Freitag, 15. Dezember 2017


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Regierungsbildungen in Hannover und in Berlin: Atomausstieg muss auf die Tagesordnung

Bonn / Berlin / Hannover, (lifePR) - Witterungsbedingt wird die Protestaktion am Atomkraftwerk Grohnde, die für Samstag (21. Oktober 2017) geplant war, verschoben. Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) bekräftigt anlässlich der Regierungsbildungen in Hannover und Berlin seine Forderung nach sofortiger Stilllegung des AKW Grohnde. Der Verband begrüßt es zudem, dass sich kürzlich die Stadt Petershagen den bisher 17 Kommunen und Kreisen angeschlossen hat, die die beschleunigte Stilllegung des AKW Grohnde fordern.

Ursprünglich wollten örtliche Bürgerinitiativen am Samstag die Originalumrisse eines Airbus A380 in Gestalt einer Menschenreihe auf einem Feld vor dem AKW Grohnde nachbilden. Die Flugzeugspitze sollte in Richtung Reaktorgebäude weisen. Die Installation sollte symbolisch auf die potenzielle terroristische Bedrohung durch den Einschlag eines Großraumflugzeugs hinweisen. Für Personen, die nicht rechtzeitig über die Absage der Aktion informiert werden konnten, steht am Samstag ab 11.00 Uhr ein Informations-Stand mit Kaffee und Kuchen an der Straße zum Atomkraftwerk. Ab 13 Uhr treffen sich dann Anti-Atomkraft-Initiativen in Hameln, um die Planung weiterer Aktivitäten gegen das AKW Grohnde zu besprechen.

Der BBU ist darüber erfreut, dass bereits 18 Kommunen und Landkreise von der Bundesregierung und vom Land Niedersachsen die beschleunigte Stilllegung des AKW Grohnde fordern: 15 in Ostwestfalen-Lippe (OWL / NRW), in Niedersachsen bisher die Stadt Göttingen, der Landkreis Göttingen sowie die Stadt Bad Pyrmont.

Als bisher letzte Kommune hat die Stadt Petershagen am 12. Oktober 2017 eine Resolution gegen das AKW Grohnde beschlossen. In dem Beschluss heißt es: „Der Rat der Stadt Petershagen appelliert an das Niedersächsische Umweltministerium als zuständige Atomaufsichtsbehörde und an das Bundesumweltministerium als entsprechend weisungsbefugte Behörde, umgehend Maßnahmen zu ergreifen bzw. einzuleiten, um mit Nachdruck auf eine frühzeitigere und baldmögliche Stilllegung des Atomkraftwerks Grohnde hinzuwirken.“

Der BBU appelliert an weitere Kommunen und Kreise im Bereich des AKW Grohnde, und darüber hinaus, dass sich auch weitere Kommunalparlamente gegen den Weiterbetrieb des AKW Grohnde aussprechen. „Gerade jetzt vor dem Hintergrund der Regierungsbildungen in Hannover und in Berlin muss das Thema Atomausstieg verstärkt auf die politische Tagesordnung gesetzt werden“, fordert BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz. Weitere Informationen über die Arbeit der Bürgerinitiativen gegen das AKW Grohnde: http://www.grohnde-kampagne.de/home 

Ratsbeschluss der Stadt Petershagen gegen das AKW Grohnde: Seite 7 in https://petershagen.ratsinfomanagement.net/sdnetrim/Lh0LgvGcu9To9Sm0Nl.HayIYu8Tq8 Sj1Kg1HauCWqBZo5Ok5KeyIhuGWtAWv4Rj3Qe.Pb.CXuCWn4Oi0Lg- IbvDauHTp8To1Ok0HbwHau8Vt6Pi6Km0GJ/Oeffentliche_Niederschrift_Rat_12.10.2017.p df#search=Grohnde 

Engagement unterstützen

Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter http://bbu-online.de, telefonisch unter 0228-214032. Die Facebook-Adresse lautet www.facebook.com/BBU72. Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn.

 

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V.

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken. Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für umweltfreundliche Energiequellen.

Zur Finanzierung seines vielfältigen Engagements bittet der BBU um Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse Bonn, IBAN: DE62370501980019002666, SWIFT-BIC: COLSDE33.

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