Frühjahresaufschwung auf dem sächsischen Arbeitsmarkt

(lifePR) ( Nürnberg, )
Von Februar auf März ist die Arbeitslosigkeit in Sachsen weiter gesunken. Mehr Frauen und Männer konnten eine Beschäftigung aufnehmen, weniger mussten sich arbeitslos melden und verstärkt haben Qualifizierungen begonnen. Zeitgleich ist der Bestand freier Arbeitsstellen angestiegen. Bei einer Arbeitslosenquote von 5,8 Prozent waren im März 123.500 arbeitslose Menschen bei den sächsischen Jobcentern und Arbeitsagenturen registriert.

„Es herrscht grundsätzlich eine gute Stimmung auf dem sächsischen Arbeitsmarkt. Die Frühjahresbelebung hinterlässt ihre Spuren. Wegen der guten Auftragslage stellen Unternehmen fleißig ein. Allein in den vergangenen Wochen haben fast 10.700 Menschen eine Arbeit aufgenommen. Auch künftig steht der Pfeil auf dem Jobchancenbarometer auf grün - denn es gibt jeden Monat viele neue freie Stellen. Die Menschen, die davon nicht profitieren, erhalten unsere Unterstützung – sei durch Qualifizierung oder durch Teilhabe“, sagte Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Arbeitslosenzahl im März: 123.531

Arbeitslosenzahl im Vormonatsvergleich (128.545):-5.014 oder -3,9 Prozent

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich (136.720): -13.189 oder -9,6 Prozent

Arbeitslosenquote im März: 5,8 Prozent

Arbeitslosigkeit

Insgesamt waren im März in Sachsen 123.531 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat waren 5.014 (minus 3,9 Prozent) weniger und zum Vorjahresmonat 13.189 Menschen weniger arbeitslos gemeldet (minus 9,6 Prozent).

Im März wurden 34,3 Prozent aller Arbeitslosen (42.377) im Rechtskreis SGB III von einer Agentur für Arbeit und 65,7 Prozent (81.154) im Rechtskreis SGB II von einem Träger der Grundsicherung betreut. Im Vergleich zum Vormonat sind in den Arbeitsagenturen 3.464 (minus 7,6 Prozent) Frauen und Männer weniger arbeitslos gemeldet und im Vergleich zum Vorjahr sind es 1.786 Arbeitslose weniger (minus 4,0 Prozent). In den Jobcentern ist die Arbeitslosenzahl zum Vormonat um 1.550 (minus 1,9 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11.403 (minus 12,3 Prozent) gesunken.

Die Arbeitslosenquote belief sich im März auf 5,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank sie um 0,7 Prozentpunkte.

Beschäftigung

Im Januar 2019 waren in Sachsen nach ersten Hochrechnungen über 1,61 Millionen Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Mit einem Zuwachs von 21.500 berufstätigen Menschen hält der Beschäftigungsanstieg gegenüber dem Vorjahr an und liegt bei aktuell 1,4 Prozent.

Den kräftigsten Beschäftigungsaufbau gab es im Bereich Immobilien, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (plus 5.000) und im Verarbeitenden Gewerbe (plus 4.000). Einen starken Beschäftigungsaufbau gab es weiterhin in den Bereichen Erziehung und Unterricht (plus 3.400), im Baugewerbe (plus 3.300), in den Bereichen Heime und Sozialwesen (plus 2.800), Information und Kommunikation (plus 2.600) sowie Verkehr und Lagerei (plus 2.400). In der Arbeitnehmerüberlassung ist ein Rückgang von 6.900 Beschäftigten zu verzeichnen.

Im langjährigen Vergleich liegt die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit 1,61 Mio. auf recht hohem Niveau. In keinem Januar seit 1999 waren mehr Menschen in Sachsen beschäftigt. Den Tiefstand erreichte die Beschäftigung in Sachsen im Jahr 2006. Damals waren im Januar 1,30 Mio. Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt – 306.000 weniger als aktuell.

Arbeitskräftenachfrage

Im März haben sächsische Betriebe insgesamt 8.995 freie Stellen gemeldet. Das waren 1.802 Stellen weniger als im Februar (minus 16,7 Prozent) und 520 weniger als im März 2018.

Damit sind in den sächsischen Arbeitsagenturen und Jobcentern insgesamt 37.487 freie Stellen gemeldet, 264 mehr als im Februar und 967 weniger als vor einem Jahr.

Die meisten freien Stellen sind im Bereich der Zeitarbeit (10.257) zu besetzen. Einen hohen Bedarf haben daneben Betriebe aus dem Verarbeitenden Gewerbe (4.852), dem Gesundheits- und Sozialwesen (3.328), dem Bereich Handel / Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (3.275), dem Baugewerbe (2.963), den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (2.640) und dem Gastgewerbe (1.747).

Diese und viele andere freie Stellen sind in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht und können mit der kostenfreien Smartphone-App (jobboerse) zu jeder Zeit, an jedem Ort abgerufen werden. In der Jobbörse sind aktuell rund 43.700 freie Stellen von sächsischen Unternehmen veröffentlicht.

Unterbeschäftigung

Im März 2019 haben knapp 46.700 Menschen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilgenommen oder standen vorübergehend der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung. Viele wurden mit Weiterbildungen (10.600) gefördert, haben an Arbeitsgelegenheiten in der Grundsicherung (4.600) und an Aktivierungsmaßnahmen (6.900) teilgenommen oder wurden durch andere Träger unterstützt (9.900). Ein Teil der Frauen und Männer stand aus anderen Gründen der Vermittlung nicht zur Verfügung und war deshalb nicht arbeitslos – zum Beispiel wegen kurzfristiger Krankheit (4.500).

Die Unterbeschäftigung – die Summe aus Arbeitslosen, Teilnehmern an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und vorübergehend nicht verfügbaren Arbeitsuchenden – belief sich im März 2019 auf insgesamt 170.211 Personen. Das ist ein Rückgang im Vergleich zum März 2018 um 15.273 oder 8,2 Prozent. Aktuell liegt der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung bei 72,6 Prozent. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag die Unterbeschäftigungsquote im März bei 7,9 Prozent.

Statistiken (Sachsen, Kreise/Regionen, Arbeitsstellen etc.):

https://www.ba-mediaboard.de/media-share/external/share/69a33d86-70b5-4c86-af19-860922dac7d9
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