Sonntag, 22. Juli 2018


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Auch zukünftig haben Rohstoffpotenziale in Südafrika große Bedeutung für die deutsche Industrie

Teil III des Investoren-Handbuchs zu Mangan, Vanadium und Zink erschienen

Hannover, (lifePR) - Im Rahmen der Kooperation mit dem südafrikanischen Geologischen Dienst (Council for Geoscience, CGS) veröffentlicht die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) jetzt den dritten Teil des „Investor’s and Procurement Guide South Africa“. Das Handbuch aus der Reihe „DERA Rohstoffinformationen“ enthält Informationen zu den wichtigen Stahlveredlern Vanadium und Mangan sowie Zink. Darin wurden auf Grundlage aktueller Geländekampagnen und umfangreicher Literaturrecherchen die Rohstoffpotenziale sowie Liefer- und Investitionsmöglichkeiten dieser Rohstoffe neu bewertet.

Südafrika ist einer der bedeutendsten Produzenten und Lieferanten von Mangan und Vanadium für die deutsche Stahlindustrie. Die größten terrestrischen Manganlagerstätten weltweit befinden sich im sogenannten „Kalahari Manganese Field“. Das Land verfügt zudem über die zweitgrößten Vanadiumvorräte der Welt, die im nordöstlich gelegenen Bushveld-Komplex lagern. Obwohl Südafrika heute noch nicht zu den großen Zinkproduzenten der Welt gehört, weist das Land ein signifikantes Potenzial auf. Das höffigste Zink-Explorationsprojekt Gamsberg, im nördlichen Kap wird in den nächsten Jahren zu den fünf wichtigsten zinkproduzierenden Bergwerken weltweit gehören. Zink ist als Korrosionsschutz für Stahl von hoher Bedeutung.

Trotz hoher Recyclingraten von Metallen in der deutschen Wirtschaft sind die Unternehmen auch künftig in hohem Maße von Importen abhängig. Gemäß der DERA-Rohstoffliste 2016 weisen die globale Bergwerksproduktion von Mangan und Zink potenzielle Preis- und Lieferrisiken im mittleren Bereich auf. Bei Vanadium ist die Länderkonzentration der Bergwerksförderung sogar als hoch einzuschätzen. Eine frühzeitige und detaillierte Bewertung neuer Rohstoffpotenziale ist für eine nachhaltige Sicherung der Rohstoffversorgung für Unternehmen notwendig und kann künftige Versorgungsrisiken minimieren.

Die ersten beiden Teile des „Investor’s and Procurement Guide South Africa“, die 2014 bzw. 2015 veröffentlicht wurden, befassten sich aufgrund ihrer Bedeutung für Zukunftstechnologien, insbesondere für Superlegierungen und Erneuerbare Energien, mit Seltenen Erden, Flussspat, Antimon, Schwermineralsanden, Chrom und Platinmetallen. „Die Ergebnisse aller drei Bände des Investoren-Handbuchs zeigen, dass Südafrika als eines der weltweit wichtigsten rohstoffproduzierenden und -exportierenden Länder auch weiterhin für die deutsche Industrie von großer Bedeutung bleiben wird“, so DERA-Experte Dr. Herwig Marbler.

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