Sonntag, 22. Juli 2018


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Bundesnetzagentur legt erste Untersuchungsrahmen für SuedLink fest

Homann: "Wichtiger Schritt für ein zentrales Stromnetzausbau-Projekt"

Bonn, (lifePR) - Die Bundesnetzagentur hat die ersten Untersuchungsrahmen für das aus zwei Vorhaben bestehende Gleichstromübertragungsprojekt SuedLink festgelegt. Es handelt sich um die Untersuchungsrahmen für die Abschnitte von Gerstungen in Thüringen nach Arnstein sowie Grafenrheinfeld in Bayern.

„Auf Grundlage der zahlreichen Hinweise aus den Antragskonferenzen wurde in den Untersuchungsrahmen festgelegt, welche Unterlagen die Übertragungsnetzbetreiber uns noch vorlegen müssen“, erläutert Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. „Einzureichen sind unter anderem Unterlagen zur raumordnerischen Beurteilung und zur Strategischen Umweltprüfung, die wir zur Fortführung des Verfahrens über die Festlegung von Trassenkorridoren benötigen“, so Homann weiter.

Wichtiges Erdkabelprojekt

Das aus zwei Vorhaben bestehende Projekt SuedLink - Vorhaben 3 von Brunsbüttel nach Großgartach und Vorhaben 4 von Wilster nach Grafenrheinfeld - soll vorrangig als Erdkabel verwirklicht werden. Nur ausnahmsweise kann auf einzelnen Abschnitten eine Freileitung zum Tragen kommen. Ein Freileitungsprüfverlangen, das im Rahmen der Antragskonferenz durch eine Gebietskörperschaft gestellt werden konnte, ist für diese Abschnitte aber nicht geltend gemacht worden.

Antragskonferenzen in Ilmenau, Bad Kissingen und Fulda

Zur Erstellung der Untersuchungsrahmen hatte die Bundesnetzagentur im Mai 2017 öffentliche Antragskonferenzen in Ilmenau, Bad Kissingen und Fulda durchgeführt. In diesen Antragskonferenzen hat die Bundesnetzagentur viele hilfreiche Hinweise aus der Region von den Bürgerinnen und Bürgern, Verbänden und Behörden zu den Trassenkorridorvorschlägen erhalten. Der Freistaat Thüringen hatte im Rahmen der Antragskonferenz in Ilmenau Trassenkorridoralternativen eingebracht. Bereits am 3. August 2017 hatte die Bundesnetzagentur daher den Vorhabenträgern aufgegeben, diese Vorschläge einer Grobprüfung zu unterziehen. Das Ergebnis hierzu steht noch aus.

Insgesamt hat die Bundesnetzagentur in den vergangenen Monaten elf Antragskonferenzen zum Projekt SuedLink durchgeführt.

Die Vorhabenträger TenneT TSO GmbH und TransnetBW GmbH hatten für diese Abschnitte am 17. März 2017 jeweils einen Antrag auf Bundesfachplanung bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Die Anträge enthielten einen Vorschlag für den beabsichtigten Verlauf des Trassenkorridors sowie eine Darlegung infrage kommender Alternativen.

Die aufgrund der Untersuchungsrahmen vervollständigten Antragsunterlagen werden sodann zunächst Gegenstand einer weiteren Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung sein. Die Anträge und weitere Informationen hierzu sind jeweils zu finden unter: www.netzausbau.de/vorhaben3-d und www.netzausbau.de/vorhaben4-d.

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