Montag, 29. Mai 2017


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Bundesminister Niebel verleiht Medienpreis Entwicklungspolitik 2009

(lifePR) (Berlin, ) Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel hat heute den Medienpreis Entwicklungspolitik 2009 verliehen. Ausgezeichnet wurden die Journalistinnen und Journalisten Hartmut Idzko, Navid Kermani, Thomas Kruchem, Michael Netzhammer, Achim Nuhr, Tobias Schwab und Renate Werner. Sie wurden von einer unabhängigen Jury ausgewählt. Niebel gratulierte den Preisträgerinnen und -trägern für ihr außerordentliches Engagement und erklärte: "Ihre Arbeit eröffnet uns Einblicke in die Zusammenhänge, die unsere globalisierte Welt prägen und die Lösungen, die wir gemeinsam finden können."

Der Hauptpreis in der Kategorie Print ging an Michael Netzhammer für seinen Artikel "So kocht die Welt", erschienen in Brand Eins. Der Artikel behandelt ein von Politik und Öffentlichkeit kaum beachtetes Thema: die Gesundheitsgefährdung von Frauen beim Kochen an traditionellen Feuerstellen. Jährlich sterben durch die inhalierten Schadstoffe ebenso viele Frauen wie an Malaria. Ausgezeichnet wurde auch Tobias Schwabs Artikel "Was Moses von der Milch bleibt", erschienen in der Frankfurter Rundschau. Er berichtet über die Not ugandischer Milchbauern, die aufgrund importierter EU-Produkte zu Dumpingpreisen am Markt kaum noch bestehen können. Einen Anerkennungspreis erhielt Navid Kermani für "An Bord sind Maria und Josef", erschienen in Die Zeit. Der Bericht handelt vom Schicksal der Flüchtlinge, die an der italienischen Insel Lampedusa ankommen.

Der Preis in der Kategorie Fernsehen ging an Hartmut Idzko für seinen Film "Mit der Bambusbahn durch Kambodscha", gesendet im WDR. Der 40-minütige Film erzählt kleine Geschichten rund um eine selbstgebaute Bambusbahn, die Menschen zum Markt oder Kranke ins Krankenhaus bringt. Wie nebenbei wird gezeigt wie wichtig Infrastruktur für Entwicklung ist. Auch Renate Werner erhielt für "Kein Brot für Öl" den Medienpreis. Ihr WDR-Beitrag handelt von den Gewinnern und Verlierern der Erzeugung von Biosprit am Beispiel von Palmplantagen in Kolumbien.

In der Kategorie Hörfunk wurde Achim Nuhr ausgezeichnet für die im WDR gesendete Reportage "Mädchen, 5 Jahre, 7 Kilo - Hunger im Wirtschaftswunderland Indien". Der Beitrag thematisiert Unterernährung im Wirtschaftswunderland Indien und kritisiert das mangelhafte Engagement der indischen Regierung. Ein weiterer Preis geht an Thomas Kruchem für seinen Beitrag "Tödliche Geburt", gesendet auf Bayern 2. Er handelt von der hohen Sterberate von Frauen durch schwere Geburten und die bei uns kaum bekannte Krankheit der Scheiden- oder Darmfistel. Diese Fistel führt zu dauerhafter Inkontinenz und dazu, dass über zwei Millionen Frauen als "Aussätzige" an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.

Der vom Bundespräsidenten und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ausgeschriebene Medienpreis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. Er wird in diesem Jahr zum 34. Mal verliehen. Der Preis zeichnet journalistische Beiträge aus, die durch außergewöhnliche Qualität das öffentliche Bewusstsein für die Entwicklungspolitik schärfen.

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