Dienstag, 22. August 2017


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"Maßarbeit" aus Werkstätten für behinderte Menschen

Werkstätten:Messe 2011: Neue Ideen für den Einstieg ins Arbeitsleben

Nürnberg, (lifePR) - "Die meisten Werkstätten sind nicht ohne Probleme, aber ohne größeren Schaden durch die Wirtschaftskrise gekommen. Sie haben ihre Stärken ausgebaut und sich noch breiter aufgestellt. Werkstätten setzten nicht auf eine Monokultur von Dienstleistungen oder Produkten, sondern sie haben viele Angebote unter einem Dach und sind dadurch flexibel", so der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (BAG:WfbM), Günter Mosen, zur diesjährigen Werkstätten:Messe. Vom 17. bis 20. März treffen sich Unternehmer und Endverbraucher, Aussteller und Werkstattbeschäftige, Politiker und alle, die sich für die Arbeit in und aus Werkstätten interessieren in Nürnberg. Dort stellen von Donnerstag bis Sonntag rund 240 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen sowie ihre Rehabilitationsleistungen und Bildungskonzepte aus.

Zur 30sten Werkstätten:Messe in diesem Jahr schaut der Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten nicht zurück, sondern in die Zukunft und veröffentlicht seine Positionen zur aktuellen Diskussion um die Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe unter dem Titel "Maßarbeit. Neue Chancen mit Sozialunternehmen". In der Broschüre macht der 5-köpfige Vorstand konkrete Vorschläge, wie "Inklusion" - die von der UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen formulierte Forderung - gelebt werden könnte. Das Papier enthält Strategien zur Weiterentwicklung der Werkstätten. Dargelegt wird, wie das Know-how und die Infrastruktur - besonders in Zeiten des Spardrucks - weiteren Personengruppen mit Unterstützungsbedarf, wie Langzeitarbeitslosen, zugutekommen könnte. So bietet das bundesweite Netz der Werkstätten konkrete Beschäftigungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten bis in Regionen hinein, wo diese fehlen. Die Träger von Werkstätten und Integrationsunternehmen könnten sich weit stärker als bisher für Kooperationen mit Kommunen, anderen Leistungserbringern und Unternehmen öffnen.

Über "Maßarbeit" wird diskutiert: Die BAG:WfbM lädt Interessierte zur Sozialpolitischen Veranstaltung ein, am Samstag, 19. März, um 11 bis 13 Uhr, Nürnberg Messe CCN West, Raum Paris. Sie trägt den Titel: "ASMK und die Antwort der Werkstätten - Maßarbeit für Werkstattbeschäftigte".

Über die Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe diskutieren: Claudia Zinke, Referatsleiterin Gesundheitshilfe, Der Paritätische Wohlfahrtsverband e.V., Dr. Peter Mozet, Referatsleiter, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Dr. Hans-Günther Ritz, Experte für Teilhabe behinderter Menschen (SGB IX), Michael Löher, Vorsitzender des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V., Bernd Finke, Geschäftsführer des Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe, Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Andreas Bollmer, Vorstand der Bundesvereinigung der Werkstatträte, Ralf Hagemeier, stellvertretender Vorsitzender der BAG:WfbM.

Mehr als 700 Werkstattträger mit insgesamt fast 2.500 Betriebsstätten bilden ein bundesweites Netz und bieten 285.000 Menschen mit geistigen, körperlichen oder psychischen Einschränkungen die Möglichkeit zur Teilhabe am Arbeitsleben. Arbeit und Produktion sind aber nur ein Teil der Werkstattarbeit. 70.000 Fachkräfte leiten an, bilden aus und bieten Angebote zur Persönlichkeitsförderung mit dem Ziel der umfassenden Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft.

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