Mittwoch, 22. November 2017


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BBU fordert von den G20-Staaten konsequenten Klimaschutz und umfassenden Atomausstieg

Bonn, Hamburg, (lifePR) - Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hat anlässlich des G20-Treffens in Hamburg von den beteiligten Staatsregie­rungen konsequente Klimaschutzmaßnahmen und einen umfassenden Atomaus­stieg gefordert. "Beim Klimawandel helfen Lippenbekenntnisse oder gar Dementis nicht weiter und zum grenzüberschreitenden Schutz der Bevölkerung müssen Atomkatastrophen wie in Tschernobyl und Fukushima auf jeden Fall mit sofortigen Anlagen-Stilllegungen verhindert werden.Bei diesen Themen sind gerade die G20-Staaten gefordert", so der BBU. Weitere Forderungen des engagierten Umweltver­bandes: Der internationale Güterverkehr muss bestmöglich von der Straße auf die Schiene verlagert sowie der Flugverkehr reduziert werden. Umweltgefährdendes Fracking zur Gasförderung muss international ausnahmslos verboten werden. Und soziale Gerechtigkeit darf an den reich gedeckten Tischen der Staatsoberhäupter nicht zum leeren Schlagwort verkommen.

Die Entscheiderinnen und Entscheider der G20-Staaten müssen sich gemeinsam, sofort und konstruktiv um die Verbesserung der existenziellen Grundlagen für die Milliarden gleichberechtigten Menschen auf den Kontinenten bemühen. Alles andere wäre fatal: Verpestete Luft, privatisiertes, unzugängliches oder verseuchtes Wasser, pestizidvergiftete Erde, Pflanzen und Tiere.

Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen ruft auch der BBU gemeinsam mit zahlreichen Organisationen zur Teilnahme an der großen Demonstration auf, die am Samstag (8. Juli) in Hamburg stattfinden wird. Organisiert wird sie von etwa 200 entwicklungs- und friedenspolitischen Initiativen und Verbänden. Die Demonstration steht unter dem Motto: "Grenzenlose Solidarität statt G20". (11 Uhr, Deichtorplatz).

In einem Aufruf, mit dem gemeinsam zur Teilnahme an der Demonstration mobilisiert wird, heißt es:"Der menschengemachte Klimawandel ist eine unbestreitbare und bedrohliche Realität. Seine Auswirkungen sind schon heute spürbar und treffen vor allem diejenigen Menschen und Länder, die ihn am wenigsten verursacht haben. Dennoch passte die Bun­desregierung ihren Klimaschutzplan den Interessen der Braunkohle-Industrie an. Im Wei­ßen Haus sitzt mit Donald Trump sogar ein Präsident, der den Klimawandel für eine Lüge hält. Die soziale Spaltung hat dramatische Ausmaße erreicht. Gerade einmal 8 Männer haben mehr Vermögen als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Diese Spaltung gibt es nicht nur im globalen Maßstab, sie durchzieht nahezu alle Gesellschaften, auch die deut­sche. Millionen Menschen müssen sich mit Niedriglöhnen durchschlagen, haben keinerlei Aussicht auf eine existenzsichernde Rente, müssen um die wenigen bezahlbaren Woh­nungen konkurrieren.

Anstatt diese Probleme anzugehen, werden sie mit Freihandelsab­kommen wie EPA, CETA, TISA oder TTIP noch verschärft."

Zum Charakter der Demonstration haben die OrganisatorInnen eine Vereinba­rung getrof­fen: "Die Großdemonstration am 8.7. bildet den gemeinsamen Abschluss der Tage des Protests und Widerstands gegen den G20-Gipfel in Hamburg. Sie wird von ei­nem Bündnis unterschiedlicher Gruppen und Organisationen getragen und bringt die Breite, die Vielfalt und die Gemeinsamkeit aller Spektren, Gruppen und Personen zum Ausdruck, die sich am G20-Protest beteiligen. Hierin liegen die Aussage und die politische Chance der Demonstration. Wir wollen eine Demonstration, auf der sich Junge und Alte, Menschen mit und ohne Papiere, Familien, Menschen mit Handicaps usw. sicher und als Teil der ge­meinsamen Bewegung für grenzenlose Solidarität fühlen können. Bei aller Un­terschiedlich­keit stehen wir zusammen, gehen wir zusammen, protestieren wir zusammen. Die De­monstration wird um 11 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am Deichtorplatz in der Nähe des Hauptbahnhofs beginnen. Von dort läuft sie in Richtung des Tagungsorts der G20 und wird am Heiligengeistfeld in einer gemeinsamen, großen Abschlusskundgebung enden."

Weitere Hintergrundinformationen zur Demonstration: http://g20-demo.de/de/start Hinter­grundinformationen der BBU-Mitgliedsorganisation Robin Wood zum Protest gegen G20: https://www.robinwood.de

 

 

 

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V.

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Einzel­mitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken. Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für umweltfreundliche Energiequellen.

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