Freitag, 17. August 2018


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Linkes Störfeuer gegen die Energiewende

Oskar Lafontaine auf energiepolitischer Geisterfahrt / BUND Saar fordert weiteren Ausbau der Windenergienutzung

Saarbrücken, (lifePR) - Auf große Verärgerung und Unverständnis beim BUND Saar sind unlängst die Äußerungen des Fraktionsvorsitzenden der Linken im saarländischen Landtag Oskar Lafontaine zur Energiewende und einem Stopp der weiteren Windkraftnutzung im Saarland beim BUND Saar gestoßen.

Den vier großen Energiekonzernen geht die Energiewende viel zu schnell, denn es wird immer schwieriger, den Strom aus Atom- und Kohlekraftwerken gegen die zunehmende Konkurrenz der Betreiber von Photovoltaik- und Windkraftanlagen zu vermarkten. Es erstaunt aber sehr, wenn der Fraktionschef Oskar Lafontaine sehr zur Freude von RWE und Co. derart gegen Windkraftanlagen polemisiert.

"Mit seinen Äußerungen macht sich Lafontaine zum Büttel der Kohle- und Atomlobby. Sie offenbaren ein mangelndes ökologisches Empfinden und zeugen offenbar von großer Unkenntnis über die energiepolitischen Zusammenhänge beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Linke im Saarland verabschiedet sich damit als ernstzunehmender Gesprächspartner zur Umsetzung der Energiewende im Saarland", so Christoph Hassel, Landesvorsitzender des BUND Saar.

Für den BUND Saar ist ein natur- und umweltverträglicher Ausbau der Windenergie für das Gelingen der Energiewende von großer Bedeutung, weil damit auf sehr kleiner Fläche ohne Emissionen von CO2, schwermetallhaltigem Feinstaub und radioaktiven Stoffen auch von kleineren Unternehmen und von Energiegenossenschaften Strom erzeugt werden kann. Im Saarland sieht der BUND noch großen Nachholbedarf bei der Windkraftnutzung. In Anbetracht des bevorstehenden Klimawandels ist es für den BUND aber im höchsten Maße unverantwortlich, sich grundsätzlich gegen den weiteren Ausbau von Windkraftanlagen auszusprechen. Der Ausbau darf jetzt nicht abgewürgt werden

"Anstatt Wasser auf die Mühlen der Energiekonzerne zu geben, sollte Oskar Lafontaine seinen politischen Einfluss dafür einsetzen, dass das AKW Cattenom abgeschaltet wird und dass der EU-weite Handel mit CO2-Zertifikaten wieder funktioniert, damit umweltfreundliche Gaskraftwerke wieder gegenüber Kohlekraftwerken konkurrenzfähig werden", so Michael Grittmann, stellvertretender Vorsitzender des BUND Saar.

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