Montag, 20. Februar 2017


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BGR-Partnerlabor in der Mongolei erfüllt höchste Standards

Weltweit einmalig in der Technischen Zusammenarbeit

(lifePR) (Hannover, ) Das von der BGR unterstützte Geologische Zentrallabor der Mongolei (CGL) in Ulan Bator erfüllt die höchsten Qualitätsanforderungen. Das auf Geologie, Bergbau und Umwelt spezialisierte CGL mit 150 Angestellten erhielt jetzt eine dritte Akkreditierung auf Grundlage der Standards der Internationalen Organisation für Normen (ISO). Diese dreifache Auszeichnung ist nicht nur einmalig in der Technischen Zusammenarbeit im Rahmen der Entwicklungshilfe. Das CGL stieß damit auch in die Elitegruppe der Fachlabore auf seinem Gebiet vor. Nur fünf der 800 von der US-amerikanischen Akkreditierungsorganisation ANSI/ASQ American Accreditation Board (ANAB) akkreditierten Labore können einen derart breiten Qualitätsstandard aufweisen.

Seit 2005 erwarb das CGL zunächst die Akkreditierung als Testlabor, später als Referenzmaterialhersteller und jetzt die Zulassung als Ringversuchsveranstalter zur Qualitätskontrolle von Routinelabors. Jede Akkreditierung garantiert einen internationalen Qualitätsstandard sowie die weltweite Anerkennung der Ergebnisse und Produkte. Akkreditierungen sind offizielle Kompetenzbestätigungen und werden nur nach eingehender mehrtägiger ISO-Prüfung durch eine unabhängige Akkreditierungsorganisation erteilt.

Die Mongolei ist sehr reich an Lagerstätten von mineralischen und Energierohstoffen. Um eine kompetente Fachinstitution zur Suche und Bewertung von Lagerstätten zu schaffen und zugleich eine geordnete Entwicklung des boomenden Bergbaus in dem asiatischen Steppen- und Nomadenland auch unter Umweltaspekten zu ermöglichen, flankierte die BGR die Arbeit des CGL seit 1997. Die im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit von der Bundesregierung geförderten Maßnahmen konzentrierten sich auf die Bereiche Beratung, Ausbildung, Management und Technik.

Durch die intensive Zusammenarbeit wurde im CGL ein Systemwechsel erreicht. Heute wird das ehemals sozialistische Staatslabor nach modernsten Managementmethoden marktwirtschaftlich geführt und ist auf dem neusten Stand der Technik. In den Hightech-Laboren werden Gesteine, Erze und Böden auf ihren Gehalt an Wertstoffen wie Kupfer, Kohle, Gold und Seltene Erden, aber auch auf umweltrelevante Schwermetalle und Stoffe wie Cyanid und Quecksilber untersucht. Inzwischen zertifiziert das CGL für Einrichtungen in aller Welt Geo-Referenzmaterialien (ZRM), die zur Kalibrierung von Analyseinstrumenten und zur Qualitätssicherung geochemischer Analysen beitragen. Die vom CGL zertifizierten Referenzmaterialien werden von Fachhändlern auf allen Kontinenten vertrieben. Partnerfachkräfte des CGL arbeiten in internationalen Normungsgremien an der Entwicklung von weltweit gültigen Standards.

Nach vier gemeinsamen Projekten endete mit der aktuellen Akkreditierung die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den beiden Geo-Partnerorganisationen BGR und CGL, das längst auf eigenen Füßen steht.

Weiterführende Informationen zur Technischen Zusammenarbeit mit der Mongolei:
http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Zusammenarbeit/TechnZusammenarbeit/Laender/mongolei.html?nn=1542366

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