Besonders im Pflegebereich kleinerer Kliniken spitzt sich die Situation zu. So müssen sich 84 Prozent der Häuser mit weniger als 300 Betten intensiv mit den Folgen eines steigenden Durchschnittsalters auseinandersetzen, weil sich hier der fehlende Nachwuchs gravierender auswirkt als in großen Krankenhäusern, wie zum Beispiel in Universitätskliniken. Bei den großen Kliniken mit über 1.000 Betten liegt der Wert im Vergleich bei 55 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Klientenbefragung des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) und seines Fachverbandes Healthcare unter Entscheidungsträgern aus rund 200 Krankenhäusern in Deutschland.

Gut 50 Prozent aller befragten Krankenhaus-Experten erwarten in Folge dieser Entwicklung, dass die Produktivität des Personals zurückgehen wird, sofern nicht gezielt gegengesteuert wird. Rund 45 Prozent der Krankenhäuser haben daher bereits Maßnahmen ergriffen, um die Qualität und Intensität der pflegerischen Leistungen weiterhin anbieten zu können. Parallel soll auch die Arbeit der Pflegekräfte erleichtert werden. Besonders häufig kommen hierbei ergonomische Arbeitsmittel, spezielle Arbeitszeitmodelle sowie gesundheitsfördernde Angebote zum Einsatz. Dr. Gunhild Küpper, Vorstandsmitglied des BDU-Fachverbandes Healthcare: "Die absehbare und teilweise ja schon deutlich spürbare Entwicklung hat vor allem große Auswirkungen auf das Personalmanagement in Krankenhäusern. Die Personaler müssen hier vielfältige Maßnahmen ergreifen, die von stations-, bereichs- und berufsgruppenbezogenen Altersstrukturanalysen bis hin zu Konzepten für die Weiterbildung von älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oder die Zusammenarbeit altersgemischter Teams reichen."

Befragungshintergrund

Für die Klientenbefragung "Auswirkungen der demografischen Entwicklung in deutschen Krankenhäusern" hat der Fachverband Healthcare im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) Führungskräfte aus rund 200 Krankenhäusern unterschiedlicher Größenordnung und Versorgungsstufen befragt. Die Rücklaufquote lag bei 25 Prozent. Der BDU-Fachverband Healthcare ist ein Zusammenschluss von BDU-Beraterinnen und Beratern, die das Wissen rund um diese Klientenbranche bündeln.

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