Deutsche Ziegelindustrie: Es geht wieder aufwärts

Mauerziegelhersteller können Produktionssteigerungen melden / Bei Dachziegelherstellern ähnlich positives Bild / Verband sieht Erholung des Wohnungsbau-Marktes / Produktionsbe-dingungen werden allerdings immer schwieriger

(lifePR) ( Bonn, )
Mit etwas Verspätung hat der wirtschaftliche Aufschwung auch die deutschen Ziegelherstel-lern erreicht. Nach dem Krisenjahr 2009 und einem harten, langen Winter zeigen nun alle Konjunkturdaten deutlich nach oben. Schon 2010 konnte die deutsche Ziegelindustrie in allen Produktbereichen wieder Zuwächse verzeichnen und somit die dramatische Talfahrt der vergangenen Jahre stoppen. "Wenn nichts Unvorhergesehenes eintritt, wird der Wohnungs-bau 2011 und wohl auch in den folgenden Jahren ein Wachstum verbuchen, was auch unse-re Branche wieder durchatmen lässt", so Martin Roth, Hauptgeschäftsführer des Bundesver-bandes der Deutschen Ziegelindustrie e.V., bei der Vorlage der Bilanzzahlen für das Jahr 2010.

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stieg die Produktion von Mauerziegeln im Jahr 2010 gegenüber 2009 um 7,7 Prozent (2008 zu 2009 noch -15,5 Prozent). Im letzten Jahr wurden insgesamt 6,4 Mio. Kubikmeter Mauerziegel produziert (2009: 6,0 Mio. Kubik-meter). Während der Absatz der Produkte in 2010 wegen des frühen und starken Winterein-bruchs noch zögerlich war, hat die Nachfrage im Frühjahr 2011 stark angezogen, so dass auch die auf Lager produzierten Ziegel ausgeliefert werden konnten.

Dazu Geschäftsführer Martin Roth: "Es sind mehrere Gründe, die zu dieser positiven Ent-wicklung geführt haben. Die allgemeine konjunkturelle Lage hat sich gebessert und die Stimmung der Konsumenten ist, insbesondere angesichts der sinkenden Arbeitslosigkeit, positiver geworden. Ausserdem gibt es bereits erste Knappheitstendenzen auf dem Woh-nungsmarkt, insbesondere im Süden der Republik und auch in den Ballungsgebieten. Nach-dem nun über ein Jahrzehnt weit weniger Wohnungen gebaut wurden als im langfristigen Durchschnitt benötigt werden, sind kaum noch Wohnimmobilien auf dem Markt."

Bei den Dachziegelherstellern sieht die Bilanz für das Jahr 2010 ähnlich gut aus. Laut Be-rechnung des Statistischen Bundesamtes belief sich die Produktion 2010 auf 719, 8 Mio. Stück (2009: 630,9 Mio. Stück), was einem Plus von 14,1 Prozent entspricht. 2009 musste man hier noch ein Minus von 13,4 Prozent gegenüber 2008 hinnehmen. Auch beim Wert der Dachziegel konnte ein klarer Zuwachs verzeichnet werden: Im letzten Jahr wurden 664,2 Mio. Euro erzielt (2009: 578,5 Mio. Euro), also ein Plus von 14,8 Prozent. Außerdem bleibt darauf hinzuweisen, dass vor allem im laufenden Jahr bei den Dachziegelherstellern die Auf-tragsbücher wieder gut gefüllt sind.

Dazu Verbandspräsident Helmuth Jacobi: "Vor einem Jahr an gleicher Stelle waren wir noch skeptisch, ob die Ziegelindustrie nach über 15 langen Jahren die Talsohle tatsächlich durch-schreiten wird. Ein Jahr später haben sich nun die damaligen positiven Anzeichen weiter verdichtet. Es bleibt aber ein Schatten auf dem neuen Erfolg. Denn auch wenn sich die Nachfrage, insbesondere im Wohnungsneubau, aufgehellt hat, so werden andererseits die Produktionsbedingungen für die Ziegelindustrie in Deutschland immer schwieriger. Vor allem das Thema Energie und der Ausstoß von CO2 werden uns in den nächsten Jahren noch in-tensiver beschäftigen. Weitere Belastungen in diesem Segment gehen eindeutig zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Ziegelindustrie."
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